Schwagstorf (Ostercappeln)
Ortsteil der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen
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Schwagstorf ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1972 eine Gemeinde im damaligen Landkreis Wittlage.
Schwagstorf Gemeinde Ostercappeln | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 22′ N, 8° 13′ O | |
| Fläche: | 30,8 km²[1] | |
| Einwohner: | 2028[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 66 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |
| Postleitzahl: | 49179 | |
| Vorwahl: | 05473 | |
Lage von Schwagstorf in Niedersachsen | ||
Geographie
Der Ortsteil liegt nordwestlich des Ortskerns von Ostercappeln, erstreckt sich im Südwesten bis ins Wiehengebirge und wird vom Mittellandkanal durchquert. Neben dem eigentlichen Dorf Schwagstorf gehören auch die kleinen Ansiedlungen Driehausen, Felsen und Horst zum Ortsteil, der aus einer alten Bauerschaft hervorgegangen ist. Im Ortsteil liegt der Kronensee, ein ehemaliges Baggerloch.
Geschichte
Die Bauerschaft Schwagstorf gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Hunteburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Schwagstorf zum Kanton Ostercappeln des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Ostercappeln im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Schwagstorf zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Wittlage-Hunteburg. 1867 fiel Schwagstorf mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Wittlage. Am 1. Juli 1972 wurde Schwagstorf im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück.
Einwohnerentwicklung
Wappen
| Blasonierung: „In Silber (Weiß) ein blauer Wellenbalken, oben balkenweise eine rote Raute zwischen zwei roten Eicheln unten eine rote Korngarbe aus acht Ähren.“[7] | |
| Wappenbegründung: Das von Hans-Heinrich Reclam entworfene Wappen wurde 1990 anlässlich der 900-Jahr-Feier der Ortschaft zur Nutzung aller Bürger und Vereine überreicht. Die Raute entstammt dem Wappen der Herren von Cappel, welche über große Teile des Gemeindegebiets herrschten. Die Eicheln erinnern an die zahlreichen Eichen, die von je her die Fachwerkhöfe schützten. Der Wellenbalken steht für den nahe gelegenen Mittellandkanal; die Korngarbe für die Landwirtschaft. |
Boden-, Bau- und Naturdenkmale
Nahe der Driehauser Feldstraße liegt das Großsteingrab Driehauser Steine. Weiter westlich liegen die Reste der Ringwallanlage Schnippenburg. Daneben gibt es in Schwagstorf noch eine Reihe weiterer Bodendenkmale.
Vollständig oder mit einem Teil ihrer Gebäude stehen in Schwagstorf unter Denkmalschutz das Gut Krebsburg, das Gut Wahlburg und das Gut Schwegerhoff sowie die Höfe Beckmann, Knollhoff und Kocke. Daneben ist eine auch eine größere Zahl von einzelnen Zweiständer-Hallenhäusern denkmalgeschützt. Ein geschütztes Naturdenkmal ist der 1969 entstandene Erdfall in Driehausen.
Öffentliche Einrichtungen
Schwagstorf besitzt eine Freiwillige Feuerwehr mit einem Feuerwehrhaus an der Mühlenstraße.[8]
Kultur
Ein Träger des lokalen Brauchtums ist der Schützenverein Schwagstorf von 1901. Der Heimatverein Schwagstorf hat das Ziel, Traditionen und altes Handwerk zu pflegen.[9]

