Scharhörn (Schiff, 1974)

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Die Scharhörn (heute Fortuna B) war ursprünglich ein Schadstoffunfall-Bekämpfungsschiff der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Sie wurde vom Reedereizentrum der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung betrieben und im November 2025 versteigert. Bis dahin wurde das Schiff als Tonnenleger und zur Unterhaltung von Schifffahrtszeichen (Schifffahrtszeichenfahrzeug), zur Schadstoffunfallbekämpfung, Brandbekämpfung, für Hilfeleistungen auf See (insbesondere das Notschleppen) und für schifffahrtspolizeiliche Aufgaben eingesetzt. Es trug den Namen der Insel Scharhörn im Mündungsgebiet der Elbe. Anfang 2026 benannte der neue Eigner die Scharhörn in Fortuna B um. Ab dem 28. April 2026 kam das Schiff als Schlepper für die Barge zum Einsatz, mit welcher der gestrandete Buckelwal „Timmy“ aus der Wismarer Bucht ins Skagerrak befördert wurde.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Scharhörn
2020 in der Flensburger Förde
2020 in der Flensburger Förde
Schiffsdaten
Flagge Deutschland Deutschland (1974–2025)
Danemark Dänemark (seit 2026)
andere Schiffsnamen Ostertor (1974–1982)
Fortuna B (seit 2026)
Schiffstyp Mehrzweckschiff
Klasse Typ 4500 PSV
Rufzeichen DGOQ (bis 2025)
OWAG2 (seit 2026)
Heimathafen Hamburg (bis 1982)
Kiel-Holtenau (bis 2025)
Eigner Bundesministerium für Digitales und Verkehr (bis 2025)
O.S. Energy GmbH - Marine Power Solutions (seit 2026)
Bauwerft Rheinwerft Walsum
Baunummer 1112
Stapellauf 9. Februar 1974
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 56,12 m (Lüa)
Breite 14,23 m
Tiefgang (max.) 4,68 m
Vermessung 1.305 BRZ / 391 NRZ
 
Besatzung 14 Personen
Maschinenanlage
Maschine 2 × Dieselmotoren (MTU 12 V 4000 M 60)
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 2.575 kW (3.501 PS)
Höchst­geschwindigkeit 12,5 kn (23 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 908 tdw
Sonstiges
Pfahlzug

400 kN (40 t)

Sonstiges
Klassifizierungen Lloyd’s Register GL + 100 A5 E + MC Aut
Registrier­nummern IMO 7349455
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Allgemeines

Das Schiff ist für den Einsatz als Schifffahrtszeichenfahrzeug mit einem Tonnenkran ausgerüstet, der je nach Auslage zwischen 5 und 12 t heben kann. Für die Brandbekämpfung verfügt das Schiff über insgesamt fünf Löschkanonen (Monitore). Zwei davon können von der Brücke des Schiffes aus ferngesteuert werden. An Bord befindet sich ein Behandlungsraum mit vollständiger Notarztausrüstung.

Das Schiff wurde im Jahr 1974 unter dem Namen Ostertor unter der Baunummer 1112 auf der Rheinwerft Walsum für die damalige VTG Versorgungsschiffahrt G.m.b.H., Bremen, gebaut. Es war einer von 14 Bohrinsel-Versorgern des Typs 4500 PSV.[1][2] Im November wurde die Ostertor an die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel verkauft. 1982 wurde sie auf der Elsflether Werft zum Mehrzweckschiff Scharhörn umgebaut. Damit war sie das älteste der vier Mehrzweckschiffe des Bundes und der Prototyp für die weiteren Schiffe dieser Art.

Die Scharhörn unterstand zunächst dem Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven und wurde in der Deutschen Bucht eingesetzt. 1998 wurde sie durch die Neuwerk ersetzt und dem damaligen Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck unterstellt. Ihr Einsatzgebiet war die westliche Ostsee von Flensburg bis zum Leuchtturm Buk in der Mecklenburger Bucht.

Angetrieben wird das Schiff durch zwei Zwölfzylinder-Viertakt-Dieselmotoren des Herstellers MTU, die über eine Leistung von je 1320 kW verfügen. Die beiden Motoren wirken jeweils auf einen Verstellpropeller. Weiterhin verfügt das Schiff über ein Bugstrahlruder.

Die Scharhörn wurde ab November 2025 in einer Versteigerung zum Verkauf angeboten. Im Januar 2026 ging sie an den neuen Eigner O.S. Energy GmbH - Marine Power Solutions und erhielt den Namen Fortuna B.[3]

Ersatz

Die Scharhörn wurde im Jahr 2025 durch das Typschiff der neuen Scharhörn-Klasse ersetzt.[4]

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Commons: Scharhörn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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