Sankt Johann im Saggautal

Gemeinde im Bezirk Leibnitz, Steiermark From Wikipedia, the free encyclopedia

Sankt Johann im Saggautal ist eine Gemeinde mit 1961 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Leibnitz im österreichischen Bundesland Steiermark.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Sankt Johann im Saggautal
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Sankt Johann im Saggautal
Sankt Johann im Saggautal (Österreich)
Sankt Johann im Saggautal (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 27,03 km²
Koordinaten: 46° 42′ N, 15° 24′ O
Höhe: 316 m ü. A.
Einwohner: 1.961 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 73 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8452, 8453, 8454
Vorwahl: 03455
Gemeindekennziffer: 6 10 32
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
St. Johann 37
8453 St. Johann im Saggautal
Website: www.st-johann-saggautal.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Schmid (Unabhängige Liste)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
10
4
1
10 4 1 
Insgesamt 15 Sitze
  • UListe: 10
  • ÖVP: 4
  • NBListe: 1
Lage von Sankt Johann im Saggautal im Bezirk Leibnitz
Lage der Gemeinde Sankt Johann im Saggautal im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)GabersdorfLang
Lage der Gemeinde Sankt Johann im Saggautal im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in St. Johann im Saggautal
Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in St. Johann im Saggautal
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Der Hochaltar der Pfarrkirche
Filialkirche St. Georgen am Lukowitsch
Das „Rauchstubenhaus“ in Gündorf ist das älteste erhaltene Bauernhaus in der Südsteiermark

Geografie

Sankt Johann im Saggautal liegt am Eichberg in der Südsteiermark. Das Saggautal mündet in das Sulmtal, das sich bis nach Leibnitz zieht und am anderen Ende erstreckt sich die Remschnigg Alm die an Slowenien grenzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortsteile (Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):

  • Eichberg (295)
  • Gündorf (158)
  • Narrath (39)
  • Praratheregg (48)
  • Radiga (185)
  • Saggau (361)
  • Sankt Johann im Saggautal (402)
  • Untergreith (473)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eichberg-Arnfels, Gündorf, Praratheregg, Radiga, Saggau, St. Johann im Saggautal, Untergreith.

Tourismusverband

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Großklein, Heimschuh, Kitzeck im Sausal, St. Andrä-Höch, Gleinstätten, St. Nikolai im Sausal und Tillmisch den Tourismusverband „Sulmtal Sausal – Südsteirisches Weinland“. Dessen Sitz ist Kitzeck im Sausal.[2]

Geschichte

Die Funde von antiken Grabhügeln zwischen St. Johann im Saggautal und Untergreith deuten auf eine Besiedlung zur Zeit der römischen Besatzung hin. Um 1100 schenkte Graf Heinrich von Spannheim das Dorf Saggau dem Stift St. Paul im Lavanttal.[3]

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das Deutsche Reich kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Sankt Johann im Saggautal: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
2.557
1880
 
2.612
1890
 
2.474
1900
 
2.430
1910
 
2.473
1923
 
2.425
1934
 
2.478
1939
 
2.324
1951
 
2.326
1961
 
2.065
1971
 
1.996
1981
 
2.081
1991
 
2.121
2001
 
2.090
2011
 
2.071
2021
 
2.002
2025
 
1.961
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:[4][5][6]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021[7] 20112001 2021[7]20112001
Land- und Forstwirtschaft 1) 80 195245 94113155
Produktion 21 1912 716246
Dienstleistung 83 7543 329266187
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Verkehr

Die wichtigste Straßenverbindung ist die Arnfelserstraße L604, die die Südsteirische Grenz Straße B69 im Süden mit der Sulmtal Straße B74 im Norden verbindet.

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Wies, rund 15 Kilometer westlich, und Leibnitz, etwa 20 Kilometer im Osten.

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Johann Schmid (Unabhängige Liste).[8]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters die Vizebürgermeisterin Angelika Schmid (Unabhängige Liste) und der Gemeindekassier Nino Heiserer (FPÖ) an.[8]

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020 setzt sich dieser wie folgt zusammen:[9]

Weitere Informationen Partei, Sti. ...
Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2020 2015 2010 2005 2000
Sti. % M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M.
ÖVP 313 28 4 460355 454335 548437 2772103
SPÖ 53 5 0 107081 178132 219172 0670500
FPÖ nicht kandidiert 102081 nicht kandidiert nicht kandidiert 0770601
NEOS nicht kandidiert 023020 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Die neue BürgerListe - Team René Lampel 115 10 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Unabhängige Liste St. Johann i. S. 641 57 10 616478 763558 507406 8696711
Wahlberechtigte 1.713 1.757 1.757 1.692 1.611
Wahlbeteiligung 66 % 75 % 81 % 77 % 81 %
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Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. März 1961.

Wappenbeschreibung: „In grünem Schild ein silberner schrägrechter Wellenbalken, rechts unten begleitet von einer goldenen Ähre, links oben von einer goldenen Fahne, deren links abfliegendes Fahnenblatt ein schwarzes Kreuzchen zeigt. Die Spitze der Fahnenstange ziert ein Kreuz.“[10]

Das Gemeindewappen ist ein Zeichen für alle und alles, was in der Gemeinde lebt, blüht und gedeiht. Der Kreuzstab gilt als Symbol des heiligen Johannes des Täufers. Der schrägrechte Wellenbalken symbolisiert das Saggautal bzw. den Saggaubach selbst. Die goldene Ähre steht für die Fruchtbarkeit des Bodens und den Fleiß der Bevölkerung.[11]

Persönlichkeiten, die am Ort wirkten

Einzelnachweise

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