Rudolf von Bennigsen-Foerder (Rechtsanwalt)

deutscher Rechtsanwalt und Syndikus From Wikipedia, the free encyclopedia

Rudolf Johann Alexander von Bennigsen-Foerder (* 12. Juli 1879 in Reinbek; † 25. Juli 1939) war ein deutscher Rechtsanwalt und Syndikus, der bis 1932 dem Direktorium der Firma Borsig in Berlin angehörte.

Wappen derer von Bennigsen-Foerder.

Leben und Wirken

Rudolf von Bennigsen-Foerder entstammte einer Nebenlinie der alten hannöverschen Adelsfamilie von Bennigsen, die zahlreiche Juristen, Offiziere und Staatsbeamte (darunter den liberalen Politiker Rudolf von Bennigsen) hervorgebracht hatte. Er war der jüngste Sohn des Landrats Albert von Bennigsen-Foerder. Seine Mutter Klara stammte aus der preußischen Offiziersfamilie von Treskow. Sein Urgroßvater Gustav Rudolf von Bennigsen-Foerder war Landrat.

Nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums war er als Referendar tätig. Seit 1902 war er Mitglied des Corps Bremensia Göttingen.[1] Nach Ablegung des Gerichtsassessors-Examens war er von Dezember 1912 bis 1914 Syndikus in der Firma A. Borsig, Berg- und Hüttenverwaltung (der späteren Borsig Aktiengesellschaft) in Oberschlesien. 1916 wurde er als „Kgl. preuß. Rechtsanwalt“ bezeichnet.[2]

Im Januar 1919 wurde Rudolf von Bennigsen-Foerder zum Direktor der Firma A. Borsig, Zentralverwaltung GmbH, Berlin, berufen.[3] Diese Funktion übte er bis Dezember 1932 aus. Ab Januar 1933 war er als Rechtsanwalt in Berlin tätig; seine Kanzlei befand sich in Berlin-Zehlendorf, Goethestraße 5.

Grabstätte Rudolf von Bennigsen-Foerder.

1925 verzichtete er wegen der schlechten Wirtschaftslage der Firma Borsig zeitweise auf sein Gehalt.[4]

Rudolf von Bennigsen-Foerder starb zwei Wochen nach seinem 60. Geburtstag und wurde auf dem Berliner Friedhof Zehlendorf beigesetzt. Die Grabstätte ist erhalten, aber verwaist.

Bereits 1921 wurde er Ehrenritter des Johanniterordens und dort Mitglied der unter dem Vorsitz des damaligen Kommendators Karl von Waldow und Reitzenstein stehenden Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft[5] innerhalb der Kongregation.[6] Des Weiteren war er Mitglied der Deutschen Adelsgenossenschaft, hier der Abteilung 2, der noch nicht vollständig abgeschlossenen Ahnenforschung oder noch nicht eingereichten Ahnentafeln, der Landesabteilung Berlin.[7]

Familie

Er war verheiratet mit Margarete geborene Welt. Aus der Ehe ging der Sohn Rudolf Christian von Bennigsen-Foerder (1926–1989), hervor, der Industriemanager und langjähriger Vorstandsvorsitzender der VEBA AG wurde. Margarete, die Ehefrau von Rudolf von Bennigsen-Foerder, erhielt 1942 eine Pension von der Firma Borsig.[8]

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der DAG. Teil A (Uradel). 1939. Achtunddreißigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1938.
  • Herrmann A. L. Degener: Degeners Wer ist’s?. X. Ausgabe, Selbstverlag H. A. L. Degener, Berlin 1935, S. 94 f.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1916. Siebzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1915, S. 64 f.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. (Uradel). 1900. Erster Jahrgang, Justus Perthes-Druck 16. August 1899, Gotha Januar 1900, S. 76 f.

Einzelnachweise

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