Roberto Mosquera

peruanischer Fußballtrainer und Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Roberto Orlando Mosquera Vera (* 21. Juni 1956 in Ibagué, Kolumbien) ist ein ehemaliger peruanischer Fußballspieler und heutiger -trainer. Der rechte Außenstürmer bestritt 16 Länderspiele für Peru, in denen er vier Tore erzielte. Auf Vereinsebene wurde er drei Mal als Spieler und drei Mal als Trainer peruanischer Meister.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Roberto Mosquera
Mosquera (1978)
Personalia
Voller Name Roberto Orlando Mosquera Vera
Geburtstag 21. Juni 1956
Geburtsort Ibagué, Kolumbien
Größe 173 cm
Position Außenstürmer (rechts)
Junioren
Jahre Station
1967–1974 Sporting Cristal
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1974–1980 Sporting Cristal
1981 Club Atlético Talleres 21 0(3)
1982–1984 Deportivo Cali 109 (11)
1985 Once Caldas 15 0(2)
1986 CD San Agustín
1987 Cúcuta Deportivo 5 0(1)
1988 SD Aucas
1989 CD San Agustín
1990 Lawn Tennis FC
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1978–1981 Peru 16 0(4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1995 Unión Huaral
1998–1999 Alcides Vigo
2000 Deportivo Wanka
2001 Unión Minas
2002 Deportivo Wanka
2002–2004 Coronel Bolognesi FC
2004–2005 FBC Melgar
2006 Sport Boys
2007 Deportivo Municipal
2008–2009 Coronel Bolognesi FC
2010 Sport Áncash
2010–2011 Sport Huancayo
2012–2013 Sporting Cristal
2013–2015 Juan Aurich
2016 Alianza Lima
2017 Jorge Wilstermann
2018–2019 Royal Pari FC
2019 Deportivo Binacional
2020–2022 Sporting Cristal
2023 Royal Pari FC
2023–2024 Universidad César Vallejo
2025 Alianza Universidad
2026– Sport Huancayo
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Karriere

Verein

Roberto Mosquera wurde in den Nachwuchsabteilungen von Sporting Cristal mit Unterstützung seiner Familie, die eng mit dem Klub verbunden war, ausgebildet. Sein Vater Alfredo Mosquera spielte für Sporting Tabaco, zudem standen seine beiden Onkel Máximo Mosquera und Nemesio Mosquera in den Reihen von Sporting Cristal; Nemesio wurde 1956 Meister mit dem Verein.

Mosquera gab sein Profidebüt 1974 und kam zunächst auf drei Einsätze in der Saison. In den folgenden Spielzeiten entwickelte er sich jedoch zum unumstrittenen Stammspieler der „Celestes“. Höhepunkte dieser Phase waren die nationalen Meisterschaften 1979 und 1980, an denen Mosquera maßgeblich beteiligt war. 1981 zog es ihn nach Argentinien zum Club Atlético Talleres. In den darauffolgenden Jahren spielte er zudem für mehrere Vereine in Kolumbien – Deportivo Cali, Once Caldas und Cúcuta Deportivo – sowie in Ecuador für SD Aucas.

1986 kehrte Mosquera kurzzeitig nach Peru zurück und gewann mit dem CD San Agustín die Meisterschaft. 1989 schloss er sich erneut diesem Klub an, bevor er zur Saisonmitte desselben Jahres seine aktive Karriere beendete. Ein Comeback folgte 1990 in der zweiten Liga beim Lawn Tennis FC auf Wunsch des Präsidenten Miguel Pellny. In sechs Spielen erzielte Mosquera fünf Tore, entschied sich jedoch noch während der laufenden Saison für den endgültigen Abschied vom Profifußball.[1]

Nationalmannschaft

Im März 1978 debütierte Mosquera für die Nationalmannschaft beim Freundschaftsspiel gegen Argentinien und stand wenige Monate später im Aufgebot Perus für die Weltmeisterschaft 1978, kam dort allerdings nicht zum Einsatz. Nach dem Gruppensieg in der ersten Runde schied Peru ohne Punktgewinn in der zweiten Gruppenphase aus.[2] Ein Jahr später lief Mosquera für Peru, das als Turniersieger automatisch für das Halbfinale gesetzt war, bei der Copa América 1979 auf. Dort schied er mit seinem Team gegen Chile aus. Bei der 1:2-Hinspielniederlage hatte Mosquera den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.[3] Insgesamt bestritt Mosquera 16 Länderspiele, in denen er vier Tore erzielte. Zuletzt kam er beim Freundschaftsspiel im Februar 1981 gegen Bulgarien zum Einsatz.[4]

Trainer

Roberto Mosquera sammelte seine ersten Erfahrungen im Trainerstab bereits 1991 als Co-Trainer an der Seite von Miguel Company, zunächst bei den Sport Boys und anschließend bei der peruanischen Nationalmannschaft. Sein Debüt als Cheftrainer gab Mosquera 1995 beim Aufsteiger Unión Huaral,[5] mit dem er allerdings den direkten Wiederabstieg hinnehmen musste. Ein Jahr später wechselte er als Co-Trainer von Sergio Markarián zu Sporting Cristal. In dieser Rolle gewann er die peruanische Meisterschaft 1996 und erreichte 1997 das Finale der Copa Libertadores. In den folgenden Jahren übernahm Mosquera mehrere Provinzklubs in Peru. Besonders prägend war seine Zeit beim Coronel Bolognesi FC (2002–2005), den er mit konstant starken Leistungen erstmals in einen internationalen Wettbewerb führte. Rückschläge blieben jedoch nicht aus: 2007 stieg er mit Deportivo Municipal ab, 2009 wiederholte sich dieses Schicksal mit Coronel Bolognesi. Im ersten Halbjahr 2010 trainierte er Sport Áncash.[6]

Ab September 2010 leitete Mosquera Sport Huancayo[7] und führte den Klub 2011 auf den dritten Platz der Primera División. So führte er den Verein zur erstmaligen Qualifikation für die Copa Libertadores. Für diese Leistung wurde er als Trainer des Jahres ausgezeichnet.[8] 2012 übernahm er erneut Sporting Cristal, beendete dort eine siebenjährige Durststrecke und gewann seine erste Meisterschaft als Cheftrainer;[5] auch dafür erhielt er die Auszeichnung als bester Trainer Perus.[8] 2013 wechselte er zu Juan Aurich, mit dem er 2014 das Torneo Apertura gewann. Trotz des später verlorenen Meisterschaftfinales wurde Mosquera erneut zum Trainer des Jahres gewählt.[8] Ende 2015 desselben Jahres übernahm er Alianza Lima, konnte die Erwartungen dort jedoch nicht erfüllen und wurde entlassen.[9] 2017 trat er das Traineramt bei Jorge Wilstermann an und erreichte mit dem Klub das Viertelfinale der Copa Libertadores, wo man am argentinischen Spitzenklub River Plate scheiterte.[10] Anschließend arbeitete er bis Mitte 2019 beim bolivianischen Erstligisten Royal Pari FC.[11]

Im September 2019 kehrte Mosquera nach Peru zurück und übernahm Deportivo Binacional. Mit dem Klub gewann er nach einem Finalsieg gegen Alianza Lima überraschend die nationale Meisterschaft.[12] Ende Februar 2020 folgte seine Rückkehr zu Sporting Cristal, das er trotz einer schwierigen Ausgangslage erneut zur Meisterschaft führte. Im November 2021 stand Mosquera mit Sporting Cristal erneut im Meisterschaftsfinale gegen Alianza Lima. Nach Hin- und Rückspiel unterlag sein Team jedoch knapp, sodass der angestrebte Titelgewinn in Folge verpasst wurde. Im März 2023 kehrte er zu Royal Pari zurück,[13] blieb allerdings nur zwei Monate[14] und übernahm noch im selben Jahr Universidad César Vallejo. Im Juli 2025 wurde Mosquera als neuer Trainer von Alianza Universidad vorgestellt.[15] Seit Januar 2026 ist er erneut bei Sport Huancayo im Amt.[16]

Erfolge

Spieler

Sporting Cristal

San Agustín

Trainer

Sporting Cristal

Deportivo Binacional

Commons: Roberto Mosquera – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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