Siebter Fuß
Naturwaldreservat in Baden-Württemberg
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Das Gebiet Siebter Fuß ist ein mit Verordnung vom 28. Oktober 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Tübingen ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 100612) bei Itzelberg im Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg.
Bannwald „Siebter Fuß“ | ||
| Lage | Heidenheim an der Brenz, Königsbronn im Landkreis Heidenheim, Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Fläche | 126,4226 ha | |
| Kennung | 100612 | |
| Geographische Lage | 48° 43′ N, 10° 8′ O | |
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| Einrichtungsdatum | 28. Oktober 2004 | |
| Verwaltung | Forstdirektion Tübingen | |
Lage
Das Schutzgebiet befindet sich zwischen Itzelberg und Aufhausen. Es umfasst die Abteilungen 1 bis 4 und Teile von Abt. 7 des Distriktes 10 „Pfaffenberg“auf dem Gebiet der Stadt und Gemarkung Heidenheim, Flur Aufhausen sowie der Gemeinde und Gemarkung Königsbronn, Flur Itzelberg.[1]
Im Westen grenzt der Bannwald an das Naturschutzgewiet Brünneleswiesen. Im Norden und Süden grenzt der Bannwald an das Landschaftsschutzgebiet Brenztalaue beim Brünneleskopf. Im Südwesten grenzt der Bannwald an das Landschaftsschutzgebiet Weidmichele, Eichelesäcker und anschließender Talgrund. Der Bannwald liegt vollständig im Vogelschutzgebiet Albbuch und der Bannwald befindet sich vollständig im FFH-Gebiet Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim.
Im Schutzgebiet liegen sechs Biotope: Wald am Brünneleskopf SO Itzelberg mit der Biotopnummer 272261355251, Felsen am Brünneleskopf SO Itzelberg (1) mit der Biotopnummer 272261355250, Felsen am Brünneleskopf SO Itzelberg (2) mit der Biotopnummer 272261357504, Felsen a.d. Siebenfußhalde SO Itzelberg mit der Biotopnummer 272261355249, Doline im Siebtfuß S Itzelberg mit der Biotopnummer 272261355248 und Tümpel im Birnbäumle S Itzelberg mit der Biotopnummer 272261355247.
Geologie
Der Untergrund ist ein mäßig frischer Weißjura-Steilhang.
Vegetation
Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Arten vor: Feldahorn, Spitzahorn, Berg-Ahorn, Giersch, Wald-Frauenfarn, Gemeine Hainbuche, Schöllkraut, Echter Wurmfarn, Mandelblättrige Wolfsmilch, Rotbuche, Gemeine Esche, Waldmeister, Echte Nelkenwurz, Rote Heckenkirsche, Schlehdorn, Eichen, Stachelbeere, Hundsrosen, Himbeere, Brombeere, Schwarzer Holunder, Große Sternmiere, Sommerlinde, Große Brennnessel, Gewöhnliche Haselwurz, Braunstieliger Streifenfarn, Gewöhnliche Goldnessel, Ruprechtskraut, Gemeiner Efeu, Berg-Platterbse, Wald-Bingelkraut, Mauerlattich, Hain-Rispengras, Wald-Veilchen, Mauerraute, Wald-Labkraut, Leberblümchen, Waldgerste, Dunkles Lungenkraut, Wolliger Hahnenfuß, Fuchssches Greiskraut, Wolliger Schneeball, Wald-Flattergras, Wald-Sauerklee, Gemeine Fichte, Walzen-Segge, Schnabel-Segge, Sumpf-Kratzdistel, Flutender Schwaden, Wasser-Schwaden, Flatter-Binse, Kleine Wasserlinse, Ufer-Wolfstrapp, Sal-Weide.
Im Biotop Tümpel im Birnbäumle S Itzelberg wurde bei einer Zählung im Jahr 2006, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Walzen-Segge gefunden. Diese Art ist von der LUBW auf die Vorwarnliste gesetzt worden.
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung
- die unbeeinflusste Entwicklung eines artenreichen Buchenwald - Ökosystems mit zahlreichen weiteren Laubbaumarten und seinen Tier- und Pflanzenarten zu sichern sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.
- die Beobachtung der künftigen, vom Menschen ungelenkten Entwicklung der Baumarten- und der sonstigen Floren- und Faunen-Zusammensetzung ist von zusätzlichem Interesse.
- dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes innerhalb des Schutzgebietes ändern oder durch eigendynamische Entwicklung entstehen.
- Das Schutzgebiet ist repräsentativ für die standörtlichen und klimatischen Verhältnisse in den Randbereichen des Albuchs und des Härtsfelds zum oberen Brenz- und Kochertal.
Betreuung
Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch
Weblinks
- Steckbrief des Bannwaldes im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte
- https://www.ich-geh-wandern.de/wandern/bannwald-siebter-fuss
