Serhij Morosow

sowjetisch-ukrainischer Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Serhij Mykolajowytsch Morosow (ukrainisch Сергій Миколайович Морозов, wiss. Transliteration Serhij Mykolajovyč Morozov; * 15. Januar 1961 in Schdanow, Ukrainische SSR, Sowjetunion) ist ein ehemaliger sowjetisch-ukrainischer Fußballspieler.

Schnelle Fakten Personalia, Herren ...
Serhij Morosow
Personalia
Geburtstag 15. Januar 1961
Geburtsort Mariupol, Ukraine
Größe 184 cm
Position Sturm
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1979–1986 Schachtar Donezk 111 (22)
1980–1981 Arsenal Kiew (Leihe) 6 (0)
1981–1982 PFK ZSKA Moskau (Leihe) 22 (4)
1986 FK Mariupol 12 (7)
1987–1988 Metalurh Saporischschja 53 (20)
1988 Nywa Winnyzja 14 (5)
1989–1991 MFC Mykolaiv 82 (37)
1989 Tawrija Simferopol 15 (4)
1991–1994 MTK Budapest FC 24 (4)
1992–1993 Haladás Szombathely (Leihe)
1994 MFC Mykolaiv 7 (0)
1994–1995 FC Lantana Tallinn 20 (25)
1994 FC Krystal Kherson 4 (0)
1994 Metalurh Saporischschja 4 (0)
1995 FK Torpedo Riga 5 (0)
1997–1998 FC Enerhiya Yuzhnoukrainsk 7 (1)
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Sportlicher Werdegang

Morosow spielte in der Jugend bei Schachtar Donezk, wo er Ende der 1970er Jahre in der Wysschaja Liga debütierte. Im Wettbewerb um den sowjetischen Landespokal 1980 erreichte er mit der Mannschaft das Finalspiel gegen den FC Dinamo Tiflis. Beim 2:1-Erfolg durch Treffern von Witalij Staruchin und Wladimir Pjanich wurde er in der 64. Spielminute von Cheftrainer Wiktor Nossow für Wladimir Rohowski eingewechselt.

Da Morosow bis dahin nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinausgekommen war, wurde er im Sommer 1980 an ZSKA Kiew in die zweitklassige Perwaja Liga abgegeben und von dort nach einem Jahr zum PFK ZSKA Moskau delegiert. Hier blieb ihm jedoch der Durchbruch verwehrt, im Sommer 1981 kehrte er zu Schachtar Donezk zurück. Hier etablierte er sich als Stammspieler und stand beim Gewinn des Titels durch einen 1:0-Finalsieg im Wettbewerb um den sowjetischen Landespokal 1983 durch einen Tor von Igor Jurtschenko in einem ukrainischen Duell gegen Metalist Charkiw in der Startelf. Im Europapokal der Pokalsieger 1983/84 zeigte er auf internationaler Ebene seine Torgefahr, als der Klub zwar im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten FC Porto ausschied, er aber mit fünf Wettbewerbstoren gleichauf mit Mark McGhee vom FC Aberdeen und seinem Mannschaftskameraden Wiktor Hratschow Torschützenkönig des Wettbewerbs wurde.

Ab 1986 avancierte Morosow zum Wandervogel. Zunächst spielte er für Nowator Mariupol und Metalist Charkiw, ab Sommer 1987 war er für ein Jahr bei Metalurh Saporischschja aktiv. Bis 1991 folgten Nywa Winnyzja, Tawrija Simferopol und MFC Mykolajiw als Stationen im regionalen Ligabetrieb der ukrainischen Teilrepublik.

Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion wechselte Morosow 1991 zu MTK Budapest, wo er bis Anfang 1994 unter Vertrag stand. Hier kam er jedoch auch verletzungsbedingt nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus. Nach Kurzaufenthalten bei erneut dem MFC Mykolajiw und Kristal Cherson kam er im Sommer 1994 zum FC Lantana Tallinn in die estnische Meistriliiga. In der Spielzeit 1994/95 erzielte er 25 Saisontore. Damit führte er den Klub mit einem Punkt Rückstand auf Titelverteidiger FC Flora Tallinn zur Vizemeisterschaft und krönte sich mit deutlichem Abstand – der Zweitplatzierte Ričardas Zdančius hatte mit zwölf Saisontoren weniger als die Hälfte an Treffern erzielt – zum Torschützenkönig der Meisterschaft. Er kehrte später in die Ukraine zurück, wo er im Amateurbereich seine Karriere ausklingen ließ und anschließend als Trainer im Jugend- und Amateurbereich tätig war.

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