Phthalid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Phthalid ist eine Chemikalie, die sowohl synthetisch hergestellt wird als auch als sekundärer Pflanzenstoff vorkommt. Die Phthalidderivate 3-Butylphthalid und Sedanolid kommen beispielsweise in Sellerie[4] und Liebstöckel[5] vor.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Phthalid
Allgemeines
Name Phthalid
Andere Namen
  • 3H-Isobenzofuran-1-on
  • 1-Phthalanon
Summenformel C8H6O2
Kurzbeschreibung

farbloses bis gelbliches Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 87-41-2
EG-Nummer 201-744-0
ECHA-InfoCard 100.001.586
PubChem 6885
ChemSpider 6621
Wikidata Q7188203
Eigenschaften
Molare Masse 134,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,1613 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

71–73 °C[1]

Siedepunkt

290 °C[1]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (18,4 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Brechungsindex

1,536 (99 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol

H- und P-Sätze H: 319
P: 305351338[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Phthalid kann durch Reaktion von Phthalimid mit Natriumhydroxid mit einer Beimischung von Zink sowie Kupfersulfat und anschließender Reaktion des Zwischenproduktes mit Chlorwasserstoff gewonnen werden.[6]

Allgemein können Phthalide aus 2-Formyl-arylketonen in Dimethylsulfoxid (DMSO) entweder durch eine Claisen-Tischtschenko-Reaktion unter nukleophiler Katalyse (NaCN) oder unter photochemischen Bedingungen gewonnen werden.[7]

Verwendung

Phthalid ist ein Grundstoff für viele andere Synthesen, z. B. von Kresoxim-methyl und Picoxystrobin. 2013 wurde erstmals die Nutzbarkeit von Phthalid in der Suzuki-Kupplung nachgewiesen.[8]

Derivate

Einzelnachweise

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