Roquefortin C

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Roquefortin C (Synonym: Roquefortin) ist ein Naturstoff aus der Gruppe der Mykotoxine und wird insbesondere in Arten der Schimmelpilzgattung Penicillium (Pinselschimmel) gebildet. Erstmals wurde es aus dem zur Blauschimmelkäse-Herstellung verwendeten Penicillium roqueforti isoliert.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Roquefortin C
Allgemeines
Name Roquefortin C
Andere Namen
  • Roquefortin
  • (3E,5aS,10bR,11aS)-3-(1H-Imidazol-4-ylmethylen)-10b-(2-methyl-3-buten-2-yl)-6,10b,11,11a-tetrahydro-2H-pyrazino[1′,2′:1,5]pyrrolo[2,3-b]indol-1,4(3H,5aH)-dion
Summenformel C22H23N5O2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 58735-64-1
PubChem 21608802
ChemSpider 10246629
Wikidata Q7366803
Eigenschaften
Molare Masse 389,45 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Roquefortin C wurde erstmals 1975 von japanischen Forschern in Penicillium roqueforti gefunden.[2] Es wird auch von weiteren Penicillium-Arten (etwa P. notatum, P. oxalicum, P. communi, P. corymbiferum, P. expansum, P. urticae[2] sowie P. crustosum[3]) produziert.

In Untersuchungen an Blauschimmel-Käsesorten wurde Roquefortin C in unterschiedlichen Konzentrationen gefunden (bis zu 6,8 mg/kg,[4] durchschnittlich 0,42 mg/kg,[5] bis zu 1,47 mg/kg,[6] bis zu 12 mg/kg[7]).

Eigenschaften

Roquefortin C ist ein Indolalkaloid. Es ist in organischen Lösungsmitteln wie Alkoholen und Chloroform löslich, hingegen nur wenig in Wasser und Hexan.[8] Der Schmelzpunkt des aus Methanol-Wasser kristallisierten Solvats wird mit 195–200 °C angegeben.[8] Roquefortin C ist optisch aktiv.

Roquefortin C gilt als schwaches Neurotoxin.[9] Toxizitätsstudien liefern unterschiedliche Ergebnisse.[2] Es wird davon ausgegangen, dass im Blauschimmelkäse vorhandenes Roquefortin C kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher darstellt.[9] Aus Fallbeschreibungen ergaben sich Hinweise auf Roquefortin-C-verursachte Vergiftungen bei Hunden.[10]

Das 3,12-Z-Isomer von Roquefortin C ist das erstmals 1979 unter photochemischer Einwirkung erhaltene Isoroquefortin C.[S 1] Es kommt nicht natürlich vor.[11]

Einzelnachweise

Anmerkungen

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