Rubiadin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Rubiadin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Anthrachinonfarbstoffe.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Rubiadin
Allgemeines
Name Rubiadin
Andere Namen
  • 1,3-Dihydroxy-2-methyl-9,10-anthracendion
  • 1,3-Dihydroxy-2-methylanthrachinon
  • C.I. Natural Red 8
  • C.I. 75350
Summenformel C15H10O4
Kurzbeschreibung

gelber bis oranger Feststoff[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer (Listennummer) 683-093-6
ECHA-InfoCard 100.208.613
PubChem 124062
ChemSpider 110563
Wikidata Q15633911
Eigenschaften
Molare Masse 254,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

290 °C[1]

Löslichkeit

löslich in organischen Lösungsmitteln wie DMSO und Dimethylformamid[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302351
P: 202264280301+312308+313405[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Obwohl Rubiadin erstmals 1853 von Edward Schunck aus der Krappwurzel Rubia tinctoria isoliert wurde, gelang es Schunck und Leon Marchlewski erst 1893, Rubiadin-Glucosid aus der niederländischen Krappwurzel zu isolieren. Die erste Synthese der Verbindung gelang 1927.[4]

Vorkommen

Rubiadin kommt in Pflanzen der Gattung Rubia und anderen vor.[3][5][6] Es ist eines der Pigmente des Färberkrapps, in der es als Glucosid vorkommt. Sein Monomethylether wurde aus Morinda longiflora und Morinda citrifolia isoliert.[7]

Gewinnung und Darstellung

Es wurden mehrere Synthesemethoden für Rubiadin beschrieben. Eine davon ist die Synthese von Rubiadin aus Phthalsäureanhydrid und 2,6-Dihydroxytoluol in zwei Reaktionsschritten. Die Ausbeuten beider Reaktionsschritte waren jedoch gering (33 % bzw. 54 %). Darüber hinaus war die Reproduzierbarkeit dieser Methode sehr schlecht. Eine weitere Synthesemethode für Rubiadin erfolgt über 2-Methylpurpurin (1,3,4-Trihydroxy-2-methylanthrachinon). Diese Methode erfordert jedoch fünf Schritte, und die Ausbeute jedes Reaktionsschritts ist gering. Eine weitere beschriebene Synthese von Rubiadinderivaten erfolgt unter Verwendung von Diels-Alder-Reaktionen mit halogenierten Naphthochinonen und Dienen. Daneben kann Rubiadin durch die Kondensation von 3-Brom-2,6-dimethoxytoluol mit einem Phthalid gewonnen werden.[8][9]

Eigenschaften

Rubiadin ist ein gelber bis oranger Feststoff,[1][2] der löslich in organischen Lösungsmitteln ist.[3]

Verwendung

Rubiadin ist Bestandteil von natürlichen Farbstoffen.[10]

Einzelnachweise

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