Rote Schneekrabbe

Krabbenart der Gattung Chionoecetes From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Rote Schneekrabbe (Chionoecetes japonicus) ist eine Krabbenart, die in der Tiefsee zwischen 600 und 1000 m im Gebiet des nördlichen Teils des Ostchinesischen Meers und südlichen Teil des Japanischen Meers vorkommt.[1] Ihr Fleisch wird vor allem in Japan und Korea geschätzt.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Rote Schneekrabbe

Chionoecetes japonicus

Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Majoidea
Familie: Oregoniidae
Gattung: Chionoecetes
Art: Rote Schneekrabbe
Wissenschaftlicher Name
Chionoecetes japonicus
Rathbun, 1932
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Merkmale

Die Größe zeigt geografische Variationen, im Bereich der Kita-Yamato Bank waren Männchen im Mittel 10 cm, Weibchen 6,5 cm groß.[3] Die Art ähnelt der Tanner-Krabbe. Der Carapax ist mit Höckern versehen oder granuliert. Die Querreihe der Vorwölbungen hinter der Kiemenregion ist sehr niedrig. Der Winkel zwischen Kiemenleisten und hinterem Seitenrand beträgt 60° und trägt einen kurzen Dorn. Der hintere Seitenrand ist durch flache Höcker gekennzeichnet. Die rostralen Zähne sind breiter als der Abstand zwischen ihren Spitzen.[4]

Lebensweise

Die Rote Schneekrabbe bewohnt die Tiefsee in Wassertiefen von 500 bis 2300 m, vorrangig zwischen 600 und 1000 m. Sie kommt im nördlichen Teil des Ostchinesischen Meers und südlichen Teil des Japanischen Meers vor und ernährt sich karnivor von anderen Wirbellosen.[1]

Die Art hat vermutlich einen zweijährigen Fortpflanzungszyklus. Die Weibchen tragen die Eier wie üblich mit den Pleopoden. Der Schlupf der Zoea erfolgt von Januar bis März.[5]

Genetik

Die mitochondriale DNA ist mittlerweile entschlüsselt. Das Genom besteht aus 13 proteinkodierenden Genen, 22 transfer-RNA-Genen, zwei ribosomale-RNA-Genen und einer Kontrollregion. Das Genom hat eine Gesamtlänge von 16.060 Basenpaaren.[2]

Wirtschaftliche Nutzung

Gericht aus Roter Schneekrabbe

Der Fang erfolgt mit Fallen. In Korea wurden 2010 30.000 Tonnen und 2015 41.000 Tonnen angelandet. Nach einem Abfall 2020 stieg die Fangmenge 2023 wieder auf 31.500 Tonnen.[6] Dabei werden die Maschenweite der Fangkörbe so gewählt, dass nur Krabben mit einer Breite über 9 cm gefangen werden, demnach nur Männchen, weil Weibchen selten so groß werden.[5] Ihr Fleisch wird vor allem in Japan und Korea geschätzt.[2] Ihr sind lokale Feste wie das Uljin Snow Crab Festival und das Yeongdeok Snow Crab Festival gewidmet.[7]

Einzelnachweise

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