Rzeczyca (Tuczno)

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Rzeczyca (deutsch Knakendorf, früher Knakendorff[1] und Knackendorf[2]) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Es ist der Gmina Tuczno im Powiat Wałecki zugeordnet.

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Rzeczyca
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Rzeczyca (Polen)
Rzeczyca (Polen)
Rzeczyca
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Wałcz
Gmina: Tuczno
Geographische Lage: 53° 15′ N, 16° 8′ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 67
Kfz-Kennzeichen: ZWA
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Geographische Lage

Das Dorf liegt etwa 23 Kilometer westsüdwestlich von Wałcz (Deutsch Krone), sieben Kilometer nordnordwestlich von Tuczno (Tütz) und 2 ½ Kilometer nordwestlich von Jeziorki (Schulzendorf).

Geschichte

Dorfkirche, bis 1945 Gotteshaus der katholischen Gemeinde Knakendorf
Gutshaus des ehemaligen Guts Schulenberg (Mai 2012)

Im Jahr 1337 hieß der Ort Knokendorp, im 17. Jahrhundert Knakendorp. Knakendorf gehörte zu einer adligen Herrschaft und war im 18. Jahrhundert ein westpreußisches Gut, das im Rahmen der ersten polnische Teilung 1772 mit Preußen wiedervereinigt wurde. Um das Jahr 1789 befand sich das Gutsdorf, in dem es eine katholische Kirche gab, im Besitz des Starosten Leo Moszczeński, der auch Grundherr der Stadt Tütz und weiterer fünf Dörfer war, unter denen sich Marthe (Martew), Mehlgast (Miłogoszcz) und Schulzendorf (Jeziorki) befanden.[3] Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Wert des Guts Knakendorf auf ungefähr hunderttausend Reichstaler geschätzt.[4]

Die Gemeinde Knakendorf hatte um 1930 eine 19,1 km² große Gemarkungsfläche, und auf dem Gemeindegebiet befanden sich vier Wohnplätze, auf denen insgesamt 103 bewohnte Wohnhäuser standen:[5]

  • Gut Schulenberg
  • Knakendorf
  • Schwanenfeld
  • Siedlung Marienthal

Der Ort gehörte 1945 zum Landkreis Deutsch Krone im Deutschen Reich. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Kreisgebiet bis 1939 der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen zugeordnet, danach der Provinz Pommern. Knakendorf gehörte zum Amtsbezirk Schulzendorf.

Im Februar 1945 wurde Knakendorf von der Roten Armee besetzt. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region seitens der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit ganz Hinterpommern und der südlichen Hälfte Ostpreußens – militärische Sperrgebiete ausgenommen – der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es wanderten nun Polen zu. Knakendorf wurde unter der polnischen Ortsbezeichnung „Rzeczyca“ verwaltet. Die einheimische Bevölkerung wurde von der polnischen Administration aus Knakendorf vertrieben.

Demographie

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1783adliges Dorf und Vorwerk nebst einer katholischen Kirche, 29 Feuerstellen (Haushaltungen), im Netzedistrikt, Kreis Krone[1]
1818195adliges Dorf[2]
1864495davon 418 in Knakendorf (14 Evangelische, 404 Katholiken) und 77 auf Gut Schulenberg (24 Evangelische, 53 Katholiken)[6]
1910668am 1. Dezember, 533 in Knakendorf (zwölf Evangelische, 521 Katholiken; zwei Personen mit polnischer Muttersprache) und 135 auf Gut Schulenberg (41 Evangelische, 94 Katholiken)[7]
1925714darunter 157 Evangelische und 552 Katholiken[5]
1933605[8]
1939537[8]
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Kirche

Die Protestanten der bis 1945 anwesenden Dorfbevölkerung gehörten zum evangelischen Kirchspiel Tütz.[9]

Literatur

  • Knakendorf, Dorf, Kreis Deutsch Krone, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Knakendorf (meyersgaz.org).
  • Schulenberg, Gutsbezirk, Kreis Deutsch Krone, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Schulenberg und Schulzendorf (meyersgaz.org).
  • Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Deutsch-Croner Kreises. Thorn 1867, S. 240 (Google Books).
  • Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 472 (Google Books).
Commons: Rzeczyca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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