Rothemann

Ortsteil von Eichenzell From Wikipedia, the free encyclopedia

Rothemann ist der zweitgrößte Ortsteil der Großgemeinde Eichenzell im osthessischen Landkreis Fulda.

Schnelle Fakten Gemeinde Eichenzell ...
Rothemann
Gemeinde Eichenzell
Koordinaten: 50° 28′ N,  42′ O
Höhe: 292 m ü. NHN
Fläche: 7,73 km²[1]
Einwohner: 1463 (2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 189 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36124
Vorwahl: 06659
Karte
Rothemann von oben
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Geographische Lage

Rothemann liegt in den Westausläufern der Rhön rund 3 km südsüdöstlich des Kernorts von Eichenzell zwischen Welkers im Nordnordosten, Döllbach im Südosten, Hattenhof im Westen und Kerzell im Nordwesten. Es befindet sich zwischen den Bergen und Erhebungen Steinhauk (367 m ü. NN) im Norden, Burghardser Kopf (435,8 m) im Ostsüdosten, Rippberg (484,5 m) im Südsüdwesten und Alter Turm (347,7 m) im Nordwesten. Durchflossen wird es vom Fliede-Zufluss Döllbach. Durch das Dorf verläuft die Bundesstraße 27 und nordöstlich führt die Bundesautobahn 7 vorbei. Zum Ort gehören der Weiler Kaltewick und die Hauemühle.

Geschichte

Alter Wartturm des Klosters Fulda bei Rothemann
Rothemann: Döllbach und alte Kirche von Pedro Schmiegelow (1930)

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Rothemann erfolgte unter dem Namen Rodenmannun (= Niederlassung der rodenden Männer) im Jahr 1012.[1] Das Dorf zählte zu den Besitzungen des Reichsklosters Fulda. Ein Altar wird 1510 erwähnt. Im Jahr 1898 wurde mit dem Bau der zweiten Kirche auf der anderen Seite des Döllbachs begonnen. Diese wurde 1963 durch die jetzige Kirche ersetzt. Rothemann ist eine Filialgemeinde der Pfarrei Hattenhof.

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Rothemann im Zuge der Gebietsreform auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Eichenzell eingemeindet.[3][4] Für Rothemann wurde, wie für die übrigen Ortsteile von Eichenzell, ein Ortsbezirk eingerichtet.[5]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Rothemann angehört(e):[1][6]

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

 1812:42 Feuerstellen, 386 Seelen[1]
Rothemann: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2023
Jahr  Einwohner
1812
 
386
1834
 
527
1840
 
488
1846
 
482
1852
 
476
1858
 
508
1864
 
508
1871
 
484
1875
 
490
1885
 
471
1895
 
424
1905
 
420
1910
 
465
1925
 
481
1939
 
561
1946
 
706
1950
 
730
1956
 
723
1961
 
779
1967
 
893
1980
 
?
1990
 
?
1996
 
1.344
2000
 
1.439
2005
 
1.536
2011
 
1.464
2016
 
1.400
2020
 
1.433
2023
 
1.463
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Gemeinde Eichenzell[9]; Zensus 2011[10]

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Rothemann 1464 Einwohner. Darunter waren 21 (1,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 291 Einwohner unter 18 Jahren, 651 zwischen 18 und 49, 285 zwischen 50 und 64 und 234 Einwohner waren älter.[10] Die Einwohner lebten in 618 Haushalten. Davon waren 171 Singlehaushalte, 174 Paare ohne Kinder und 228 Paare mit Kindern, sowie 30 Alleinerziehende und 15 Wohngemeinschaften. In 114 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 447 Haushaltungen lebten keine Senioren.[10]

Historische Religionszugehörigkeit

 1885:ein evangelischer (= 0,21 %), 470 katholische (= 99,79 %) Einwohner[1]
 1961:43 evangelische (= 5,52 %), 736 katholische (= 94,48 %) Einwohner[1]

Politik

Für den Ortsteil Rothemann besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Rothemann) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[5] Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,38 %. Dabei wurden gewählt: fünf Mitglieder der CDU und je ein Mitglied der „Christlichen Wähler-Einheit“ und der „Bürgerliste Eichenzell“.[11] Der Ortsbeirat wählte Oskar Kanne (CDU) zum Ortsvorsteher.[12]

Infrastruktur

Im Ort gibt es unter anderem:

  • eine katholische Pfarrkirche St. Barbara aus dem Jahre 1963
  • einen Sportplatz, eine Gymnastikhalle und einen Bolzplatz
  • mehrere Spielplätze
  • einen historischen und einen neuen Dorfbrunnen
  • den als Ruine erhaltenen historischen Wartturm „Alter Turm
  • eine Kapelle mit Rosenkranztreppe am Steinhauk
  • ein Vereinshaus in der ehemaligen Schule
  • ein Bürgerhaus
  • einen Kindergarten
  • ein Backhaus
  • ein Lebensmittelladen
  • eine Arztpraxis
  • ein Zahnarzt

Anmerkungen und Einzelnachweise

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