Samuel Douglass

US-amerikanischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Samuel A. „Sam“ Douglass (* 1998 in Newport, Vermont) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikaner aus Vermont. Er wurde 2024 im Wahlbezirk 1 (Orleans) in den Senat von Vermont gewählt und gehörte von Januar 2025 bis Oktober 2025 dem Senat an.

Leben

Der in Newport geborene Douglass wuchs in Jay und North Troy im Orleans County auf.[1] Nach der Scheidung seiner Eltern wurde er von seiner alleinerziehenden Mutter aufgezogen.[2] Er besuchte die Troy School, die North Country Union Junior High School und die North Country Union High School. Hiernach studierte Douglass am Johnson State College. Während des Studiums arbeitete er als Essenslieferer, in der Gastronomie und im Gesundheitswesen. Nach dem Studienabschluss war er für Lamoille County Mental Health Services und für Great Northern Land Company. Er betreibt den Stand für ökologisch angebautes Gemüse der Farm seiner Familie und betreibt mit seiner Frau einen kleinen Online-Shop. Zusätzlich ist er Friedensrichter in Troy und ehrenamtlich für Essen auf Rädern tätig.[1]

Er ist mit Brianna Douglass verheiratet, die dem Vorstand der Nationalen Jungen Republikaner angehörte.[3]

Politik

Samuel Douglass ist Gründungsmitglied der Jungen Republikaner Vermonts und war Vorsitzender der Jungen Republikaner in seinem Bundesstaat.[4]

Bei den Wahlen 2022 kandidierte Samuel Douglass erstmals für den Senat von Vermont. Er unterlag dem Demokraten Robert Starr mit 41,7 % zu 58,1 %.[5]

Als er bei der Wahl 2024 erneut antrat, erhielt er Wahlempfehlungen von dem amtierenden Gouverneur Phil Scott und dem ehemaligen Gouverneur Jim Douglas.[6] Er setzte sich in der republikanischen Vorwahl gegen Aime Conrad Bellavance mit 54,1 % durch.[5] Er gewann die Hauptwahl im November 2024 gegen die demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus von Vermont Katherine Sims mit 56,2 %.[7] Am 8. Januar 2025 trat Douglass sein Amt als Senator an.[8] Die Wahl war von erheblichen Verlusten der Demokraten und Zugewinnen der Republikaner geprägt gewesen. So stieg die Zahl der Republikaner in Vermonts Senat von sieben auf dreizehn.[9]

Chat-Skandal

Am 14. Oktober 2025 veröffentlichte Politico Inhalte eines von Januar 2025 bis August 2025 reichenden Gruppen-Chats zwischen führenden Mitgliedern der Jungen Republikaner aus mehreren Bundesstaaten auf Telegram. Zweck war die Koordinierung der Machtübernahme bei den Jungen Republikanern auf Bundesebene mit einem strikten Pro-Trump-Programm. In dem Chat wurden zahlreiche antisemitische und rassistische Äußerungen getätigt, Sympathie mit Adolf Hitler sowie Fantasien, politische Gegner in Gaskammern zu senden und zu vergewaltigen, geteilt.[10] Douglass äußerte sich in dem Chat unter anderem über einen anderen Jungen Republikaner, der sich mit einer Inderin traf. Auf den Einwurf des Vorsitzenden der New York State Young Republicans, dass die Frau keine Inderin sei, erwiderte Douglass, dass sie halt nur nicht oft genug bade. Seine Frau äußerte sich antisemitisch dahin, dass man von Juden nicht erwarten könne, ehrlich zu sein.[3]

Vermonts Gouverneur Phil Scott rief Douglass auf, zurückzutreten.[11] Paul Dame, der Parteivorsitzende der Republikanischen Partei in Vermont, forderte Sam Douglass auf, sich zu äußern und die Kommentare im Chat auf das schärfste zu verurteilen.[12] Scott Beck, der Führer der Republikaner im Senat von Vermont und Pattie McCoy, die Führerin der Republikaner im Repräsentantenhaus von Vermont forderten Douglass Rücktritt.[13] Am 15. Oktober entschuldigte sich Douglass bei seinen Wählern und Parteifreunden, erklärte aber nicht den Rücktritt.[12] Am übernächsten Tag erklärte er seinen Rücktritt.[14]

Einzelnachweise

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