Schwadermühle (Cadolzburg)
Ortsteil des Marktes Cadolzburg im mittelfränkischen Landkreis Fürth
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Schwadermühle (fränkisch: Schwohdea-mil[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Cadolzburg im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Schwadermühle liegt in der Gemarkung Roßendorf.[4]
Schwadermühle Markt Cadolzburg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 28′ N, 10° 52′ O |
| Höhe: | 316 m ü. NHN |
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 90556 |
| Vorwahl: | 09103 |
Luftaufnahme der Schwadermühle (2020) | |

Geografie
Die Einöde liegt am Farrnbach. Im Norden grenzt das Gewerbegebiet Schwadermühle an. Die Staatsstraße 2409 führt nach Cadolzburg (1,6 km südlich) bzw. zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 8 bei Seukendorf (1,5 km nordöstlich). Die Kreisstraße FÜ 2 führt nach Seckendorf (1,4 km nordwestlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Urbar der Burggrafschaft Nürnberg, das um 1370 entstanden ist, als „Swadermuel“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist das mittelhochdeutsche Wort „swaderer“ (= Schwätzer) und soll wohl das „geschwätzige“ Plätschern des Wassers beschreiben.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Schwadermühle zur Realgemeinde Greimersdorf. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Cadolzburg als Grundherrn.[7] Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Schwadermühle die Hausnummer 12 des Ortes Greimersdorf.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schwadermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Steinbach zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Roßendorf an.[8]
Am 1. Juli 1972 wurde Roßendorf mit der Schwadermühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Cadolzburg eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Cäcilia (Cadolzburg) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Otto (Cadolzburg) gepfarrt.[22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schwadermühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 225 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 155.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 170 (Digitalisat). Ebd. S. 232 (Digitalisat).
- Wolfgang Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1963, DNB 455524629, S. 89.
Weblinks
- Schwadermühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 21. November 2021.
- Schwadermühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 21. September 2019.
- Schwadermühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 16. Mai 2025.
