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Schloss Königshof (Bruckneudorf)

Schloss in Bruckneudorf, Bezirk Neusiedl am See, Burgenland, Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Schloss Königshof ist eine ehemalige barocke Schlossanlage im Ortsteil Königshof der Gemeinde Bruckneudorf im Burgenland. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk war bis 1912 das Verwaltungszentrum der ungarischen Besitzungen des Stiftes Heiligenkreuz, zu der bis zum Verkauf an das k.u.k. Militärärar im Jahr 1912 auch das gesamte Gebiet der Kaisersteinbrucher Steinbrüche gehörte.[1]

Königshof, Gemälde von Theodor Festorazzo (1800–1862)
Schloss Königshof, um 1900
Wappen Abt Gerhard Weixelberger über dem Portal
Königshof Schlosseingang

Historisch, geografisch und wirtschaftlich besteht eine enge, jahrhundertelange Verbindung zur Nachbarortschaft Kaisersteinbruch.

  • Stiftsverwaltung: Vom 1. Jänner 1601 bis 1912 befand sich im Schloss Königshof die herrschaftliche Verwaltung für die umliegenden Besitzungen des Stiftes Heiligenkreuz, der Verwalter handelte als Vertreter des Abtes.[2]

Das heutige Schloss Königshof wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der Nähe einer bestehenden Mühle bei Wilfleinsdorf am Ufer der Leitha errichtet. Bereits 1621 wurde die Anlage im Zuge des Aufstandes von Gábor Bethlen durch aufständische Truppen weitgehend niedergebrannt und verwüstet.[3]

Nach den Zerstörungen leitete das Stift Heiligenkreuz den Wiederaufbau und die Erweiterung des Gutshofes ein. Unter der Leitung von Abt Clemens Schäffer (1658–1693) wurde die Anlage barockisiert. Im Jahr 1676 beauftragte Schäffer den Bau der Dreifaltigkeits-Schlosskapelle.[4]

Turmuhr

Abt Christoph Schäffer (1614–1637) bestellte für Königshof am 16. Dezember 1636 beim Uhrmacher Martin Schmidt in Mödling eine mit vier Zifferblättern zu versehende Turmuhr zu 180 Gulden.[5]

Kastner

Als historische Verwaltungsbeamte, die Kastner, sind überliefert[6]: Johannes Loher, Schneider 1617–1620; Vitus Mayr 1669–1673; Ignaz Frisch, Sattler 1693–1695; Jakob Gegenberger, Schuster 1695–1698; Christoph Schmidt 1698–1700; Ignaz Frisch 1709–1717 nach 1721 nochmals Sebastian Siebenbürger 1735–1736 (†) in Steinbruch begraben; Andreas Maystaller 1765–

Dreifaltigkeits-Kapelle

Abt Clemens Schäffer (1658–1693) beauftragte 1676 den Bau der großen Dreifaltigkeits-Capelle im Schloss Königshof.[7] Den Altar lieferte Thomas Rueff, Hof-Tischler von Wien, am 30. Juni, die Statuen des hl. Benedict und Bernard fertigte der Bildhauer Georg Niclas Mayr. Auf den Altar kamen ein großes und ein kleines Bild, für welche der Maler Matthäus Managetta am 16. Oktober 60 Gulden bekam.[8]

1745 Kapelle Elias Hügel eigenhändig geschrieben

Neuerlich wurde der Gutshof 1683 von den Türken ausgeplündert und verheert. Kaum wiederhergestellt, fügten ihm 1703 umherstreifende Kuruzzen schweren Schaden zu. Abt Gerhard Weixelberger (im Amt 1705–1728) ließ die Schäden beheben. Sein Wappen befindet sich über dem Hauptportal des Gebäudes. Seine Beziehung zu Königshof ging auf die Zeit von 1693 bis 1696 zurück, als er Pfarrverweser im Bereich des Steinbruchs war.

Neubau der Schlosskapelle

Hof-Steinmetzmeister Elias Hügel war auch der Steinmetz des Stiftes Heiligenkreuz. Beim Neubau der Haupt-Capelle in Königshof 1745 leitete er die Steinmetzarbeiten. Der auswendige Sockel, rundum 3 Schuh hoch, Gesims rundherum, eine Tür, vier Fenster, Stein zu denen Capitelern und zwei Schild-Platten.[9]

Stiftsverwaltung im Schloss Königshof bis 1912

Literatur

Commons: Schloss Königshof (Bruckneudorf) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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