Sex. Jüdische Positionen
Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin (2024)
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Sex. Jüdische Positionen war eine Ausstellung, die vom Jüdischen Museum Berlin in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Amsterdam konzipiert wurde und vom 17. Mai bis 6. Oktober 2024 im Jüdischen Museum Berlin zu sehen war. Ausgestellt waren Gemälde, Fotografien, Skulpturen und andere Objekte, Filmausschnitte, Tonträger und Plakate aus einem breiten Zeitfenster von der mittleren Bronzezeit bis in die Gegenwart. Die ausgewählten Exponate zeigten, dass Sexualität in der jüdischen Tradition weder explizit gutgeheißen noch unterdrückt wurde und wird, sondern dass sie im Judentum einen ambivalenten Charakter hat. Daher wurden bewusst unterschiedliche künstlerische und inhaltliche Ansätze gezeigt und sowohl die Innen- als auch die Außenperspektive berücksichtigt. Stereotype zum Thema jüdische Sexualität sollten hinterfragt werden.

Konzeption
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Amsterdam. Kuratiert wurde sie von Joanne Rosenthal, Miriam Goldmann, Titia Zoeter und Mirjam Knotter.[1.1]
Sex. Jüdische Positionen verfolgte das Ziel, Stereotype zum Thema jüdische Sexualität zu brechen, die etwa in Filmen oder TV-Shows vermittelt werden. Verwendet wurden dafür nicht nur historische Artefakte aus dem Bestand der beiden Museen, sondern auch etwa 150 Kunstwerke, die Museen oder privaten Sammlerinnen und Sammlern in Europa, Israel und den USA gehören und als Leihgaben die Ausstellung bereicherten.[2] Auslegungen der religiösen Gesetze wurden im breiten Spektrum von Tradition und Moderne gezeigt und sowohl aus der Innen- als auch aus der Außenperspektive dargestellt.[3][1.2] Im Mittelpunkt stand dabei die These, dass Sexualität in der jüdischen Tradition ambivalent aufgefasst wird, also weder explizit unterdrückt noch gutgeheißen wird. Daraus folgte für die Umsetzung, dass eine Vielzahl von Stimmen aus unterschiedlichen Epochen und Richtungen zu Wort kommen sollten.[1.2] Inmitten der Vielfalt wurden auch Bereiche gezeigt, in denen Konsens herrschte und herrscht, etwa die heterosexuelle Ehe als exklusiver Ort des gutgeheißenen Geschlechtsverkehrs und das Verbot von Sex unmittelbar nach und während der Menstruation.[1.3]
Die Ausstellung war in vier Sinneinheiten mit je drei Unterkapiteln gegliedert. Darin wurden Anschauungen aus dem Talmud und frühen rabbinischen Schriften mit der Kunst der Gegenwart und unterschiedlichen medialen Umsetzungen zusammengebracht, sodass voneinander abweichende Standpunkte deutlich wurden, aber auch Verbindungen:[1.3]
Sinneinheit Pflicht und Vergnügen

In Pflicht und Vergnügen mit den Unterkapiteln Paare, Kinder und Lust steht die Rolle von Ehe und Fortpflanzung im Zentrum. Durch Gottes Auftrag an Eva und Adam in Genesis 1,28 Seid fruchtbar und mehret euch wird der Fortpflanzungstrieb zum göttlichen Gebot, das auch in der Gegenwart das Leben streng orthodoxer verheirateter Paare bestimmt. In den rabbinischen Schriften sind die Standpunkte zur Sexualität durchaus unterschiedlich: Vor allem aus dem Umkreis der kabbalistischen Tradition gibt es Stimmen, die in sexueller Lust die Verwirklichung göttlichen Willens sehen. Restriktive Anschauungen dagegen halten Sexualität für Sünde und sind bestrebt, sie zu begrenzen. Dazwischen spannt sich ein weites Feld. Der Philosoph Maimonides aus dem 12. Jahrhundert beispielsweise nahm gegenüber Einzelfragen des Sexuallebens eine offene Haltung ein, verurteilte aber in der Mischne Tora sexuelle Ausschweifung als tierisch. Dagegen wurde im 13. Jahrhundert die anonyme kabbalistische Iggeret ha-kodesch (deutsch: Heiliger Brief) verfasst, der das Sexualleben als von Gott inspiriert sieht und Ratschläge für die Umsetzung gibt.[1][1.4]
Wo bestimmte sexuelle Praktiken verboten werden, sind es meist solche, die nicht der Fortpflanzung dienen.[1.5]

Einige Exponate standen mit dem Recht auf reproduktive Selbstbestimmung in Verbindung, etwa eines der ersten Verhütungsmittel, der Gräfenberg-Ring. Der deutsch jüdische Gynäkologe Ernst Gräfenberg, nach dem das Pessar benannt ist, hatte es in den 1920er Jahren erfunden.
Traditionell ist Sex nur im Rahmen der Ehe erlaubt, dort aber eine religiöse Pflicht.[1.5] Die Eheschließung hat eine große Bedeutung. Traditionell halten die Anwesenden bei der Zeremonie die Chuppa, den Traubaldachin, über das Paar. Auf dem Gemälde Eine jüdische Hochzeit von Jozef Israëls aus dem Jahr 1903 steckt der Bräutigam zum Zeichen des „Erwerbs“ der Braut dieser einen Ring an den Finger. Über das Brautpaar ist ein Tallit, ein traditioneller Gebetsschal, gebreitet, was als Zeremonie weniger üblich ist als die Variante mit der Chuppa. In der Ausstellung wird diesem Gemälde das Foto A Jewish Wedding von Yitzchak Wolf (2008) gegenübergestellt, das die Trauung von zwei Männern zeigt. Darin wird die weniger übliche Variante des Hochzeitsbrauchs aus dem Gemälde von Israëls aufgegriffen, um auf den ungeklärten Status von homosexuellen Paaren aufmerksam zu machen.[1.6]
Ausgestellt war auch A Recontextualized Ketubbah von Gay Block und Malka Drucker, die Kombination eines traditionellen Ehevertrags (Ketubah) mit einem lesbischen Hochzeitsfoto. So wurde diese religiöse Dokumentenart in Richtung auf eine inklusive Zukunft umgepolt.[1.7]
Übereinstimmung herrscht in zwei Punkten: Zum einen muss Sex einvernehmlich sein, Vergewaltigung in der Ehe ist ausdrücklich verboten.[1.5] Zum anderen ist der Ehemann zur Ona verpflichtet, zur regelmäßigen sexuellen Befriedigung seiner Frau. Das Wort bedeutet wörtlich Zeit, meint hier aber sexuelle Intimität. Erstmals kommt es in Exodus 21:10 vor.[1.5]
Prüfstein für die Zulässigkeit sexueller Gepflogenheiten sind Ehefrieden und häusliche Harmonie, Schalom Bajit genannt. Wenn etwas den Ehefrieden stärkt, wird es oft mit deutlich mehr Toleranz betrachtet.[1.5]
Sinneinheit Kontrolle und Begehren
Der Abschnitt Kontrolle und Begehren mit den Einheiten Trennung, Versuchung und Neue Wege beleuchtet Konzepte körperlicher Reinheit, die Beherrschung des Sexualtriebs und das Ausloten einer möglichen Vereinbarkeit von sexueller Befreiung und Kontrolle in der Gegenwart.
Das Zölibat wird im Judentum abgelehnt, nicht einmal Toragelehrte können Gott nur mit ihrem Geist dienen.[1.8]
Die Gesetze der Familiären Reinheit, die aus der Bibel kommen und im Talmud weiterentwickelt wurden, verbieten jeglichen körperlichen Kontakt während und unmittelbar nach der Menstruation. Vor der ersten sexuellen Begegnung des Ehepaares nach dieser Phase muss die Frau sich in einem rituellen Bad in der Mikwe reinigen.[1.9]
Weibliche und männliche Sexualität gelten als grundverschieden und angeboren. Der Talmud stellt an den Mann die Anforderung, sein sexuelles Begehren zu kontrollieren und für gute Zwecke einzusetzen. Der Trieb zum Bösen, Yetzer hara, wird oft mit der Verletzung von Geboten zur Sexualethik in Verbindung gebracht. Frauen wird die Verantwortung dafür zugesprochen, dafür zu sorgen, dass Männer nicht in Versuchung geraten. Dafür müssen sie ihre Beine, Arme und andere Körperteile bedecken, die Männern Anlass zu sexuellen Phantasien geben könnten.[1.9]
Orthodoxe Gemeinschaften lehnen sexuellen Kontakt ohne Fortpflanzungswillen ebenso ab wie Masturbation und Homosexualität. Doch zwischen Theorie und Praxis klafft hier, wie die Ausstellung zeigte, eine erhebliche Lücke: So sind ein großer Teil der hebräischen Gedichte aus dem Mittelalter homoerotisch, beispielweise die von Jehuda ha-Levi und Solomon ibn Gabirol.[1.9] Von Dorothea Moerman war der Linoldruck Holy (2023) ausgestellt, auf dem sich zwei Frauen hinter einer Mechiza lieben. Die Künstlerin verfolgt das Ziel, die lange ausgeschlossenen queeren Jüdinnen und Juden sichtbar zu machen.[1.10] Von der lesbischen Künstlerin Susan Kaplow stammt das ausgestellte Foto Wrestling With Leviticus (2012/2013). Darauf hüllt sie sich in die vergrößerte Talmudseite ein, auf der die rabbinische Diskussion zu Levitikus Vers 18:22 abgedruckt ist, der die männliche Homosexualität verdammt.[1.11]
Sinneinheit Sexualität und Macht
In der dritten Sinneinheit Sexualität und Macht mit den Teilen Tabu, Sexualwissenschaften und Identitäten geht es um die Rolle von Tabu und Phantasie. Einbezogen werden hier der Einfluss der Psychoanalyse und der Zusammenhang zwischen Sexualität und Identität.

Im biblischen Buch Levitikus wird in einer Liste verbotener Handlungen auch Sex zwischen Männern genannt. Auch Ehebruch, Sex während der Menstruation, Sodomie und Inzest werden aufgeführt. Die Ausstellung greift Beispiele für die häufigen Fälle auf, in denen Verstöße gegen diese Gesetze positive Folgen haben: So sind etwa Davids Ehebruch und der Inzest von Lots Töchtern mit ihrem Vater die Grundlagen für die Sicherung von Königreichen und politischer Kontinuität.[1.12]
Gezeigt wurden auch Werke, in denen Eindeutigkeiten und starre Normen in Frage gestellt wurden. So wurde es möglich, die eigene sexuelle Identität neu zu definieren.[1.13] Unter anderen wurden hier Claude Cahun und Gluck gezeigt, die schon vor 100 Jahren eindeutige Geschlechtszuschreibungen ablehnten.[1.14] Der Tumtum-Turm des israelischen Künstlers Gil Yefman, als Blickfang im Lichthof ausgestellt, bezog sich in seinem Titel auf eine Person, deren Geschlechtsorgane versteckt oder verdeckt sind.[2] Damit sollte die „körperliche Diversität“ gefeiert werden.[4]
Eingegangen wurde auch auf die beiden Juden Sigmund Freud und Magnus Hirschfeld, die einen neuen Blick auf Sexualität und die Normierung von sexuellem Verhalten ermöglichten.[1.15] Ebenso wurden die antisemitischen Klischees von der verführerischen, exotischen Jüdin, genannt belle juive, und dem raubtierähnlichen, sexhungrigen Juden gezeigt. Diesen Zuschreibungen von außen standen in der Ausstellung Bilder gegenüber, denen das jüdische Selbstverständnis vor dem Hintergrund des Zionismus zugrundeliegt: Der Schriftsteller und Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation Max Nordau stellte den Juden in der Diaspora als schwach und machtlos dar, während der neue sogenannte Muskeljude kraftvoll das neue Israel aufbaute.[1.16]
Sinneinheit Erotik und das Göttliche

Die Sinneinheit Erotik und das Göttliche beschäftigte sich in den Kapiteln Heiliger Sex, Hingabe und Das Lied der Lieder mit Sinnlichkeit und Spiritualität in Gebet, Ritual und Mystik und setzte einen Fokus auf den Einfluss des Lieds der Lieder.[1.17]
In der Mystik der Kabbala wurde Gott als spirituelle Einheit angesehen, die aus zehn göttlichen Emanationen, den Sephiroth, besteht. Diese sind männlich und weiblich. Der menschliche Sexualakt wurde in seiner Vereinigung der beiden Geschlechter als Wiederherstellung des Göttlichen gesehen. Die spirituelle Dimension rechtfertigt die Erotik.[1.18] Die Verbindung zwischen Gebet und Spiritualität mit erotischen Zügen stellte zum Beispiel Baal Schem Tow, der Begründer des Chassidismus, heraus.[1.19]
Erotische Komponenten lassen sich in einigen jüdischen Ritualen wie dem Küssen der Mesusa, dem Hüllen der Torarolle in mehrere Lagen kostbarer Stoffe oder dem Anlegen der Tefillin um den Arm finden.[1.20] So wird zum Beispiel in der Fotografie Tefillin schel Jad von Benyamin Reich die erotische Komponente der rituellen Riemen spürbar.[1.20]
Von der feministischen US-amerikanischen Künstlerin jüdischer Herkunft Judy Chicago war eine Serie von sechs Illustrationen zum Hohenlied der Bibel mit dem Titel Voices from the Song of Songs ausgestellt. Symmetrie und Ausgewogenheit in den Darstellungen stehen für die Ausgewogenheit der sexuellen Lust von Frau und Mann.[2][1.21]
Berichterstattung
Sebastian Engelbrecht nannte auf Deutschlandfunk Kultur in einem Gespräch mit Miriam Goldmann die Ausstellung „informativ“ und „anregend“.[5] Zwar unterschieden sich die Positionen des Judentums bei diesem Thema nicht von den seit Jahrtausenden und überall verbreiteten Ansichten. Das Besondere sei aber die Einbettung in den religiös-kulturellen Rahmen, in dem Sex sich im Judentum bewege. Gezeigt werde, so Museumsdirektorin Hetty Berg, dass sich Komplexität nicht immer auflösen lasse.[5] Sophie Albers Ben Chamo schrieb in der Jüdischen Allgemeinen, die Ausstellung sei „definitiv etwas Unerwartetes. Und dazu ein großer, schlauer Spaß.“[6] Louis Berger urteilte in der taz: „Die Ausstellung möchte die ganze Vielfalt jüdischer Auseinandersetzung mit der Sexualität sichtbar machen und verzichtet deshalb auf allzu klare Wertungen, die eine bestimmte Perspektive verabsolutieren könnten.“ Er merkte jedoch an, dass in der Ausstellung der Blick darauf fehle, „dass Religionen sexualisierte Gewalt befördern oder religiöse Institutionen Tatorte sein können“.[7]
Liste der ausgestellten Künstler und Exponate
(soweit Urheberinnen und Urheber bekannt; in alphabetischer Reihenfolge; Exponate in chronologischer Reihenfolge)[1.22]
| Künstler/Künstlerin | Werktitel | Genre | Datierung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Woody Allen (geboren 1935) | Everything You Always Wanted to Know About Sex | Film | 1972 | ||
| Yehuda Amichai (1924–2000) | Wir haben es gemacht | Gedicht | 1971 | ||
| Miriam Anzovin (geboren 1985) | #DafReactions | Videos | 2021–2022 | ||
| Guy Aon (geboren 1986) | Body Piece I (aus der Serie Body Piece) | 2021 | |||
| Imanuel Athias (etwa 1664–1714) | Moses Maimonides' Halachischer Kodex Mishne Tora | 1702 | |||
| Joseph Athias (etwa 1635–1700) | Yosef Karos Kodex des jüdischen Rechts Shulkhan Aruch, 3. Abschnitt | 1697 | |||
| Karl M. Baer (Pseudonym N. O. Body) (1885–1956) | Aus eines Mannes Mädchenjahren | 2022 (Erstveröffentlichung Deutschland, 1907) | |||
| Halil Balabin (geboren 1987) | Maalal (15-teilig) | 2016 | |||
| Merav Kamel (geboren 1988) | |||||
| Siona Benjamin (geboren 1960) | Lilith. Aus der Serie Finding Home, No. 80 (Feresheh) | 2006 | |||
| Gay Block (geboren 1942) | A Recontextualized Ketubbah | 1994 | |||
| Malka Drucker (geboren 1945) | |||||
| Gilbert Block (Sadie, Sadie, the Rabbi Lady) (1944–2010) | Synagogo Hat | (undatiert) | |||
| Victor Bolder | Stalag 217 | 1961 | |||
| Gabriella Boros (geboren 1961) | The Sourge (Niddah) daraus: |
|
2023 | ||
| Claude Cahun (1894–1954) | I Am in Training Don’t Kiss Me | 1927 | |||
| Jean-Baptiste Carhaix (1946–2023) | Thank God I‘m Gay | 1983 | |||
| Elinor Carucci (geboren 1971) | PMS | 1997 | |||
| Eran and I (Midlife Series) | 2016 | ||||
| Signs of Time (Midlife Series) | 2017 | ||||
| Melissa Cetlin (geboren 1988) | Shabbat Sex Positions to Get Your Double Mitzvah on (Challah Back Girl; The Shekinah; The Digital Detox; The Easy Rester) | 2017 | |||
| Zoya Cherkassky-Nnadi (geboren 1976) | Unorthodox | 2020 | |||
| Judy Chicago (geboren 1939) | In My Mother’s House | 1962–1964 | |||
| Voices from the Song of Songs (Yes I am black and radiant; Come let us go into the fields; My Dove in the clefts of the rock; How fine you are, my love; There you stand like a palm O for your scents) | nach 1998 | ||||
| Unorthodox | 2020 | ||||
| Seymour J. Cohen (Hrsg.) | Iggeret ha-Kodesch | 1976 | |||
| Eli Content (1943–2022) | Adam en Eve | 2018 | |||
| Howard Coster (1885–1959) | Gluck | 1926 | |||
| Nicole Eisenman (geboren 1965) | I'm With Stupid | 2001 | |||
| It Is So | 2014 | ||||
| Inbar Erez (geboren 1994) | Kit for Tevilah | 2020 | |||
| Vivienne Flesher | Kosher Sex | 1999 | |||
| Justine Frank | Sweet Sweat | 2009 | |||
| Roee Rosen (geboren 1963) | |||||
| Betty Friedan (1921–2006) | The Feminine Mystique | 2010 | |||
| Ronald L. Glassman (geboren 1955) | Lesbischer Kuss. Shayna Schmidt, Melissa Weisz | 2017 | |||
| Nechama Golan (geboren 1947) | Sefer Nashim (Buch der Frauen) | 2000 | |||
| Shterna Goldbloom (geboren 1992) | Feygeles | 2019 | |||
| Nan Goldin (geboren 1953) | My Parents Kissing on their Bed, Salem, Massachusetts | 2004 | |||
| Ken Goldman (geboren 1960) | Magen (Jewish Cut) | 2015 | |||
| Siman Heker | |||||
| Leor Grady (geboren 1966) | Untitled (Species) | 2019 | |||
| Ernst Gräfenberg (1881–1957) | Gräfenberg-Ring (1925–1935), nach Ernst Gräfenberg benannt | ||||
| Ori Gruder (geboren 1970) | Sacred Sperm | Film | 2014 | ||
| Meir Gur Aryeh (1891–1951) | Plaque with a depiction of King David and Bathsheba, nach E. M. Lilien (1874–1925), Bezalel School of Arts and Crafts, Jerusalem | 1913–1929 | |||
| Victoria Hanna | Ani Yeshana – I Sleep | (Konzept, Musik, Gesang) | 2017 | ||
| Jacob Israël De Haan (1881–1924) | Pijpelijntnes | 1904 | |||
| Roey Victoria Heifetz (geboren 1978) | First Time Naked | 2021 | |||
| Golda Lea Holterman | Orthodox Eros | vor 2009 | |||
| Jozef Israëls (1824–1911) | Joodse bruiloft (Jewish Wedding) | 1903 | |||
| Samuel ben Itzig | Mystischer Ehevertrag | 1855 | |||
| Vardi Kahana (geboren 1959) | One Family | 1993–2007 | |||
| Josef Karo (1488–1575) | Kitzur Schulchan Aruch | ||||
| Schelomo Ganzfried (1804–1886) | |||||
| Micha Kirshner (1947–2017) | Yona Wallach | 1982 | |||
| R. B. Kitaj (1932–2007) | Nose to Nose (Los Angeles Series #24) | 2003 | |||
| Rabbi Elyashiv Knohl (1948–2018) | The Marriage Convenant. A Guide to Jewish Marriage | 2021 | |||
| Aline Kominksy-Crumb (1948–2022) | Goldie: A Neurotic Woman | 1972 | |||
| Wimmen‘s Comix # 1 | 1972 | ||||
| Susan Kaplow (geboren 1943) | Wrestling With Leviticus | Fotografie | 2012 | ||
| Issai Kulvianski (1892–1970) | Meine Eltern | 1925 | |||
| Norman Lamm (1927–2020) | A Hedge of Roses | ||||
| Mierle Laderman Ukeles (geboren 1939) | Mikva Dreams: Hudson River | 1978 | |||
| Andi LaVine Arnovitz (geboren 1959) | He Loves Me | 2011 | |||
| Be Fruitful and Multiply | 2019 | ||||
| Jizchak Leib Peretz (1851–1915) | Monisch | 1952 | |||
| Sam Leifer (geboren 1980) | The Honeymoon Suite | Film | 2010 | ||
| Ari Libsker (geboren 1972) | Stalags – Holocaust and Pornography in Israel | Film | 2008 | ||
| Jacques Lipchitz (1891–1973) | Le Cantique des cantiques | 1946 | |||
| Lee Lozano (1930–1999) | Untitled (coins, torso) | etwa 1962 | |||
| Abraham Lozoff (1887–1936) | Lot and His Daughters | 1926 | |||
| Boris Lurie (1924–2008) | Immigrant‘s NO Suitcase (Anti-Pop) | 1963 | |||
| Gustav Machatý (1901–1963) (Regie) | Ekstase | Regie | Film | 1933 | |
| Hedy Lamarr (1914–2000) (Darstellerin) | Darstellerin | ||||
| Moses Maimonides (geboren zwischen 1135 und 1138, gestorben 1204) | Mishneh Torah | ||||
| Stéphane Mandelbaum (1961–1986) | Portrait d‘Annie, Homosexuel, Putain Juive | 1985 | |||
| Leonore Mizrachi-Cohen (geboren 1990) | Everything Forbidden is Sought After | 2016 | |||
| Dorothea Moerman (geboren 1998) | Tallit Katan | 2017 | |||
| Holy | Linoldruck | 2023 | |||
| Hagit Molgan (geboren 1972) | Five plus Seven | Film | 2001 | ||
| Adi Nes (geboren 1966) | Unititled (Soldier Series) | 1996 | |||
| Maureen Pollack (geboren 1985) | Sex Toy: WaterSlydeTM | 2023 | |||
| Zeev Raban (1890–1970) | The Song of Solomon | Illustration | etwa 1949 | ||
| Benyamin Reich (geboren 1976) | Untitled (from the series Divine Connection) | 2005 | |||
| Tefillin schel Jad | 2005 | ||||
| Friday Water Series / Men bathe at local waters at a Friday (2006) / Young Jewish men bathe at local waters (2006) daraus: | Untitled, 2004; Untitled, 2005; Untitled, 2006; Untitled 2006 | 2004–2006 | |||
| From the Unorthodox Ballad Series (2005) | 2005 | ||||
| David S. Ribner | The Newlywed's Guide to Physical Intimacy | 2011 | |||
| Jennie Rosenfeld | |||||
| Roee Rosen (geboren 1963) | The Stained Portfolio by Justine Frank Nr. 45, 46, 56, 60, 62–64, 80, 81 | 1998/2001 | |||
| Richard Oswald (1880–1963) | Anders als die Andern | Film | 1919 | ||
| Ruth Schreiber (geboren 1947) | Miitzvah Night I | Installation
Fotografie |
2011
2020 | ||
| Joan Semmel (geboren 1932) | Hold (Erotic Series) | 1972 | |||
| Niva Sharon (geboren 1944) | Wickeltuch für ein Neugeborenes | 2011 | |||
| Noa Snir (geboren 1987) | Illustrierte Episoden aus dem Babylonischen Talmud | 2024 | |||
| Naama Snitkoff-Lotan (geboren 1984) | That Place | 2013 | |||
| Judah b. Solomon Al-Harizi (116–1225) | Gedicht aus Tachkemoni | 13. Jahrhundert | |||
| Simeon Solomon (1840–1905) | Carrying the Scrolls of the Law | 1867 | |||
| Nancy Spero (1926–2009) | Lovers | 1963 | |||
| Sari Srulovitch (geboren 1964) | Touching Mezuzah | 2011 | |||
| Anita Steckel (1930–2012) | Busby Berkeley Circle (Flower) | 1970 | |||
| Eat Your Power, Honey, Before It Grows Cold | etwa 1970–1972 | ||||
| Marek Szwarc (1892–1958) | Ruth et Boaz | etwa 1920 | |||
| Sophie Tucker (1887–1966) | The Last of The Red Hot Mamas. Sophie Tucker‘s Greatest Hits | Schallplatte | 1983 | ||
| K. Tzetnik 135633 (1909 – 2001) | Beit ha-bubot, jidd.: Dos hoiz fun di ljalkes. (Das Haus der Puppen) | 1955 | |||
| Lesser Ury (1861–1931) | Adam und Eva mit ihrem Erstgeborenen | 1896 | |||
| Tim Walker (geboren 1970) | Radical Cheek | 2023 | |||
| Yona Wallach (1944–1985) | Tefillin | Gedicht | 1982 | ||
| Shraga Weil (1918–2009) | The Tenth Commandment | 1946 | |||
| Jenny E. Wesly (1948–2016) | Werbefoto für Sjalhomo | Fotografie | 1980–1990 | ||
| Ruth Westheimer (geboren 1928) | Dr. Ruth's Game of Good Sex | 1985 | |||
| Hannah Wilke (1940–1993) | Chewing Gum Sculptures | etwa 1975 | |||
| Wissenschaftlich-Humanitäres Komitee | Was soll das Volk vom dritten Geschlecht wissen? | 1903 | |||
| Charlotte Wolff (1897–1988) | Love Between Women | 1972 | |||
| Yitzchak Woolf (geboren 1975) | A Jewish Wedding | 2008 | |||
| Gil Yefman (geboren 1979) | Tumtum | Installation | 2023 | ||