Rudolf Schärer
Schweizer Psychiater
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Franz Johann Rudolf Schärer[1] (* 22. August 1823 in Unterseen; † 16. Februar 1890 in Bern) war ein Schweizer Psychiater.
Leben
Der Sohn des Rudolf B. Franz Schärer († 1844), Pfarrer an der Nydeggkirche,[1] studierte Medizin und promovierte[2]. Als Student erteilte er an den bernischen Schulen Schwimm- und Turnunterricht.[3] 1846 wurde Schärer Sekundararzt am Äusseren Krankenhaus, einer Zweigstelle des Inselspitals. Ab 1855 war er in der neu errichteten Irrenanstalt Waldau tätig, deren Direktor er 1859 wurde.[2] Er hielt ab 1861 dort auch klinisch-psychiatrische Vorlesungen ab.[4] 1863 wurde er habilitiert und am 23. Mai 1874 zum ausserordentlichen Professor für Psychiatrie an der Universität Bern ernannt.[5][6] 1890 musste er wegen einer schweren Krankheit zurücktreten, sein Nachfolger als Klinikdirektor und Psychiatrieprofessor wurde Wilhelm von Speyr.[7]
Schärer war ein Anhänger des Freiluftturnens, Wanderns, Schwingens und Schiessens. Er verfasste auch einen Leitfaden für Schwinger.[3] Für die Waldau erreichte er den Kauf eines landwirtschaftlichen Gutes; er führte landwirtschaftliche Arbeit und Feste für die Patienten ein.[7]
Rudolf Schärers Schwester Luise Stauffer-Schärer war die Mutter des Malers Karl Stauffer-Bern.[8]
Schriften
- Anleitung zum Schwingen und Ringen. Rudolf Jenni, Bern 1864 (online).
Literatur
- Schaerer, Rudolf. In: Die Dozenten der bernischen Hochschule 1528–1984. Universität Bern, Bern 1984 (online).