Schwand bei Nürnberg

Gemeindeteil von Schwanstetten From Wikipedia, the free encyclopedia

Schwand bei Nürnberg (fränkisch: Schwond[3]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Schwanstetten im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).[4] Die Gemarkung Schwand bei Nürnberg hat eine Fläche von 12,906 km². Sie ist in 2614 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4937,27 m² haben.[1][5]

Schnelle Fakten Markt Schwanstetten ...
Schwand bei Nürnberg
Koordinaten: 49° 18′ N, 11° 7′ O
Höhe: 338–370 m ü. NHN
Fläche: 12,91 km²[1]
Einwohner: 3146 (31. Dez. 2021)[2]
Bevölkerungsdichte: 244 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 90596
Vorwahl: 09170
Luftaufnahme von Schwand (2020)
Luftaufnahme von Schwand (2020)
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Lage

Schwand liegt südlich von Leerstetten und ist größtenteils von Waldgebieten umgeben. Der Hembach durchfließt den Ort im Süden und mündet im benachbarten Rednitzhembach in die Rednitz. Im Osten gibt es ein Gewerbegebiet. Die Kreisstraße RH 1 führt zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 2 bei Rednitzhembach (2,3 km westlich) bzw. nach Leerstetten (2,9 km nördlich). Die Kreisstraße RH 35 verläuft nach Harrlach (5 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Furth (2,2 km östlich) und nach Harm (1,6 km nordwestlich).[6]

Geschichte

Der Entstehungszeitpunkt der Rodungssiedlung ist unbekannt. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1186 als „Swande“, als die damalige Kirche von Bischof Otto von Eichstätt geweiht wurde. Dem Ortsnamen liegt mhd. swant für ‚Ausroden des Waldes‘ zugrunde.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schwand 54 Anwesen (8 Ganzhöfe, 1 Halbhof, 3 Köblergüter, 25 Gütlein, 3 Güter jeweils mit Tafernwirtschaft, 1 Zapfenwirtschaft, 9 Leerhäuser, 1 Badhaus, 1 Schmiedgütlein, 2 Mahl- und Sägmühlen). Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Schwand aus. Außerdem gab es noch ein Wildmeistereihaus, ein Amtsknechtshaus, eine Pfarrkirche, ein Pfarrhaus, eine Schule und ein Hirtenhaus.[8] Es gab 56 Untertansfamilien.[9][10]

Von 1797 bis 1808 unterstand Schwand dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Schwand gebildet. 1818 entstand die Ruralgemeinde Schwand. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schwabach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Schwabach (1919 in Finanzamt Schwabach umbenannt). Ab 1862 gehörte Schwand zum Bezirksamt Schwabach (1939 in Landkreis Schwabach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Schwabach (1879 in Amtsgericht Schwabach umbenannt).[11] Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 12,925 km².[12]

Am 1. Juli 1972 kam Schwand an den Landkreis Roth. Am 1. Mai 1978 schlossen sich Schwand und die Nachbargemeinde Leerstetten im Zuge der Gebietsreform in Bayern zur neuen Gemeinde Schwanstetten zusammen.[13][14]

Baudenkmäler

In Schwand gibt es 26 Baudenkmäler, darunter[15]

  • Nürnberger Straße 17: ehemaliges Richterwohnhaus
  • Nürnberger Straße 19: ehemaliges Schulhaus
  • Nürnberger Straße 21: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
  • diverse Wohnstallhäuser, Scheunen und Kleinhäuser
  • zwei Steinkreuze
  • Kriegerdenkmal

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 18181840185218551861186718711875188018851890189519001905191019191925193319391946195019521961197019872013
Einwohner 4815995885936005865635435525475275576196876796016516616911037103410001009133926763210
Häuser[16] 878699969897109141177717
Quelle [17][18][19][19][20][21][22][23][24][25][26][19][27][19][28][19][29][19][19][19][30][19][12][31][32][33]
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Religion

Schwand bei Nürnberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Johannes der Täufer.[8][12] Die Katholiken sind nach Heilig Kreuz (Plöckendorf) gepfarrt.[34]

Vereine

Neben vielen anderen Vereinen gibt es einen Sportverein, den 1. FC Schwand.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Schwand bei Nürnberg – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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