Sandra Knecht
Schweizer Künstlerin
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Leben und Wirken
Sandra Knecht ist im Zürcher Oberland aufgewachsen. Sie arbeitete während 25 Jahren als Sozialpädagogin, bevor sie sich entschied, hauptsächlich als Künstlerin tätig zu werden. Sie studierte von 1992 bis 1996 an der Schauspielakademie Ulm und ist Inhaberin eines Theaterregiediploms.[2][3] Von 2011 bis 2014 studierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste und schloss den Master of Fine Arts mit Auszeichnung ab.[4] Während des Kunststudiums begann sie sich mit den Themen Heimat und Identität auseinanderzusetzen, welche ihr Schaffen prägen.[5]
Zur künstlerischen Praxis von Sandra Knecht gehören das Kochen, Film und Performance.[6]
Projekt «Chnächt»
Sandra Knecht eröffnete im November 2016 die «Chnächt» Scheune am Basler Hafenareal.[7][8] Eine Intention der Künstlerin bestand im Schaffen eines Heimatortes inmitten eines Unortes, zur Findung ihrer künstlerischen Identität.[9] Die für einen Franken ersteigerte Scheune stand seit den 1930er Jahren in Boncourt JU und wurde ab- und an der Uferstrasse in Basel originalgetreu wieder aufgebaut.[10] Das Gebäude wurde für den gastronomischen Betrieb ausgebaut. Während vier Jahren fand im «Chnächt» eine monatliche Veranstaltungsreihe mit dem Titel «Immer wieder sonntags» statt. Dabei bekochte die Künstlerin während vier Jahren jeweils 30 Personen mit fünf Gängen, ohne ein Rezept zu verwenden und ohne dass ein Gericht wiederholt serviert wurde. Am «Chnächt» kam es mehrmals zu Vandalismus.[11]
Einzelausstellungen (Auswahl)
- 2014: Am Gone To Carolina In My Mind, Kaskadenkondensator, Basel[12]
- 2016: #Troja, Galerie Idea Fixa, Basel
- 2017: Salon Suisse: Two: eating well, Biennale in Venedig[13]
- 2018: Beehave; Die Honigbiene als künstlerische Inspiration, Kunsthaus Baselland[14]
- 2020: Sandra Knecht – my land is your land, Galerie Stephan Witschi, Zürich[15]
- 2021: Babel, Park des Hofguts Mapprach, Zeglingen[16]
- 2025: Home Is a Foreign Place, Kulturstiftung H. Geiger | KBH.G., Basel[17][18]
Koch- und Ess-Happenings, Performances
- 2007: Orientalisches Café, Thomas Isler, mit Reiseberichten von Johanna Lier, Sandra Knecht, Dolly Dhingra, Raphael Urweider, Chantal Elisabeth, Sabine Hagmann, Les Complices*, Zürich[19]
- 2015–2019: Immer wieder sonntags, monatlich, Chnächt, Basel
- 2016: #Troja, Galerie Idea Fixa, Basel
- 2018: Der Lauf der Dinge, Bürgenstock-Konferenz, Kultur- und Kongresszentrum, Luzern
- 2018: Streetwise, Römerberg, Frankfurt am Main
- 2018: Hidden Bar, Art Basel, Basel
- 2018: Autorreconstrucción: Social Tissue, Kunsthaus Zürich, Zürich
- 2018: Bœuf sous-vide, Betty Bossi, Kaufleuten, Zürich
- 2018: Salon Suisse, Palazzo Trevisan degli Ulivi, Biennale di Venezia, Venezia
- 2019: Genusswoche Basel, Basel[20]
- 2019: Chnächt, Locarno Garden la Mobiliare, Castello Visconteo, Locarno[21]
- 2019: Futur, Casa d’Angel, Lumbrein
- 2019: Gletschermilch, Kunsthaus Baselland, Muttenz
- 2020: Genusswoche Basel, Basel[22]
- 2020: Erntedank, Lavin
- 2020: The Dinner Party, Revolutionisnotalovesong, Galerie & Edition Stephan Witschi, Zürich
- 2020: Hochgenuss, Gastro Suisse, Kartause Ittingen, Warth
- 2025: The Dinner Party. Kulturstiftung H. Geiger | KBH.G., Basel, The Magazine – Serpentine North Gallery, London[23]
Filme und Videoarbeiten
- 2011–2014: Jung Brutal Gutaussehend, Video
- 2015: sirocco, 8 mm digitalisiert
- 2015: Und oben sitzt ein Affe, Video
- 2022: Dark night (video version), mit einem Song der Band Fiji
Auszeichnungen/Ehre
- 2022: Schweizer Kunstpreis (Swiss Art Award)[24]
- 2023: Stipendium der Kantone Basel-Stadt und Baselland
- 2020: Swisslos Fonds[25]
- 2017: ADC Switzerland, Bœuf sous-vide, Art Direction[26][27]
- 2016: Werkbundpreis, Deutschland[28]
- 2015: Stipendium der Kantone Basel-Stadt und Baselland
- 2013: Z+ Stipendium der Zürcher Hochschule der Künste, Zürich[29]
Veröffentlichungen
- Kulturstiftung Basel H. Geiger Geiger | KBH.G: Home Is a Foreign Place, Hatje Cantz Berlin, 2025, ISBN 978-3-7757-5934-2
- Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung: Sandra Knecht. Cahiers d’Artistes 2021. Edizioni Periferia Luzern, 2021, ISBN 978-3-907205-16-7.
- Sandra Knecht: Babel. Christoph Merian Verlag, 2021, ISBN 978-3-85616-954-1.
- Sandra Knecht – Collection Cahiers d’Artistes 2021, Pro Helvetia Swiss Arts Council Schweizer Kulturstiftung, Edizioni Periferia, ISBN 978-3-907205-16-7[30]