Ostercappeln

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Ostercappeln (niederdeutsch: Austerkappeln) ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Ostercappeln
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ostercappeln hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 21′ N,  14′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 100,16 km²
Einwohner: 9734 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49179
Vorwahlen: 05473, 05476Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OS, BSB, MEL, WTL
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 029
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gildebrede 1
49179 Ostercappeln
Website: www.ostercappeln.de
Bürgermeister: Erik Ballmeyer (CDU)
Lage der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück
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Geografie

Gliederung

Gemeindeteile und Einwohnerzahlen:

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind, beginnend von Norden im Uhrzeigersinn:

Lage

Ostercappeln liegt im Natur- und Geopark TERRA.vita am Übergang vom Nordhang des Wiehengebirges im südlichen Gemeindeteil Ostercappeln zu weiten Moorflächen im Norden des Gemeindegebiets. Der Mittellandkanal durchquert die nördlichen Gemeindeteile Venne und Schwagstorf.

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

Das Gemeindegebiet von Ostercappeln gehört überwiegend zum Einzugsgebiet der Hase und damit zum Flusssystem der Ems.

Wichtige Oberflächengewässer sind der Kronensee und der Mittellandkanal sowie weitere kleine Gewässer (z. B. Lecker Mühlbach) und Entwässerungskanäle (z. B. Strothkanal).

Der Kronensee liegt bei dem Ortsteil Schwagstorf und umfasst ca. 40 ha. Er entstand aus einer früheren Sand- und Kiesgrube, heute dient er als Freizeitsee. Der Mittellandkanal durchquert Schwagstorf.

Das Venner Moor ist mit ca. 220 ha ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG WE 140). Es liegt zwischen dem Ortsteil Venne (Ostercappeln) und Hunteburg. Früher wurde dort Torf abgebaut; heute ist das Moor teilweise renaturiert und bietet typische Moor- und Feuchtgebietsnatur mit Moorwäldern, Torfmoosen und typischer Flora und Fauna.[2][3]

Das Campemoor (teilweise Gemeinde Ostercappeln) ist ein sehr großes Moorgebiet mit einer moorgeologischen Gesamtgröße von mehreren tausend Hektar.[4] Das Moorgebiet umfasst unterschiedliche Moor-Typen: Hochmoor, Niedermoor und sonstige Moorflächen (je nach Teilgebiet). Der Großteil ist landschaftlich erhalten, teils als Schutzgebiet, teils als Grünland oder Grünland-Nutzfläche. Nicht alles ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Das Gemeindegebiet ist durch kleinräumige Gewässer wie den Lecker Mühlbach und den Kronensee geprägt; wiederkehrende Starkregenereignisse und Oberflächenabfluss können dabei lokal zu Hochwasserproblemen führen, weshalb etwa in Hitzhausen Maßnahmen zum Hochwasserschutz geplant und umgesetzt werden[5]. Ein zentrales ökologisches Thema ist das Venner Moor, das durch frühere Entwässerungsmaßnahmen hydrologisch gestört wurde. Umfangreiche Renaturierungs- und Wiedervernässungsprojekte zielen darauf ab, den natürlichen Wasserhaushalt wiederherzustellen und dadurch Lebensräume sowie Klimaschutzfunktionen zu stärken.[6] Zusätzlich beeinflussen klimatische Veränderungen wie häufiger auftretende Trockenperioden und Dürre im Osnabrücker Land den Wasserhaushalt, was zu niedrigeren Grund- und Oberflächenwasserständen führt und sowohl hydrologische als auch ökologische Herausforderungen für Gewässerökosysteme und Feuchtgebiete der Region darstellt.[7]

Untergrundverhältnisse

Das vielfältige Landschaftsbild wird vom Wiehengebirge, dem Venner Moor und den Feldern, Wiesen und Mischwäldern der Geestlandschaft geprägt. Ostercappeln liegt geologisch im Übergangsbereich zwischen der Norddeutschen Tiefebene und dem Wiehengebirge. Der Untergrund besteht überwiegend aus eiszeitlichen Sanden, Kiesen und Lehmen, während in höheren Lagen auch Mergel- und Kalksteine der Kreidezeit vorkommen. Die Landschaft ist geprägt durch Geestflächen, Niederungen und Bachtäler. Diese geologische Vielfalt führt zu wechselnden Boden- und Grundwasserverhältnissen.[8]

In Ostercappeln existieren lokal flache Grundwasserstände – z. B. knapp unter einem Meter unter Gelände – und der Bodenaufbau (quarzige Sande) begünstigt Wasserversickerung und Grundwasserneubildung. Damit dürfte Grundwasser dort tendenziell gut zugänglich sein, vor allem in den Bereichen mit Lockergestein. Aufgrund der Mischung mit Festgesteinszonen und Relief – Hügel/Gebirge + Tal/Niederungen – ist die hydrogeologische Situation aber räumlich sehr variabel.[9]

Klima

In Ostercappeln herrscht ein durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee beeinflusstes gemäßigtes Seeklima mit milden Wintern, warmen Sommern und ganzjährig gleichmäßig verteilten, mäßigen Niederschlägen. Die Sommer sind häufig trocken und sonnig, während im Winter gelegentlich Schnee fällt.

Im Jahre 2023 betrug die durchschnittliche Temperatur 11,2 °C. Sie ist tendenziell steigend. Sie betrug in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 10,6 °C und in den letzten 100 Jahren waren es durchschnittlich 9,2 °C.

Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.
Es gibt je nach Messmethode und Definition durchschnittlich etwa 1627–2275 Sonnenstunden pro Jahr.[10]

Es fällt jährlich ca. 700–800 mm Niederschlag, weitgehend als Regen.

Geschichte

Herrenhaus Krebsburg bei Ostercappeln

Das Gemeindegebiet war schon in der Frühzeit besiedelt. Vor 5000 Jahren wurden zwischen Wiehengebirge und Moor zahlreiche Hünengräber errichtet, darunter die Darpvenner Steine sowie die Driehauser Steine an der Straße der Megalithkultur.

Bei der Schnippenburg im Ortsteil Schwagstorf befand sich während der Eisenzeit eine Befestigungsanlage. Neuere Forschungen bestätigten eine Nutzung der Anlage im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr., die durch Ausgrabungen ermittelte genaue Bauzeit liegt in den Jahren 278 bis 268 v. Chr. Die Befestigungsanlage wurde noch vor ihrem natürlichen Verfall aus bisher unbekannten Gründen vollständig eingeäschert. Zahlreiche Funde belegen die Bedeutung der Anlage, in deren Umfeld Eisen produziert und weiterverarbeitet wurde. Die Befestigungsanlage ist als Zentrum eines größeren Siedlungsgebietes anzusehen. Verschiedene Hinweise deuten an, dass die Schnippenburg nicht nur als Siedlungs- und Handelsplatz genutzt wurde, sondern auch Ort kultischer Handlungen war. Darauf weist ein Areal mit Opfergruben hin, die im Zuge des Ausgrabungsprojektes Schnippenburg freigelegt wurden. Die Forschungsergebnisse werden seit 2007 im Rahmen einer Wanderausstellung präsentiert.[11]

Zwischen Bramsche und Ostercappeln liegt der wahrscheinliche Ort der für die europäische Geschichte bedeutenden Varusschlacht, in der germanische Truppen unter Führung des Cheruskerfürsten Arminius drei römische Legionen vernichtend schlugen.

Der Name Ostercappeln geht zurück auf die Gründung einer Kapelle (capellun) oder Kirche im Osten des Bistums Osnabrück, zur Unterscheidung von einer anderen Kapelle im Westen (Westerkappeln). Die Kirche muss in der Zeit um 800 unter Karl dem Großen entstanden sein.

Der Ortsteil Venne wurde 1074, Schwagstorf 1090 und Ostercappeln 1198 erstmals urkundlich erwähnt.

Laut Wagler soll in Ostercappeln eine besondere, uralte Eiche gestanden haben, die 1866 umfiel. Dies galt im sogenannten „Volksmund“ als böses Omen für das Königshaus in Hannover.[12]

Am 16. Januar 1918 verunglückten nahe Ostercappeln auf der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg zwei Züge. Ein Schnellzug fuhr auf einen Urlauberzug mit Soldaten, wobei 66 Menschen verletzt wurden und 31 starben, unter anderem 12 Finnische Jäger.

Am 30. April 1945 wurden auf der Bremer Straße in Osterkappeln-Haaren 13 Serben aus dem sich in der Auflösung befindlichen Kriegsgefangenenlager Oflag VI C aus Atter durch einen Tieffliegerangriff getötet.[13]

In der Nacht vom 1. auf den 2. August 1982 kam es in Ostercappeln auf der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg zu einem Zusammenstoß des Schnellzugs „Nord-Express“, der von Aachen nach Kopenhagen unterwegs war, mit einem Schützenpanzer der britischen Garnison Osnabrück. Bei dem Unglück starben die beiden Panzerfahrer, der Lokführer und 21 Passagiere wurden verletzt.[14]

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Ostercappeln durch den Zusammenschluss der Gemeinden der Samtgemeinde Ostercappeln (Gemeinden Haaren, Hitz-Jöstinghausen, Nordhausen und Ostercappeln) und der Samtgemeinde Venne (Gemeinden Broxten, Niewedde und Vorwalde) sowie der Gemeinde Schwagstorf neu gebildet. Am 1. Juli 1975 kam ein Gebietsteil der Nachbargemeinde Bohmte mit damals etwa 100 Einwohnern hinzu.[15]

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung seit 1987

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Ostercappeln im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[16] auf der Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.

Bei Angaben von 1961 und 1970 handelt es sich um die Volkszählungsergebnisse einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden. Es gilt der Gebietsstand am 1. Juli 1975.[15]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
19616963
19707154
19877805
19908099
19958996
20009254
20059671
20109505
20119502
20159566
20159628
20189688
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Gemeinde Ostercappeln besteht aus 24 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 9.001 und 10.000 Einwohnern.[17] Die 24 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Weitere Informationen Rat der Gemeinde Ostercappeln: Wahlergebnisse und Gemeinderäte, CDU ...
Rat der Gemeinde Ostercappeln: Wahlergebnisse und Gemeinderäte
CDU GRÜNE SPD FDP AfD LINKE Wählerge-
meinschaften
Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode%Mandate %Mandate %Mandate %Mandate % Mandate %Mandate %Mandate %Gesamtanzahl der Sitze im Rat %
2021–2026[18] 51,6 13 20,4 5 19,5 4 3,6 1 3,1 1 1,8 0 100 24 60,8
2016–2021[19] 54,513 10,63 27,26 3,71 4,01 100 24 58,06
2011–2016 49,512 12,83 33,88 1,70 2,21 100 24 55,83
2006–2011 56,014 38,79 5,31 100 24 56,6
2001–2006 54,114 3,40 36,910 3,30 2,30 100 24 64,8
1996–2001 53,913 7,01 31,58 7,61 100 23 69,4
Prozentanteile gerundet
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[20], Landkreis Osnabrück[21][22].
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.
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Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Ostercappeln ist seit 2021 Erik Ballmeyer (CDU). Im ersten Wahlgang wurde er mit 59,24 Prozent der Stimmen gewählt. Gegenkandidierende waren Jana Broeker-Stockhoff (Grüne, 22,7 %), Simone Jaschke (parteilos, 11,13 %) und Michael Elabor (parteilos, 6,93 %).[23]

  • 1984–2001: Heinz Schockmann (CDU)[24]
  • 2001: Günter Schröder (CDU)
  • 2001–2021: Rainer Ellermann (CDU)
  • seit 2021: Erik Ballmeyer (CDU)

Wappen und Flagge

Hissflagge der Gemeinde
Wappen der Gemeinde Ostercappeln
Wappen der Gemeinde Ostercappeln
Blasonierung: „In Silber (Weiß) ein schwarzer Ring, darüber gelegt schrägbalkenweise acht sich berührende, rote Rauten.“[25]
Wappenbegründung: Das von Hans-Heinrich Reclam entworfene Wappen wurde 1976 vom Regierungspräsidenten in Osnabrück verliehen. Es zeigt einen schwarzen Ring, der an den Anfangsbuchstaben des Ortsnamens und an das Osnabrücker Rad erinnert. Die acht roten Rauten verweisen auf die ehemaligen selbständigen Gemeinden Haaren, Hitz-Jöstingshausen, Nordhausen, Ostercappeln (Samtgemeinde Ostercappeln), Broxten, Vorwalde, Niewedde (Samtgemeinde Venne) und Schwagstorf. Das Wappen wurde im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 vom Gemeinderat Ostercappeln in Auftrag gegeben.
Flaggenbeschreibung
„Die Flagge ist Weiß mit dem aufgelegten Wappen in der Mitte des Tuches.“

[26]

Ortsrat

Der Ortsrat, der den Ortsteil Ostercappeln der gleichnamigen Gemeinde vertritt, setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[27]

Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 60,35 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,7 %
23,7 %
18,1 %
5,5 %
Ortsrat 2021
   
Insgesamt 9 Sitze

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Venne gilt als Folkmusikzentrum. Hier findet am Muttertagswochenende im Mai der Internationale Venner Folk Frühling statt.

Bauwerke

siehe auch: Liste der Baudenkmale in Ostercappeln

Die Stelle, an der die heutige katholische Kirche St. Lambertus im Ortszentrum steht, ist vermutlich der Ort der ältesten Kirchengründung Ostercappelns. Die Hallenkirche wurde 1873 im neugotischen Stil errichtet, der romanische Turm stammt vom Vorgängerbau aus dem 14. Jahrhundert, dessen Kirchenschiff 1872 abgerissen wurde. Die Kirche ist mit Altar, Ambo und Tabernakel des Osnabrücker Bildhauers Walter Mellmann ausgestattet.

Zu den archäologischen Sehenswürdigkeiten zählen die Darpvenner Megalithgräber, die eisenzeitliche Schnippenburg, das rekonstruierte Eisenzeithaus Darpvenne[29] und das zwischen Bramsche und Ostercappeln liegende antike Schlachtfeld der Varusschlacht. An der Vermarktung des Ereignisses hat die Gemeinde Ostercappeln allerdings keinen Anteil, da Museum und Park Kalkriese vollständig auf dem Gebiet der Stadt Bramsche liegen. Im Großen Moor, unweit vom Gasthaus Beinker, wurden vorgeschichtliche Moorwege freigelegt.

Mühleninsel Venne

Sehenswert ist die Museumsinsel in Venne. Ostercappeln ist eine Etappe der Straße der Megalithkultur[30] und liegt am DiVa Walk.

Sport

Es gibt einen Golfclub mit öffentlichem 3-Loch-Kurzplatz und eine 18-Löcher-Anlage. Der Freizeitpark Kronensee verfügt über einen Camping- und Mobilheimpark. Wassersport ist im 40 ha großen Kronensee möglich. Das ausgeschilderte Rad- und Wandernetz umfasst ein Leitsystem mit diversen Themenrouten. Angeln ist an den Teichen der Petkenburg möglich.

Stolpersteine

Aufgrund des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November 2008 wurden am 11. November 2008 in Ostercappeln sechs Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig verlegt.[31] Sie sollen an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnern und werden vor deren ehemaligen Wohn- oder Arbeitsstätten verlegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Bundesstraßen Bundesstraßen B 51 und B 65 durchqueren den südlichen Gemeindeteil Ostercappeln auf einer gemeinsamen Strecke (Bremer Straße) in Ost-West-Richtung. Die B 218 durchquert die nördlichen Gemeindeteile Venne und Schwagstorf von Nordwesten nach Südosten.

Die Gemeindeteile Venne, Schwagstorf und Ostercappeln haben werktags eine stündliche Nahverkehrsanbindung von und nach Osnabrück (Linie X275 der VOS-NordOst). Am Freitag und Samstag verkehrt zudem ein Nachtbus von und nach Osnabrück.[32] Ostercappeln ist über die Linie N276 angebunden. Venne und Schwagstorf sind über die N273 angebunden. Ferner gibt es stündlich eine Busanbindung nach Bad Essen, Pr. Oldendorf.

Die Eisenbahnstrecke Osnabrück–Bremen führt durch das Gemeindegebiet. Der Bahnhof im Gemeindeteil Ostercappeln ist jedoch nicht mehr in Betrieb.

Der Mittellandkanal führt von West nach Ost durch die Gemeinde.

Bildung

  • Grundschule am Wiehengebirge in Ostercappeln (Hauptstandort)
  • Grundschule zur Schnippenburg in Schwagstorf (Außenstelle)
  • Mühlenbachschule Venne (Grundschule)
  • Ludwig-Windthorst-Schule Ostercappeln (Oberschule)
  • Musikschule

Persönlichkeiten

Ludwig-Windthorst-Gedenkstätte

Söhne und Töchter von Ostercappeln

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Literatur

  • Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz (Hrsg.): Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern – Das Osnabrücker Land III, Bd. 44, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0313-0
  • Helmut Schönrock: Ostercappeln. In: Norbert de Lange und Diether Stonjek (Hrsg.): Osnabrück und das Osnabrücker Land – Landkreis, Städte und Gemeinden (= Kulturregion Osnabrück). Band 22. Rasch, Bramsche 2004, ISBN 3-89946-035-9, S. 241–248.
Commons: Ostercappeln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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