SR Nr. 1–3

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Die Lokomotiven Nr. 1–3 waren eine kleine Baureihe von drei dieselelektrischen Rangierlokomotiven, die 1937 von der britischen Southern Railway gebaut wurden. Die Lokomotiven wurden von Richard Maunsell entworfen und dienten als frühe Erprobungsträger für leistungsfähige Dieselrangierlokomotiven im südenglischen Netz. Nach der Verstaatlichung 1948 wurden sie von British Railways übernommen und später als Klasse D3/12 eingestuft. Sie gelten als direkte Vorläufer der späteren BR-Klasse 12, die 1949 von Oliver Bulleid entwickelt wurde und zahlreiche konstruktive Merkmale der D3/12 übernahm.

Schnelle Fakten SR Nr. 1–3 BR D3/12 ...
SR Nr. 1–3
BR D3/12
SR Nr. 2 als BR Nr. 15202
SR Nr. 2 als BR Nr. 15202
SR Nr. 2 als BR Nr. 15202
Nummerierung: SR 1–3
BR 15201–15203
Anzahl: 3
Hersteller: Mechanik:
SR Ashford Works
Elektrik:
English Electric
Baujahr(e): 1937
Ausmusterung: 1964
Achsfolge: C
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 9227 mm
Breite: 2578 mm
Höhe: 3886 mm
Gesamtachsstand: 3505 mm
Treibraddurchmesser: 1372 mm (4 ft 6 in)
Dienstmasse: 56,1 t
Höchstgeschwindigkeit: 48 km/h (30 mph)
Installierte Leistung: 260 kW (350 bhp)
Anfahrzugkraft: 133,4 kN (30.000 lbf)
Motortyp: English Electric 6K
Motorbauart: Sechszylinder-Dieselmotor
Leistungsübertragung: dieselelektrisch
Antrieb: Tatzlager und Kuppelstangen
Kleinster Halbmesser: 60 m
Kupplungstyp: Schraubenkupplung
Zugheizung: keine
Tankinhalt: 600 imp gal (2700 l)
Konstrukteur: Richard Maunsell
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Geschichte

Entwicklung

In den 1930er Jahren benötigte die Southern Railway moderne Rangierlokomotiven für die stark ausgelasteten Güterbahnhöfe im Großraum London. Die erfolgreichen Dampflokomotiven der SR-Klasse Z sollten durch dieselelektrische Alternativen ergänzt werden. Da kein privater Hersteller Kapazitäten hatte, wurden die drei Lokomotiven in den bahneigenen Ashford Works gebaut, während English Electric den Antriebsstrang lieferte. Die Bedienelemente waren auf beiden Seiten des Führerstandes angeordnet, sodass sie von einem Triebfahrzeugführer alleine bedient werden konnte.

Die Lokomotiven besaßen einen English‑Electric‑6K‑Dieselmotor mit 350 bhp (260 kW) Leistung und zwei Tatzlager-Fahrmotoren mit einstufiger Getriebeübersetzung.[1] Alle drei Achsen waren mit Kuppelstangen verbunden.

Betrieb

Die drei Lokomotiven wurden 1937 an das Depot Norwood Junction in London Borough of Croydon ausgeliefert und im Rangierdienst des Norwood Yards eingesetzt, einem der wichtigsten Rangierbahnhöfe der Southern Railway. Nach anfänglichen Kinderkrankheiten bewährten sie sich schnell und zeigten deutliche Vorteile gegenüber Dampflokomotiven hinsichtlich Betriebskosten und Bedienkomfort.

Während des Zweiten Weltkriegs waren die Lokomotiven von 1941 bis 1945 an das War Department ausgeliehen, das die Lokomotiven auf der Martin Mill Military Railway einsetzte. Diese Bahn wurde zur Versorgung der Geschützstellungen auf den Klippen nördlich von Dover angelegt. Für diese Aufgabe wurden Diesellokomotiven gewählt, da sie aufgrund der fehlenden Rauchwolken ihre Position nicht an feindliche Artilleristen verrieten.[2]

Nach 1948 wurden die Lokomotiven von British Railways übernommen. Sie wurden in die Klasse D3/12 eingeteilt und erhielten die Nr. 15201–15203. Alle drei Lokomotiven wurden 1964 ausgemustert und später verschrottet.

Literatur

D.L. Bradley: Locomotives of the Southern Railway. Part 1. RCTS, 1975, ISBN 0-901115-30-4.

Commons: BR-Klasse D3/12 – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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