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Seulbitz (Schwarzenbach an der Saale)

Ortsteil von Schwarzenbach a.d.Saale From Wikipedia, the free encyclopedia

Seulbitz (oberfränkisch: Seilbitz, ab 1927: Seulbitz an der sächsischen Saale[2][3]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach an der Saale im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[4] Die Gemarkung Seulbitz liegt teils im Gemeindegebiet von Schwarzenbach an der Saale, teils im Gemeindegebiet von Weißdorf. Sie hat eine Fläche von 11,753 km² und ist in 738 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 15925,64 m² haben.[5] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Albertsreuth, Bärlas, Götzmannsgrün und Posterlitz.[6] Die Seulbitzer Mühle war eine Getreide- und Schneidmühle. Sie wurde wahrscheinlich im 18. Jahrhundert in Betrieb genommen und in den 1950er Jahren stillgelegt.[7]

Schnelle Fakten Stadt Schwarzenbach an der Saale ...
Seulbitz
Koordinaten: 50° 13′ N, 11° 52′ O
Höhe: 511 m ü. NHN
Einwohner: 140 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 95126
Vorwahl: 09284
Ortsansicht von Seulbitz
Ortsansicht von Seulbitz
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Geografie

Das Dorf liegt auf freier Flur an der Sächsischen Saale und am Posterlitzbach, der innerorts als linker Zufluss in die Saale mündet. Ein Steinbruch nordöstlich des Ortes ist wegen seiner Gesteinsart und dem metamorphosen Gefüge ein Geotop. Die Bundesstraße 289 führt nach Weißdorf (3,3 km südwestlich) bzw. nach Stobersreuth (3,1 km nordöstlich). Die Kreisstraße HO 25 führt nach Wölbersbach (2,1 km nordwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Posterlitz (0,9 km nördlich), nach Förbau (2,6 km östlich) und nach Bärlas (1,7 km südlich). Es gibt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof.[8]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1317 als „Slewiz“ erstmals urkundlich erwähnt. 1358 findet sich in einer Urkunde die Schreibweise „Seilbicz“.[9]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Seulbitz aus 26 Anwesen, einem Hirtenhaus und einer Zollstätte. Die Hochgerichtsbarkeit nördlich der Saale stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Hof zu, südlich der Saale dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stadtrichteramt Münchberg. Grundherren waren

Von 1797 bis 1810 unterstand Seulbitz dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde 1812 der Steuerdistrikt Seulbitz gebildet. Zu diesem gehörten Albertsreuth, Bärlas, Götzmannsgrün und Posterlitz. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Seulbitz, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg (1919 in Finanzamt Münchberg umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit gehörten Anwesen den Patrimonialgerichten Bug, Oberkotzau und Weißdorf an. Ab 1862 gehörte Seulbitz zum Bezirksamt Münchberg (1939 in Landkreis Münchberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Münchberg (1879 in Amtsgericht Münchberg umgewandelt).[11] Die Gemeinde Seulbitz hatte 1964 eine Gebietsfläche von 12,202 km².[12] Am 1. Juli 1972 kam die Gemeinde an den Landkreis Hof.[11] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Seulbitz am 30. April 1978 aufgelöst: Götzmannsgrün, Posterlitz und Seulbitz wurden nach Schwarzenbach eingemeindet (213 Einwohner, 842 ha), Albertsreuth und Bärlas nach Weißdorf (95 Einwohner, 378 ha).[13][14]

Baudenkmäler

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Seulbitz

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181218401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 359481467463473493505473482438455446439425381389406374334536507464381332
Häuser[16] 7577757375666672
Quelle [11][2][2][2][17][18][19][20][21][22][23][2][24][2][25][2][26][2][2][2][27][2][12][28]
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Ort Seulbitz

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001799001812001819001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 154146 *195 †242242186200172224194184140
Häuser[16] 2528333129303838
Quelle [29][11][30][17][19][22][24][26][27][12][28][1]
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* 
inklusive Posterlitz und Vödisch
† 
inklusive Posterlitz

Religion

Seulbitz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Südlich der Saale ist es bis heute nach St. Maria (Weißdorf) gepfarrt, nördlich der Saale nach St. Gumbertus (Schwarzenbach an der Saale).[10][12]

Persönlichkeiten

Der Schwarzenbacher Landschaftsmaler Anton Richter fertigte Bilder des Ortes und seiner Umgebung.

Bildergalerie

Literatur

Commons: Seulbitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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