Wikiwand AI

Schlacht bei Wiesloch (1632)

Schlacht des Dreißigjährigen Kriegs From Wikipedia, the free encyclopedia

In der Schlacht bei Wiesloch am 16. Augustjul. / 26. August 1632greg. schlugen die Schweden unter Gustaf Horn die Kaiserlichen unter Ernesto Montecuccoli.

Datum16. Augustjul. / 26. August 1632greg.
AusgangSieg der schwedischen Truppen
Schnelle Fakten Datum, Ort ...
Schlacht bei Wiesloch
Teil von: Schwedischer Krieg, Dreißigjähriger Krieg

Die Schlacht bei Wiesloch am 16. Augustjul. / 26. August 1632greg., nach einem Stich von Matthäus Merian (Blickrichtung nach Osten) In der Bildmitte ist die evangelische Stadt-Kirche von Wiesloch, die Stadtmauer und die „Leimbach“ zu erkennen.
Datum 16. Augustjul. / 26. August 1632greg.
Ort Wiesloch
Ausgang Sieg der schwedischen Truppen
Konfliktparteien

Schweden 1520 Schweden

Romisches Reich Heiliges 1400 Heiliges Römisches Reich

Befehlshaber

Gustaf Horn

Ernesto Montecuccoli

Schließen

Vorfeld

Johann T’Serclaes von Tilly
Gustav II. Adolf

Bis zum 26. April 1622, einen Tag vor der Schlacht bei Mingolsheim, sammelte Tilly seine Truppen in Wiesloch und griff am 27. April 1622 von Norden kommend in Mingolsheim an. Nachdem er in dieser Schlacht am Ohrenberg von Mansfeld geschlagen wurde und über 2.000 Mann auf seiner Seite gefallen waren, floh er über Östringen, Zeutern, Odenheim durch das Katzbachtal[1] nach Wimpfen. Dort gewann er neun Tage später die Schlacht bei Wimpfen. Tilly zog es weiter zur Schlacht bei Höchst, eroberte darauf Heidelberg, Mannheim und Frankenthal (Pfalz) zurück.

Der Schwedenkönig Gustav II. Adolf trat 1630 auf die Seite der Protestanten, damit änderte sich die Lage auf dem Kriegsschauplatz. Sein Siegeszug führte ihn tief in den deutschen Süden.

Vertreibung der Kaiserlichen

In der 2. Etappe des Dreißigjährigen Krieges rückten die Schweden (Schwedeneinfall 1632)[2] mit 40.000 Mann in die Kurpfalz ein. Das schwedische Heer verfolgte die von Tilly befehligten bayerischen Truppen und schlug sie in der Schlacht bei Rain am Lech[3] am 14./15. April 1632 vernichtend. Tilly starb an den Folgen einer Verwundung (Tetanus) am 30. April 1632 in Ingolstadt. Die Schweden besetzten Bayern.

Wiesloch wird von den Schweden erobert und besetzt

Im Mai 1632[4] eroberten die Schweden unter ihrem General Gustaf Horn[5] Wiesloch. Der kaiserliche General Ernesto Montecuccoli (* 1582; † 17. Juni 1633 in Colmar) und Oberst Ossa (von) Hanau-Lichtenberg unterlagen in diesem Kampf.

Am 20. Juli 1632[6] kam es in Wiesloch zu Kämpfen zwischen den schwedischen Besatzungssoldaten und der Kaiserlich-Bayerischen Reiterei, welche dabei eine Niederlage erlitten.

Die Schlacht vor Wieslochs Stadtmauern

Am 16. August 1632 (im Julianischen Kalender)[7] (nicht 1633)[8] fand vor den Toren Wieslochs eine Schlacht[9] statt. Schwedische und kaiserliche Truppen standen sich (erneut?) gegenüber.

„16. August 1632. Durch eine Fehleinschätzung der schwedischen Truppenstärke geraten die Kaiserlichen in einen Hinterhalt und ziehen sich nach erheblichen Verlusten nach Süden zurück. In Wiesloch brennt die vor der südlichen Stadtmauer gelegene Stadtmühle ab. Merian hält das Treffen in allen Einzelheiten in einem Kupferstich fest.“

Ludwig Hildebrant: Historisches Wiesloch. 2000

Trotz der bildlichen Überlieferung auf dem Merian-Stich ist der genaue Ort der Schlacht noch nicht identifiziert worden.[10] Bei den Auseinandersetzungen wurde die Burg in Rotenberg zerstört, ebenso wie die Nachbarorte Dielheim, Horrenberg und Balzfeld, die zum Hochstift Speyer gehörten und dem Amt Kislau unterstanden.

Nach diesem Sieg besetzen die Schweden Stollhofen und Lichtenau. Am 31. August 1632 marschieren die Schweden in Straßburg ein. Die schwedischen Truppen besetzten danach auch Bühl 1632–1634 und 1643.

Nach Gustav Adolfs Tod (16. November 1632 bei Lützen) waren 12.000 schwedische Soldaten führungslos und zogen marodierend durch das Land.

Literatur

  • Ludwig Hildebrant, Helmut Mohr: Historisches Wiesloch. Ein Führer zu den Sehenswürdigkeiten der Winzerstadt. Verlag K. F. Schimper, 2000, ISBN 3-87742-147-4.
  • Harald Gomille: Die Geschichte der Gemeinde Dielheim mit Horrenberg, Balzfeld, Unterhof und Oberhof. (Ortschronik Teil 1) Thorbecke 1994, S. 356.
  • Albert Fuchs: Kronau (Kisslawer Ampts). Kleiner Beitrag zur Heimatgeschichte. Verlag O. Katz, 1927.
  • Joh. Phil. Dorinus: Bayerische Niederlag bei Wiesloch und die Mordthaten zu Hilspach und Necargemündt. Joh. Lancellot, Heidelberg 1622 (Staatsbibliothek München, Bavar. 3000 VII.29).
  • Josef von Golitschef: 1000 Jahre Marktrecht. Stadt Wiesloch, 1965, S. 59 f. (16.8.1633)
  • Wilhelm Winter, Heinrich Winter: Geschichte der Stadt Wiesloch. Winter & Winter, 1904.
  • @1@2Vorlage:Toter Link/www.uni-mannheim.deJohann Christoph Wagner: Der Pfaltz am Rhein Staat-, Land-, Staedt- und Geschicht-Spiegel. Koppmayer, Augsburg 1690, S. 38 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2021. Suche im Internet Archive)

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks