Schlösschen Naumburg (Saale)
Bauwerk in Naumburg, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt
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Das Schlösschen ist ein Gebäude am Markt der Stadt Naumburg (Saale).

Geschichte
Das Haus wurde 1498 nach Umbauten vom alten Haus als zwei Bürgerhäuser fertiggestellt. Von 1537 bis 1542 musste das Schlösschen nach einem Stadtbrand wiederaufgebaut werden. Dabei entstanden auch zwei Gewölbe für Handelswaren und Kaufleute. Das wiederaufgebaute Haus hat den Stil eines Frührenaissancebaus. Ab 1542 residierte im Schlösschen der Theologe und Reformator Nikolaus von Amsdorf (1483–1565). Er wurde der erste evangelische Bischof Naumburgs.[1]
1645 kam es zu einem weiteren Umbau durch den Herzog, wobei der Baumeister Hans Witzlenke war.[2] Nach Luftangriffen im April 1945 wurde es fast komplett neu gebaut. Dabei wurden vier große Zwerchhäuser angebaut.
Nach umfangreichen Sanierungen in den Jahren 2011 und 2012 wird es gegenwärtig (Stand: 2026) als Galerie genutzt. Der angrenzende Seitenflügel wurde 1540 bis 1542 wurde mit zwei Zwerchhäusern geschmückt, die zum Rathaus orientiert waren. Diese Zierde mit dekorativem Blendmaßwerk ist vermutlich der Grund für den Namen "Schlösschen".[1]
Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 80939 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.[3]
Merkmale
Das Gebäude hat mehrere Zwerchhäuser und ein Lederloch (eine Unterführung) als schnellerer Weg direkt zur Kirche. Innen erkennt man ein Kreuzgratgewölbe. An der Fassade finden sich Wandanker und Gesimse. Das Dach hat eine Dachgaube, ein Dachgesims als Übergang und Spitzbogen.
Nutzung
Heute (Stand: 2026) wird das Gebäude als Galerie und Information genutzt, die Galerie ist fast täglich geöffnet. Im Obergeschoss befinden sich drei große Ausstellungsräume, die durch das Theater und Stadtmuseum Naumburg bespielt werden.[1]