Rodenberg (Greifenstein)

Ortsteil von Greifenstein (Hessen) From Wikipedia, the free encyclopedia

Rodenberg ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Greifenstein im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis am Rand des hessischen Westerwaldes.

Schnelle Fakten Gemeinde Greifenstein ...
Rodenberg
Gemeinde Greifenstein
Koordinaten: 50° 37′ N,  13′ O
Höhe: 446 (432–462) m ü. NHN
Fläche: 2,52 km²[1]
Einwohner: 206 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Eingemeindet nach: Beilstein
Postleitzahl: 35753
Vorwahl: 02775
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Das ursprüngliche Haufendorf liegt am Südhang des Wittgenbergs (477 m ü. NN) und gehört naturräumlich zum Hohen Westerwald.

Geschichte

Ortsgeschichte

Soweit bekannt erstmals schriftlich erwähnt wurde Rodenberg am 4. Juni 1315 in einer Urkunde des Grafen Heinrich von Nassau. Archäologische Funde im Bereich der heutigen Wüstung Fudenhausen lassen aber schon eine Besiedlung um 800 n. Chr. vermuten. Im Jahr 1743 wurde das erste Schulhaus erbaut. Im Jahre 1951 wurde die Tongrube Eva aufgeschlossen. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde am 4. September 1965 eingeweiht.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam die bis dahin selbständige Gemeinde zum 1. Juli 1972 auf freiwilliger Basis zur Gemeinde Beilstein,[2][3] die am 1. Januar 1977 mit Greifenstein und weiteren bis dahin selbstständigen Gemeinden durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen zur neuen Gemeinde Greifenstein zusammengeschlossen wurden.[4][5] Für Rodenberg wurde, wie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Greifenstein, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6] Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Beilstein.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten, in denen Rodenberg lag:[7][8]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rodenberg 222 Einwohner. Darunter waren 9 (4,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 48 Einwohner unter 18 Jahren, 99 waren zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter.[9] Die Einwohner lebten in 90 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 24 Paare ohne Kinder und 33 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 63 Haushaltungen leben keine Senioren.[9]

Einwohnerentwicklung

Rodenberg: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
 
150
1840
 
160
1846
 
167
1852
 
157
1858
 
165
1864
 
170
1871
 
153
1875
 
164
1885
 
170
1895
 
185
1905
 
156
1910
 
138
1925
 
165
1939
 
180
1946
 
211
1950
 
198
1956
 
195
1961
 
195
1967
 
214
1970
 
211
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
222
2015
 
221
2020
 
206
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[7]; Gemeinde Greifenstein[1]; Zensus 2011[9]

Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon[7]
1885:170 evangelische (= 100 %) Einwohner
1961:172 evangelische (= 88,21 %) und 23 (= 11,79 %) katholische Einwohner

Ortsbeirat

Für den Ortsteil Rodenberg gibt es einen fünfköpfigen Ortsbeirat mit Ortsvorsteher. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2021 ist der Ortsvorsteher Klaus Knetsch (BLR).[10]

Persönlichkeiten

  • Karl Heuser (1867–1942), Konteradmiral der Kaiserlichen Marine

Anmerkungen und Einzelnachweise

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