Röttingen

Stadt in Bayern, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Röttingen ist eine Landstadt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Röttingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Röttingen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 30′ N,  58′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Röttingen
Höhe: 243 m ü. NHN
Fläche: 27,21 km²
Einwohner: 1687 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97285
Vorwahl: 09338
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 182
Stadtgliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
97285 Röttingen
Website: roettingen.de
Erster Bürgermeister: Steffen Romstöck (Unabhängige Bürger Röttingen)
Lage der Stadt Röttingen im Landkreis Würzburg
KarteGramschatzer Wald
Karte
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Europastadt Röttingen
Luftausfnahme von Röttingen

Geographie

Röttingen liegt etwa 35 Kilometer südlich von Würzburg in Bayern direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg. Sie ist die südlichste Stadt im Landkreis Würzburg.

Gemeindegliederung

Röttingen hat vier Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Aufstetten, Röttingen und Strüth.[4] Die Gemarkung Röttingen hat eine Fläche von 18,646 km². Sie ist in 4585 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4066,77 m² haben.[5] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Gossenmühle.[6]

Klima

Der Tauberraum gehört trotz des Wasserreichtums im Talbereich zu den relativ trockenen Gebieten Frankens und ist durch Merkmale des kontinentalen, trocken-warmen Klimatyps mit geringen Niederschlagsmengen gekennzeichnet. Es werden jährlich mehr als 30 Sommertage mit Temperaturen über 25 °C und weniger als zehn Frosttage mit Temperaturen unter 0 °C gezählt.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Die genaue Gründungszeit der Stadt liegt im Dunkeln. Erst im späten 5. Jahrhundert dürfte die alemannische Sippe der Ruoter Röttingen (Ruotingen) gegründet haben. Die erste sichere urkundliche Überlieferung stammt aus dem Jahr 1103 Januar 18. Seit 1275 besitzt Röttingen Stadtrechte. 1298 war die Stadt Ausgangspunkt des Rintfleisch-Pogroms und 1336 der ebenfalls judenfeindlichen Armledererhebung. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken.

Ursprünglich den Edlen von Hohenlohe gehörig, kam Röttingen unter die Landesherrlichkeit des Hochstifts Würzburg. Vom 14. Jahrhundert an war Röttingen Sitz eines Amtmannes, der als verlängerter Arm des Würzburger Fürstbischofs galt.

Der Bauernkrieg ging auch an Röttingen nicht spurlos vorbei und brachte das Wirtschaftsleben zum Erliegen. Erst unter dem langjährigen Regiment des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn erstarkte die weitgehend vom Weinbau abhängige Wirtschaft der Stadt. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) hatte Röttingen viel unter Plünderungen und Raub zu leiden, denn zur Zeit Gustav Adolfs war das Taubertal für längere Zeit Kriegsschauplatz. Die Kriege des 16. und 17. Jahrhunderts brachten Stadt und Bürger erneut an den Rand des Ruins. Es bedurfte eines Napoleon, um in den Jahren 1803 bis 1814 dem fränkischen Kleinstaatenindividualismus ein Ende zu bereiten. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert

Mit der Säkularisation wurde das geistliche Fürstentum aufgelöst und Röttingen dem bayerischen Untermainkreis zugeschlagen. Im Königreich Bayern wurde Franken 1837 in die Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken gegliedert. 1919 kam für Röttingen die Selbstverwaltung.

Früher bestand mit der 36,5 km langen Gaubahn der Bayerischen Staatseisenbahnen vom 30. April 1907 ab ein Bahnanschluss von Ochsenfurt am Main zunächst bis Röttingen in Unterfranken, die am 17. November 1909 bis Weikersheim an der Bahnstrecke Crailsheim–Königshofen verlängert wurde; außerdem erhielt sie gleichzeitig einen 6,1 Kilometer langen Abzweig von Bieberehren nach Creglingen im Taubertal, dessen geplante Verlängerung nach Rothenburg ob der Tauber aber nie Wirklichkeit wurde. Während der Personenverkehr schon 1974 beziehungsweise 1967 endete, bestand bis Anfang der 1990er Jahre Güterverkehr, der wegen einer maroden Brücke zwischen Röttingen–Schäftersheim vorzeitig eingestellt wurde. Danach wurde die Trasse abgebaut und zu großen Teilen zu einem Radweg (Taubertalradweg und Gaubahnradweg) umgestaltet.

Seit 1953 nennt sich Röttingen „Europastadt“.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Strüth[7] und am 1. Januar 1978 die Gemeinde Aufstetten eingegliedert.[8]

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 2024 Einwohner[8]
  • 1970: 1988 Einwohner[8]
  • 1987: 1733 Einwohner
  • 1991: 1751 Einwohner
  • 1995: 1775 Einwohner
  • 2000: 1789 Einwohner
  • 2002: 1781 Einwohner
  • 2005: 1675 Einwohner
  • 2006: 1663 Einwohner
  • 2007: 1674 Einwohner
  • 2008: 1675 Einwohner
  • 2009: 1650 Einwohner
  • 2010: 1657 Einwohner
  • 2011: 1700 Einwohner
  • 2012: 1706 Einwohner
  • 2013: 1711 Einwohner
  • 2014: 1687 Einwohner
  • 2015: 1705 Einwohner
  • 2016: 1713 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 1731 auf 1673 um 58 Einwohner bzw. um 3,4 %. 1999 hatte die Stadt 1789 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Konfessionsstatistik

Konfessionszugehörigkeit (gerundet) war 2006

  • römisch-katholisch 94 %
  • evangelisch 4 %
  • sonstige 2 %

Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist seitdem beträchtlich gesunken. Gemäß dem Zensus 2022 waren (Mai 2022) 12,9 % der Einwohner evangelisch, 65,9 % katholisch und 21,1 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[9]

Politik

Stadtrat

Sitzverteilung nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 (in Klammern die Sitze nach der Wahl 2014):

  • CSU/Freie Bürger: 7 Sitze (7)
  • Unabhängige Bürger Röttingen (UBR): 5 Sitze (5)

Bürgermeister

Die Kommunalwahl am 15. März 2020 brachte folgendes Ergebnis:

Hermann Gabel, genannt Fernando (Zukunft Röttingen) wurde zum neuen Bürgermeister mit 60,99 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war Martin Umscheid (CSU/Freie Bürger), im Amt vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2020.

Am 15. September 2024 wurde, wegen gesundheitlicher Gründe des bisherigen Bürgermeisters, neu gewählt. Einzig offizieller Kandidat auf den Stimmzetteln war der CSU-Kandidat Jürgen Boier. Dieser verlor aber gegen Steffen Romstöck (Unabhängige Bürger Röttingen), der von den Bürgern händisch auf die Stimmzettel geschrieben wurde. Steffen Romstöck gewann die Wahl mit 51,9 % der Stimmen.[10]

Röttingen ist Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft mit folgenden Mitgliedsgemeinden: Bieberehren, Riedenheim, Röttingen, Tauberrettersheim. Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen ist der Röttinger Bürgermeister Steffen Romstöck.

Wappen

Wappen von Röttingen
Wappen von Röttingen
Blasonierung: „In Rot der stehende Heilige Georg in silberner Rüstung mit rotem Kreuz auf der Brust, in der Rechten an goldener Lanze eine silberne Fahne, darauf ein durchgehendes rotes Kreuz; am linken Arm eine an der Schildfessel hängende silberne Tartsche mit rotem Kreuz“[11]

Das Wappen ist aus der Siegelführung um 1400 abgeleitet.

Städtepartnerschaften

Eine Partnerschaft besteht mit Bad Mitterndorf in der Steiermark, Österreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theaterfestspiele

Seit 1984 finden im Hof der Burg Brattenstein alljährlich die Frankenfestspiele Röttingen (vormals Röttinger Festspiele) statt.[12]

Museen

  • Weinmuseum[13] in der Burg Brattenstein: dokumentiert die Geschichte des Weinbaus in Röttingen (Lagerweg)
  • Museumsweinberg: In der Weinbaulage „Feuerstein“ wurde ein Museumsweinberg angelegt. Er dokumentiert auf einer Fläche von 1800 Quadratmetern mit drei Parzellen die Entwicklung des Weinbaues bis in die 1950er Jahre.

Baudenkmäler

  • Fachwerkhäuser rund um den Marktplatz und in der gesamten Altstadt
  • Barockes Rathaus (um 1750), Marktplatz 1, dreigeschossiger Massivbau, Hausteingliederung, Mansarddach mit Glockentürmchen, schmiedeeiserne Wasserspeier
  • Burg Brattenstein (1230 erstmals urkundlich erwähnt), Viereck-Anlage, im Kern 12./13. Jahrhundert, im frühen 17. Jahrhundert stark verändert, weitere Veränderungen im 19. Jahrhundert, Reste von Bergfried und Graben;
  • Pfarrkirche St. Kilian (13. Jahrhundert), Saalbau, im Kern spätromanisch, die Choranbauten 14. und 15. Jahrhundert, 1606–1614 umgestaltet; mit Ausstattung
  • Hoher Bau
    Hoher Bau (Untergasse 8): Um 1210/20 als dreigeschossiger Wohnturm auf quadratischem Grundriss errichtet, kurz danach um einen nur 1,20 m entfernten, südlich freistehenden Turm auf rechteckigem Grundriss ergänzt, der möglicherweise durch einen Holzsteg mit dem Nordturm verbunden war. Dessen Hocheingang befand sich im Burghof auf der Ostseite, wo die Zweiteilung noch an einem schachtartigen Einsprung erkennbar ist. Der Südturm wurde um 1430/40 nach Westen erweitert, mit einstigem Prunkerker im zweiten Obergeschoss, von dem noch die Konsolen erhalten sind. Sigmund von Gebsattel[14] verknüpfte die beiden Turmbauten 1494–97 durch Mauern miteinander und setzte einen einstöckigen Fachwerkaufbau mit einer Bohlenstube und zwei Dachgeschossen auf; im Inneren befindet sich sein Wappen an einem Türsturz. Anbauten des 18. und 19. Jahrhunderts. Geringe Reste eines bauzeitlichen Biforium in der Ostwand.[15]
  • St. Georgskapelle (15. Jahrhundert) katholische Friedhofskapelle, rechteckiger Saalbau, 1588, mit Ausstattung
  • Julius-Echter-Stift, zweigeschossiger, langgestreckter Renaissancebau. Nachdem bereits seit 1331 ein Spital bestand und 1422 durch das Ehepaar von Baldersheim neu errichtet wurde, ließ Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn 1613 den heutigen Bau entstehen. Das 2020 kernsanierte Haus diente ursprünglich als Zuflucht für Bedürftige, Kranke und Pilger. Ein klosterähnlicher Alltag aus Gebet und Arbeit prägte das Leben der Bewohner, die bei Einzug Gehorsam geloben und ihr eigenes Bett mitbringen mussten. Regelverstöße führten bis zum Ausschluss. Die Spitalkirche St. Peter und Paul besitzt einen eingezogenen Chor, dessen netzförmiges Rippengewölbe auf kunstvollen Konsolen mit Wappen und Palmetten ruht. Ein runder Chorbogen verbindet diesen Bereich mit dem einschiffigen Langhaus, das durch spitzbogige Maßwerkfenster hell wirkt. Gekrönt wird der Bau durch einen charakteristischen Dachreiter. Der klassizistische Hochaltar zeigt die Himmelfahrt Christi, flankiert von den Heiligen Stephan und Lorenz. Blickfang ist die spätgotische Madonna auf dem südlichen Seitenaltar – ein wertvolles Holzschnitzwerk aus der Zeit um 1470. Drei Sandstein-Grabsteine erinnern an der Westwand mit Reliefs von Geistlichen und einer Verstorbenen an die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Der spätgotische Nischenbildstock an der Spitalkirche stammt aus der Zeit vor 1500. Charakteristisch für diesen Stil sind der breite, gefasste Schaft und das spitzbogige Gehäuse (Ädikula). Ursprünglich beherbergte die Nische eine hölzerne Pietà aus dem Spätbarock, diese Darstellung Marias mit dem Leichnam Christi gilt heute jedoch als verschollen.[16]
  • Auf der Anhöhe nordöstlich der Ortschaft befindet sich das Röttinger Käppele. Nachdem Josef Buchinger 1766 wie durch ein Wunder einen schweren Schneesturm überlebte, stiftete er das Röttinger Käppele. Auf einen Brand im Jahr 1864 folgte der Wiederaufbau; ein späterer Abriss wegen Baufälligkeit führte 1979 zur originalgetreuen Rekonstruktion.[17]

Tore und Türme

  • Im 17. Jahrhundert verfügte Röttingen über eine massive, rund 1.300 Meter lange Stadtmauer, die durch vierzehn Türmen gesichert wurde. Vier davon fungierten als Stadttore: das Rippbacher Tor, das Tauber Tor, der Jakobstorturm und der Hundheimer Torturm. Zusätzlich zur Verteidigungsanlage blieben weitere Bauwerke wie der Schnecken-, Mühl- und Schweinehirtenturm erhalten, seit 1858 stehen noch diese sieben Türme. Mit der Einbeziehung von Burg und Spital in den Mauerring wurde im frühen 15. Jahrhundert der Alte Hundheimer Torturm errichtet. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Neue Hundheimer Tor angelegt, der als neuer westlicher Stadtzugang direkt mit dem südwestlichen Eckturm der Befestigung verbunden. Der viergeschossige Torturm mit Fachwerk im obersten Stockwerk kombiniert einen inneren Rundbogen mit einem äußeren Spitzbogen. Stadtseitig ist das Obergeschoss durch einen Mittel-Erker und ein Mansardendach geprägt, während an der Außenseite sogenannte Klauensteine auf ein früheres Fallgitter hinweisen. Ein kurzer Fachwerkgang verbindet den Torturm mit einem benachbarten, niedrigeren Turm. Beide Gebäude werden heute als Wohnraum genutzt. Bei der Renovierung 1922 wurden die ursprünglichen, verrosteten Turmspitzen entfernt und 1926 durch originalgetreue Nachbildungen ersetzt. Historisch sorgten Nachtwächter im Turm für die Sicherheit der Bürger und fungierten zudem als Brandmelder.
  • Das Jakobstor zählt zu den ältesten Befestigungsbauwerken Röttingens und wird auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Der rund zwölf Meter hohe quadratische Turm ist in die Nordseite der Stadtmauer integriert. Das massive Mauerwerk aus Buckelquadern und die markanten Kragsteine weisen staufische Einflüsse wie der Bergfried der Burg Brattenstein auf. Die rundbogige Toröffnung war bewusst niedrig dimensioniert. Sie bot Platz für Gespanne, verhinderte jedoch die Durchfahrt berittener Angreifer. Zum Schutz dieses strategisch wichtigen Punktes verfügte das Tor über mehrstufige Verteidigungseinrichtungen, dem Tor war ein trockener Sohlgraben vorgelagert. Weiterhin erfolgte die Sicherung durch zwei eisenbeschlagene Holzflügel, eine Zugbrücke sowie ein Fallgatter. Für die gelungene Sanierung des Jakobsturms und des angrenzenden Hauses erhielt die Stadt 2009 den Förderpreis des Bezirks Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz.
  • An der nordöstlichen Stadtmauer befindet sich der Schneckenturm, der im Jahr 1596 für 19 Gulden renoviert und mit einem Schieferdach ausgestattet wurde. Historisch diente der Turm unter anderem als Dienstwohnung für Hebammen. Im Schweinehirtenturm wohnten früher die von der Stadt bestellten Schweinhirten. Der Mühlturm wurde 1595 für 39 Gulden ausgebessert und schiefergedeckt. Das Rippacher Tor wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen, der Rippacher Turm ist heute im Verlauf der Stadtmauer am Friedhofsgelände erhalten. Der 1422 erwähnter Eulenbergturm im Südosten der Stadt war ein Wartturm diente als Signalanlage außerhalb der eigentlichen Stadtbefestigung, er existiert nicht mehr. Die 1617 erbaute und 1729 erneuerte Tauberbrücke, die 1945 gesprengt wurde, war durch den Tauberturm mit einem Brückenwärterhaus gesichert, sie trug eine Statue des Hl. Nepomuk. Wie das Rippacher Tor wurde das Tauber Tor als Stadttore im 19. Jahrhundert gebrochen.[16]

Bodendenkmäler

Sonstiges

  • Sonnenuhren-Rundweg (zwei Kilometer lang) mit 25 Sonnenuhr-Objekten (seit 1984)
  • Paracelsus-Gärtchen mit etwa 70 Heil- und Küchenkräutern direkt im Anschluss an die Burg Brattenstein
  • Kreuzweg zum Käppele (0,5 Kilometer lang, Beginn gegenüber Kapellenberg 1–2)

Rad- und Wanderwege

Röttingen liegt am Taubertalradweg.[18][19] Der Panoramaweg Taubertal führt ebenfalls durch den Ort.[20][21]

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Frankenfestspiele Röttingen (vormals Festspiele Röttingen an der Romantischen Straße): alljährlich von Mai bis Mitte August im Hof der Burg Brattenstein mit Jungem Theater, Musical, Operette, Schauspiel und Konzerten, in den Anfangsjahren wurden vorwiegend Theaterstücke von Johann Nestroy aufgeführt
  • Europäisches Weinfest (Pfingsten)
  • Gauvolksfest Röttingen (Ende August)
  • Tag des offenen Denkmals
  • Kulturherbst

Romantische Straße

Röttingen liegt an der vom Augsburger Bürgermeister Wegele 1950 aus Gründen der Fremdenverkehrsförderung Romantische Straße genannten touristischen Route. Sie verbindet eine Reihe von Städten mit weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen im zentralen Bereich zwischen Würzburg und Augsburg, u. a. Bad Mergentheim, Rothenburg ob der Tauber, Feuchtwangen, Dinkelsbühl, Nördlingen im Ries und Donauwörth.

Wirtschaft

Röttingen ist ein Fränkischer Weinort an der Tauber. Es werden derzeit in der Lage Röttinger Feuerstein ca. 30 ha Frankenwein angebaut: davon sind 70 % Müller-Thurgau, 20 % Silvaner; zehn Prozent Sorten wie Riesling, Traminer, Kerner, Scheurebe, Bacchus, Schwarzriesling etc. Als Besonderheit pflegt man den Tauberschwarz, eine jahrhundertealte lokale Rebsorte, die ausschließlich in der Tauberregion an- und ausgebaut wird.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Georg Menig Daheim Kummer und Sorgen und hier im Felde gegenseitiges Morden – die Stadt Röttingen an der Tauber und der Erste Weltkrieg, Herausgegeben durch die Stadt Röttingen, Röttingen 2020, 200 Seiten, Gendi-Verlag (erhältlich in der Tourist-Information Röttingen)
  • Hartmut Eichinger: Bildbandreihe Röttingen im Zeitenlauf
Band 1: Burg Brattenstein, Erste Burgfestpiele, Europastadt, Röttingen 2017, 48 Seiten, s/w;
Band 2: Leben und Arbeiten, Röttingen 2018, 72 Seiten, s/w;
Band 3: Historische Daten, Bauten und Bilder, Röttingen 2018, 104 Seiten, s/w;
Band 4: Personen, Kirche, Vereine, Feste, Röttingen 2019, 104 Seiten, s/w;
(erhältlich bei der Röttinger Tourist-Information, bei eibe Röttingen oder beim Autor)
  • Hartmut Eichinger: Chronik der Zimmererfamilie Eichinger Buch über die Zeit seit 1448 mit Berichten über 14 Generationen Zimmereibetrieb in Röttingen, Röttingen 2016 (erhältlich bei eibe Röttingen oder beim Autor)
  • Hartmut Eichinger: Visionen für Kinder Biografie des Autors mit Berichten über den Aufstieg des väterlichen Zimmereibetriebes zur Firma eibe, Röttingen 2017 (erhältlich bei eibe Röttingen oder beim Autor)
  • Pleikard Joseph Stumpf: Röttingen. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches. Zweiter Theil. München 1853, OCLC 643829991, S. 806807 (Digitalisat).
  • Michael Wieland: Röttingen – Ein Beitrag zur Geschichte dieser Fränkischen Landstadt, Original Würzburg 1858, (im Archiv von Hartmut Eichinger)
  • Michael Wieland: Röttingen – vermehrter und verbesserter Beitrag zu einer Geschichte dieser Stadt, Original Würzburg 1904, Nachdruck durch H. Eichinger 1990 (erhältlich bei H. Eichinger)

Einzelnachweise

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