Safeen Prestige
Containerschiff unter maltesischer Flagge
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Die Safeen Prestige ist ein Containerschiff unter maltesischer Flagge. Es wurde im Irankrieg am 4. März 2026 in der Straße von Hormus schwer getroffen, geriet in Brand und wurde aufgegeben. Das Schiff nahm Wasser und drohte zu sinken. Am 9. März versuchte daher der Schlepper Mussafah 2 das Schiff zu bergen und wurde dabei selbst beschossen. Zwei Raketen trafen den Bergungsschlepper, vier Seeleute starben, drei wurden schwer verletzt. Es wird davon ausgegangen, dass beide Schiffe durch die Islamische Revolutionsgarde aus dem Iran angegriffen wurden.[1][2] Anfang April 2026 wurde berichtet, dass die Safeen Prestige gesunken war.[3]
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Geschichte
Bau und Indienststellung
Das Schiff wurde unter der Baunummer GWS420 auf der chinesischen Werft Guangzhou Wenchong Shipyard gebaut. Es gehört zum Werfttyp Wenchong 1700, von dem zahlreiche Schiffe mit teilweise leicht abweichenden Abmessungen und unterschiedlichen Ausstattungen gebaut wurden. Die Kiellegung erfolgte am 22. November 2011. Das Schiff wurde am 13. Mai 2013 abgeliefert und als STX Hongkong in Dienst gestellt. Ab September 2013 war das Schiff als Bindi Ipsa in Fahrt und wurde im Mai 2022 in Safeen Prestige umbenannt.
Beschuss 2026
Die Safeen Prestige befand sich Anfang März 2026 auf dem Weg von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten in den saudischen Hafen Dschidda.[2][4] Auf dem Weg durch die Straße von Hormus traf das Schiff am 4. März 2026 gegen 16 Uhr Ortszeit zwei Seemeilen nördlich von Oman eine Rakete nahe dem Heck. Das Geschoss setzte den Maschinenraum in Brand. Die Besatzung verließ das brennende Schiff. Der Angriff auf das Containerschiff war die vierte Attacke auf Handelsschiffe in der Region in 24 Stunden.[5]
Das Containerschiff trieb daraufhin führerlos in der Straße von Hormus, nahm Wasser und drohte zu sinken. Als der Schlepper Mussafah 2 (IMO-Nr. 9522051) von Abu Dhabi Ports den Havaristen in Schlepp nehmen wollte, wurde er laut UKMTO sechs Seemeilen nördlich von Oman von unbekannten Geschossen getroffen.[1] Das maritime Sicherheitsunternehmen Vanguard Tech teilte mit, dass der Schlepper von zwei Raketen getroffen wurde. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) erklärte, mindestens vier Seeleute an Bord des Schleppers seien getötet und drei weitere schwer verletzt worden.[6]
Technische Daten und Ausstattung
Das Containerschiff wird von einem MAN-Dieselmotor des Typs 7S60MC-C mit 16.660 kW Leistung angetrieben. Der Motor wirkt auf einen Propeller. Das Schiff ist mit einem Bugstrahlruder ausgestattet.
Die Containerkapazität des Schiffes beträgt 1.740 TEU. Es stehen Anschlüsse für Kühlcontainer zur Verfügung. Hinter der Back befindet sich ein Wellenbrecher zum Schutz der Deckscontainer vor überkommendem Wasser.
Das Deckshaus befindet sich im hinteren Teil des Schiffes. Hinter dem Deckshaus befindet sich ein Freifallrettungsboot.
Siehe auch
- Hansa Brandenburg, 2002 gebautes Containerschiff des Werfttyps Wenchong 1700
- Hansa Marburg, 2007 gebautes Containerschiff des Werfttyps Wenchong 1700