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Sainte-Maxime

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Sainte-Maxime (okzitanisch Santa Maxima oder Santo Massimo) ist eine französische Gemeinde mit 14.118 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) an der Mittelmeerküste (Côte d’Azur) im Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie ist Hauptort des Kantons Sainte-Maxime im Arrondissement Draguignan.

Die Kirche von Sainte-Maxime
Schnelle Fakten
Sainte-Maxime
Sainte-Maxime (Frankreich)
Sainte-Maxime (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département (Nr.) Var (83)
Arrondissement Draguignan
Kanton Sainte-Maxime (Hauptort)
Gemeindeverband Golfe de Saint-Tropez
Koordinaten 43° 19′ N,  38′ O
Höhe 0–532 m
Fläche 81,61 km²
Bürgermeister Vincent Morisse
Einwohner 14.118 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 173 Einw./km²
Postleitzahl 83120
INSEE-Code
Website sainte-maxime.fr
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Geschichte

Sainte-Maxime wurde um 1000 n. Chr. von Mönchen der Lérins-Inseln vor Cannes gegründet. Sie errichteten ein Kloster und benannten das Dorf nach Maxima von Rom. Die Fischerei war die wirtschaftliche Haupteinnahmequelle der Einwohner, doch im frühen 19. Jahrhundert wurden zunehmend Mengen an Holz, Kork, Olivenöl und Wein nach Marseille und Italien verschifft.[1]

Das Dorf wuchs und zog im 20. Jahrhundert Künstler, Dichter und Schriftsteller an, die das Klima, die wunderschöne Umgebung und das azurblaue Wasser genossen. Vor der Altstadt erhebt sich der charakteristische Turm, La Tour Carrée, der von den Mönchen im frühen 16. Jahrhundert zum Schutz des Dorfes vor Angreifern erbaut wurde.

Durch die Errichtung einer Kanonenbatterie und des Tour du Portalet im gegenüberliegenden Saint-Tropez wurde die gesamte Bucht geschützt. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts ordnete Napoleon die Restaurierung der Batterie an und ließ weitere Kanonen auf den Lérins-Inseln errichten. Der Turm ist heute ein Museum.

Zweiter Weltkrieg

Am 15. August 1944 stand der Strand von Sainte-Maxime im Zentrum der Operation Dragoon, der Invasion und Befreiung Südfrankreichs im Zweiten Weltkrieg. Die „Attack Force Delta“ der 45th Infantry Division landete in Sainte-Maxime.[2] Nach erbitterten Häuserkämpfen wurden die Deutschen besiegt und kapitulierten schließlich.[3] Am Fuße der Hafenmole und am Strand La Garonette im äußersten Osten der Gemeinde, der offiziell zu Les Issambres (Gemeinde Roquebrune-sur-Argens) gehört, erinnern Denkmäler an die US-Truppen.

Geographie

Sainte-Maxime liegt im Norden des Golfs von Saint-Tropez. Die bewaldeten Hügel des Maurenmassivs schützen den Ort vor dem Mistral. Das Klima ist mild (siehe auch Mittelmeerklima). Zu den exklusivsten Wohnlagen gehören die Domaine du Golf de Sainte-Maxime und die Domaine de Beauvallon im benachbarten Grimaud.

Wirtschaft

Der Tourismus ist heutzutage die wichtigste Einnahmequelle für Sainte-Maxime, doch die Stadt ist das ganze Jahr über lebendig. Gegenüber dem Hafen befindet sich die Altstadt mit Geschäften, Märkten, Restaurants, Bars und Cafés. Auf der Mole gibt es Bootsgeschäfte und ein gehobenes Restaurant sowie Schnellbootverbindungen mit Les Bateaux Verts nach Les Issambres, Saint-Tropez und Port Grimaud. Die Uferpromenade führt vorbei an Parks und den Stadtstränden sowie einem Casino.

Neben den Stadtstränden gibt es auch bewachte Strände mit der Blauen Flagge. An der Croisette im Westen befindet sich eine Segelschule. Im Osten der Stadt bieten die Strände La Nartelle, La Plage des Eléphants und La Garonette (auch Val d'Esquières genannt) Wasserski und Jetski an. Darüber hinaus gibt es mehrere kleinere, unbewachte Strände, sodass sich die öffentlich zugängliche Küstenlinie auf insgesamt 10 km beläuft. Acht Golfplätze sind innerhalb von 30 Autominuten erreichbar.

Sehenswürdigkeiten

Städtepartnerschaften

Sainte-Maxime pflegt seit 1993 eine Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Neuenbürg in Baden-Württemberg. Eine weitere Partnerschaft besteht mit Bellport im Suffolk County im US-Bundesstaat New York.

Mit Anderlecht in der belgischen Region Brüssel-Hauptstadt verbindet Sainte-Maxime ein Freundschaftsvertrag.

Galerie

Bekannte Bewohner

  • Jean de Brunhoff, der Autor der Babar-Bücher, lebte einige Zeit in Sainte-Maxime und schrieb hier den ersten Band. Einer der Strände – La Plage des Eléphants – ist nach dem berühmten blauen Elefanten benannt.
  • Die schwedische Königsfamilie (aus dem Hause Bernadotte) besitzt die Villa Mirage im Zentrum des Ortes. Sie wurde ursprünglich 1946 von Prinz Bertil als Zweitwohnsitz für sich und seine damalige Lebensgefährtin Lilian Davies, die spätere Prinzessin Lilian erworben. Der zentrale Bouleplatz mit Meerblick in Sainte-Maxime ist nach dem Prinzen benannt, da er dort regelmäßig spielte und die Gastfreundschaft der Dorfbewohner sehr schätzte.
  • Raoul Nordling war 1944 schwedischer Konsul in Paris und unternahm große Anstrengungen, Paris und seine Bürger in der Endphase des Zweiten Weltkriegs zu retten. Er überzeugte General Choltitz, Hitlers Befehl zur Zerstörung der französischen Hauptstadt zu missachten. Nordling besaß ein Haus in Sainte-Maxime, Le Mas du Gay Savoir, und wurde zum Ehrenbürger ernannt. Ein Teil der Straße nach Grimaud ist nach ihm benannt.[4]
  • Léon Gaumont war ein französischer Erfinder, Ingenieur und Industrieller, der als Pionier der Filmindustrie gilt. Gaumont hielt sich oft in Sainte-Maxime auf, wo er das Schloss Les Tourelles besaß, das um 1883 erbaut wurde. Dieses Anwesen diente als Kulisse für mehrere Filme, darunter „Judex“ von Louis Feuillade aus dem Jahr 1916, der teilweise in Sainte-Maxime gedreht wurde. Das Schloss – mit neuen Gebäuden – ist heute ein Ferienresort. Léon Gaumont starb 1946 in Sainte-Maxime.[5][6]
  • Paul Géraldy (1885–1983) war ein französischer Dichter und Dramatiker. Er besaß in Sainte-Maxime ein Haus namens „Toi et moi“ („Du und ich“), benannt nach seinem zweiten Buch (das ihm den Durchbruch brachte). Das Haus liegt östlich des Ortes oberhalb des Strandes von Madrague und ist heute in Wohnungen aufgeteilt.
  • Victor Margueritte (1866–1942) war ein französischer Schriftsteller und häufiger Gast in Sainte-Maxime. Um 1920 erwarb und gestaltete er ein großes Anwesen, La Madrague, das sich vom Meer bis zum Gipfel des Colline Meinier erstreckte und eine prächtige Südausrichtung bot. [11] Der Schriftsteller lebte bis 1938 mit seiner Frau in seinem Turm.[7]
  • Michel Constantin (1924–2003) war ein französischer Filmschauspieler. Er war ein häufiger Gast in Sainte-Maxime, wo er eine Villa in Beauvallon besaß.
  • Paul Bernard (1929–2015), der in Sainte-Maxime geborene und aufgewachsene Archäologe und Hochschullehrer gilt als Entdecker der griechisch-baktrischen Stadt Ai Khanoum im heutigen Afghanistan.
Commons: Sainte-Maxime – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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