Landkreis Heidenheim

Landkreis in Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Landkreis Heidenheim ist einer der kleinsten Landkreise in Baden-Württemberg und dessen östlichster Kreis. Er bildet zusammen mit dem Ostalbkreis den Regionalverband Ostwürttemberg im Regierungsbezirk Stuttgart.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten: 48° 41′ N, 10° 9′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Region: Ostwürttemberg
Verwaltungssitz: Heidenheim an der Brenz
Fläche: 627,12 km²
Einwohner: 135.235 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HDH
Kreisschlüssel: 08 1 35
Kreisgliederung: 11 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Felsenstraße 36
89518 Heidenheim an der Brenz
Website: www.landkreis-heidenheim.de
Landrat: Peter Polta (parteilos)
Lage des Landkreises Heidenheim in Baden-Württemberg
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Geographie

Lage

Der Landkreis Heidenheim hat hauptsächlich Anteil an der östlichen Hochfläche der Schwäbischen Alb, im Süden reicht er noch in die Donauniederung (Donauried). Durch den Kreis fließt von Nord nach Süd die Brenz, ein linker Nebenfluss der Donau, die bei Bächingen die Landesgrenze überschreitet und bei Lauingen in die Donau mündet. Das Kreisgebiet erstreckt sich über eine Höhenlage von 435 m ü. NN im Brenztal bei Sontheim bis 718 m ü. NN im Gewann Bernswang nördlich von Steinheim-Gnannenweiler.

Orte

Die Liste der Orte im Landkreis Heidenheim enthält die ungefähr 115 Orte (Städte, Dörfer, Weiler, Höfe und Wohnplätze) des Landkreises Heidenheim im geographischen Sinne.

Nachbarkreise

Der Landkreis Heidenheim grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Ostalbkreis (in Baden-Württemberg), an die bayerisch-schwäbischen Landkreise Donau-Ries, Dillingen an der Donau und Günzburg (alle in Bayern) sowie an den Alb-Donau-Kreis und an den Landkreis Göppingen (beide wiederum in Baden-Württemberg).

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2015.[2]

Naturschutzgebiete

Der Landkreis Heidenheim besitzt die nachfolgenden Naturschutzgebiete. Nach der Schutzgebietsstatistik der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)[3] stehen 1364,82 Hektar der Kreisfläche unter Naturschutz, das sind 2,18 Prozent.

  1. Brünneleswiesen: 63,8 ha, Gemarkungen Heidenheim-Aufhausen und Königsbronn-Itzelberg
  2. Buchhalde-Neresheimer Tal: 7,1 ha; Gemarkung Großkuchen
  3. Bullenberg-Dudelberg-Stockhau: 101,3 ha; Gemarkung Steinheim am Albuch
  4. Eselsburger Tal: 318 ha; Gemarkungen Herbrechtingen, Bolheim und Dettingen am Albuch
  5. Fliegenberg-Kahlhof: 28,0 ha; Gemarkung Frickingen
  6. Griesbuckellandschaft Demmingen: 25,2 ha; Gemarkung Demmingen
  7. Hülbe am Märtelesberg: 0,2 ha; Gemarkung Steinheim am Albuch
  8. Kürnberg: 12,4 ha; Gemarkung Giengen an der Brenz
  9. Kutschenberg-Heuschlaufenberg-Stürzelberg: 76,3 ha (davon 65,5 ha im Kreis Heidenheim), Gemeinden Gerstetten und Steinheim am Albuch
  10. Ravensburg: 6,1 ha; Gemarkung Sontheim an der Brenz
  11. Steinbruch Steinweiler: 7,3 ha; Gemarkung Auernheim
  12. Steinheimer Becken: 426,1 ha; Gemarkung Steinheim am Albuch
  13. Steinbruchterrassen im Egautal: 10,7 ha; Gemarkungen Dischingen und Neresheim
  14. Wental mit Seitentälern und Feldinsel Klösterle: 288,7 ha (davon 262,7 ha im Kreis Heidenheim), Gemarkungen Steinheim am Albuch und Essingen (Ostalbkreis)
  15. Zwing: 102,0 ha (davon 30,1 ha im Kreis Heidenheim); Gemeinden Dischingen, Nattheim, Neresheim (Ostalbkreis)

Siehe auch:
Liste der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Heidenheim
Liste der Geotope im Landkreis Heidenheim

Geschichte

Der Landkreis Heidenheim geht zurück auf das gleichnamige württembergische Oberamt Heidenheim, das schon zu Zeiten des Herzogtums Württemberg eingerichtet und 1808 um das nur kurz bestehende Oberamt Giengen erweitert wurde.

Ab 1810 gehörte das Oberamt Heidenheim zur Landvogtei am Kocher und ab 1818 zum Jagstkreis, der 1924 aufgelöst wurde. 1934 wurde es in Kreis Heidenheim umbenannt und 1938 wurden dem Landkreis Heidenheim einige Gemeinden des aufgelösten Kreises Neresheim sowie einige Orte aus dem Kreis Ulm eingegliedert. Der Landkreis Heidenheim kam 1945 zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden in der Amerikanischen Besatzungszone. Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg am 25. April 1952 gehörte der Landkreis zum Regierungsbezirk Nordwürttemberg, der den württembergischen Teil Württemberg-Badens umfasste.

Die Kreisreform vom 1. Januar 1973 überdauerte der Landkreis unverändert. Am 1. Juli 1974 kam der Ort Sontbergen vom Alb-Donau-Kreis hinzu und wurde in die Gemeinde Gerstetten eingegliedert.[4]

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Heidenheim noch elf Gemeinden, darunter vier Städte und hiervon wiederum zwei Große Kreisstädte (Giengen an der Brenz und Heidenheim an der Brenz). Der Landkreis Heidenheim ist damit der Landkreis mit den wenigsten Gemeinden in Baden-Württemberg. Größte Stadt ist Heidenheim an der Brenz, kleinste Gemeinde ist Hermaringen.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungspyramide für den Kreis Heidenheim (Datenquelle: Zensus 2011[5].)

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Weitere Informationen Datum, Einwohner ...
DatumEinwohner
31. Dezember 1973126.999
31. Dezember 1975125.375
31. Dezember 1980124.296
31. Dezember 1985123.500
25. Mai 1987 ¹125.340
31. Dezember 1990131.058
DatumEinwohner
31. Dezember 1995137.315
31. Dezember 2000136.976
31. Dezember 2005135.174
31. Dezember 2010131.116
31. Dezember 2015130.527
31. Dezember 2020132.812
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Konfessionsstatistik

Laut Zensus 2011 waren 40,2 % Einwohner evangelisch, 32,8 % römisch-katholisch und 25,7 % gehörten anderen Konfessionen oder Religionsgemeinschaften an oder waren konfessionslos.[6] Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder im Kreis sinkt seitdem jährlich um einen Prozentpunkt. Gemäß dem Zensus 2022 waren am 25. Mai 2022 31,7 % (oder 42.360 Personen) der Einwohner evangelisch, 27,7 % (36.978) katholisch, und 40,5 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[7]

Laut kirchlicher Statistik waren Ende 2019 39.606 (29,9 %) Personen Mitglied der katholischen Kirche.[8] Ende 2024 waren 34.834 Personen Mitglied der katholische Kirche.[9] Laut kirchlicher Statistik waren Ende 2021 39.606 43.042 Personen Mitglied der evangelischen Kirche, Ende 2024 waren dies 39.855 Personen.[10]

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von acht Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse, hat aber kein Stimmrecht in den Gremien. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Kreistag

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt.

Kreistagswahl Heidenheim 2024[11]
Wahlbeteiligung: 54,7 %
 %
30
20
10
0
28,9 %
18,4 %
13,9 %
12,4 %
9,4 %
8,2 %
3,3 %
2,8 %
2,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
+4,3 %p
−2,4 %p
−6,9 %p
−0,2 %p
+6,6 %p
−0,8 %p
+0,5 %p
−0,7 %p
−0,5 %p
Sitzverteilung im Kreistag Heidenheim seit 2024
         
Insgesamt 44 Sitze

Die Ergebnisse vergangener Wahlen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Weitere Informationen Parteien und Wählergemeinschaften, % 2024 ...
Parteien und Wählergemeinschaften %
2024
Sitze
2024
%
2019
Sitze
2019
%
2014[12]
Sitze
2014
%
2009[13]
Sitze
2009
%
2004[14]
Sitze
2004[15]
%
1999
Sitze
1999
%
1994
Sitze
1994
%
1989
Sitze
1989
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,9 13 24,6 12 33,0 15 31,7 15 34,6 16
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,4 8 20,7 9 24,1 11 25,1 12 26,4 11 29,5 14 29,8 16 30,6 15
GRÜNE GRÜNE und Unabhängige 13,9 5 20,8 9 16,0 7 14,4 5
FW Freie Wähler 12,4 8 12,6 9 19,4 10 17,8 9
AfD Alternative für Deutschland 9,4 5 2,7 2 2,3 1
FW OV HDH Freie Wähler Ortsverband Heidenheim e. V. 8,2 2 9,0 2
ÖDP/PB Ökologisch-Demokratische Partei/Parteifreie Bürger 3,3 1 2,8 1 1,3 1 2,8 1
LINKE Die Linke 2,8 1 3,5 1 3,8 1 3,8 1
FDP Freie Demokratische Partei 2,7 1 3,2 1 1,3 1 3,9 1 2,3 0 0,7 0 1,0
GEM Gemeinsamer Wahlvorschlag 15,6 6 47,6 23 53,5 29 48,9 23
WG Wählervereinigungen 21,1 10 15,4 8 6,0 2 6,6 1
REP Die Republikaner 4,3 1 7,1 3 11,8 4
Sonst. Sonstige 2,5 0 2,5 0 2,1 0
Gesamt 100 44 100 46 100 47 100 44 100 43 100 46 100 50 100 43
Wahlbeteiligung 54,7 % 52,4 % 43,8 % 46,9 % 48,7 % 51,2 % 66,1 % 63,1 %
Schließen
  • GEM: Gemeinsamer Wahlvorschlag verschiedener Parteien, unter anderem der CDU von 1989 bis 1999, ohne die CDU bei der Wahl 2004. Welche einzelnen Parteien den Gemeinsamen Wahlvorschlag in diesem Zeitraum stellten, ist nicht mehr nachvollziehbar.
  • WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen.
Willkommensschild Landkreis Heidenheim

Landräte

Die Landräte des Landkreises Heidenheim ab 1938:

Die Oberamtmänner des früheren Oberamtes Heidenheim von 1803 bis 1938 sind im Artikel Oberamt Heidenheim verzeichnet.

Wappen

Wappen des Landkreises Heidenheim
Wappen des Landkreises Heidenheim
Blasonierung: „In gespaltenem Schild vorne in Gold (Gelb) ein roter Balken, hinten in Schwarz ein goldener Zinnenturm mit schwarzem Tor und zwei schwarzen Fenstern nebeneinander.“
Wappenbegründung: Der rote Balken symbolisiert die Herren von Hellenstein (siehe Liste schwäbischer Adelsgeschlechter/H), die bis in das 15. Jahrhundert im Kreisgebiet herrschten; der Zinnenturm versinnbildlicht die zahlreichen Burgen und Schlösser der anderen Herrschaften im Kreisgebiet. Diese kamen Anfang des 19. Jahrhunderts ebenfalls an Württemberg.

Das Wappen wurde am 12. September 1955 verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landkreis Heidenheim ist traditionell industriell geprägt. Vorherrschend sind vor allem Unternehmen in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik sowie Textilindustrie. Die bedeutendsten Arbeitgeber im Kreis sind Voith, BSH Hausgeräte GmbH, die Paul Hartmann AG, Röhm GmbH, Osram, Steiff und Epcos. Laut offizieller Statistik der Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosenquote des Landkreises im Juli 2020 bei 5,2 %.[18]

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Heidenheim Platz 167 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählte damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“.[19] In der Ausgabe von 2019 lag er auf Platz 124 von 401.[20] Im Zukunftsatlas 2025 lag der Landkreis Heidenheim auf Platz 145 von 400 und zählt damit zu den Regionen mit „leichten Chancen“.[21]

Verkehr

Bahn- und Busverkehr

Der Heidenheimer Tarifverbund bietet für alle Nahverkehrsleistungen einen einheitlichen Tarif an. Der Landkreis Heidenheim wird im Brenztal von der Bahnlinie Aalen – Ulm durchzogen, die von der Württembergischen Staatsbahn 1864 bis Heidenheim und 1875/76 vollständig eröffnet worden ist. Eine Querverbindung von der Brenzbahn ins bayerische Donautal stellte die Linie Sontheim-Brenz – Gundelfingen ab 1911 her.

Die Albhochfläche selbst wurde durch Privatbahnen erschlossen: Die Badische Lokal-Eisenbahnen AG führte 1901 die schmalspurige Härtsfeldbahn von Aalen über Neresheim nach Dischingen und 1906 weiter nach Dillingen an der Donau.

Im westlichen Teil des Kreises erhielt Gerstetten im Jahre 1906 durch die Bahnstrecke Amstetten–Gerstetten der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft eine normalspurige Verbindung nach Amstetten an der Hauptbahn Stuttgart–Ulm. Beide Nebenbahnen verloren ihren Personenverkehr; die Härtsfeldbahn schon im Jahre 1972, die andere erst 1997. Hier wird allerdings noch eine Museumsbahn betrieben. Bereits 1956 war laut Kursbuch der Personenverkehr von Sontheim-Brenz nach Gundelfingen eingestellt worden, förmlich aber erst 1959.

Fernstraßen

Durch das östliche Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 7 UlmWürzburg. Ferner erschließen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Landkreis, darunter die B 19 Ulm–Schwäbisch Hall.

Radverkehr

Durch den Landkreis verläuft eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-Württemberg[22] Von Ulm über Langenau kommend führt sie über Sontheim an der Brenz, Giengen, Herbrechtingen und Heidenheim Richtung Aalen. In Sontheim gibt es einen Abzweig Richtung Gundelfingen an der Donau.

Außerdem gibt es ein Radverkehrskonzept des Landkreises.[23]

Durch den Landkreis verlaufen verschiedene Radfernwege:

Der Landkreis Heidenheim ist Mitglied der AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen) in Baden-Württemberg.[24]

Wanderweg

Der Albschäferweg führt durch den Landkreis Heidenheim.

Kreiseinrichtungen

Der Landkreis Heidenheim ist Schulträger folgender Beruflichen Schulen: Technische Schule Heidenheim – Heid Tech, Kaufmännische Schule Heidenheim und Maria-von-Linden-Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) Heidenheim, ferner folgender Sonderpädagogischer Bildungs- und Beratungszentren: Pistorius-Schule (Förderschwerpunkte geistige Entwicklung und körperlich-motorische Entwicklung mit Schulkindergarten) Herbrechtingen und Arthur-Hartmann-Schule (Förderschwerpunkt Sprache) mit Schulkindergärten in Heidenheim.

Der Landkreis Heidenheim ist Träger des Klinikums Heidenheim, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und der Geriatrischen Rehabilitationsklinik Giengen an der Brenz. Beide Kliniken werden seit 1994 als Eigenbetrieb des Landkreises geführt.

Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich an den Kosten für Sanierung und Ausbau des Klinikums Heidenheim mit knapp 25,6 Millionen Euro. Neben einem neuen Labor sind Maßnahmen im Bereich der Patientenaufnahme mit Notfallbehandlungsstation, einer Station für Intensivpflege und ein Hubschrauberlandeplatz geplant. Mit den Arbeiten wurde Anfang März 2009 begonnen.[25]

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2024[1])

Städte

  1. Giengen an der Brenz, Große Kreisstadt (19.967)
  2. Heidenheim an der Brenz, Große Kreisstadt (50.618)
  3. Herbrechtingen (13.238)
  4. Niederstotzingen (4.916)

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Giengen an der Brenz mit der Gemeinde Hermaringen
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Heidenheim an der Brenz mit der Gemeinde Nattheim
  3. Gemeindeverwaltungsverband Sontheim-Niederstotzingen mit Sitz in Sontheim an der Brenz; Mitgliedsgemeinden: Stadt Niederstotzingen und Gemeinde Sontheim an der Brenz

Weitere Gemeinden

  1. Dischingen (4.374)
  2. Gerstetten (11.551)
  3. Hermaringen (2.341)
  4. Königsbronn (7.028)
  5. Nattheim (6.555)
  6. Sontheim an der Brenz (5.771)
  7. Steinheim am Albuch (8.876)
Alb-Donau-KreisOstalbkreisLandkreis GöppingenNiederstotzingenSontheim an der BrenzHermaringenGiengen an der BrenzDischingenNattheimHeidenheim an der BrenzSteinheim am AlbuchKönigsbronnHerbrechtingenHerbrechtingenGerstettenBayern

Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform 1973 und der Gemeindereform gehörten zum Landkreis Heidenheim seit 1938 insgesamt 40 Gemeinden, darunter drei Städte. Bereits 1937 war die Gemeinde Mergelstetten in die Stadt Heidenheim an der Brenz eingegliedert worden.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Heidenheim machten am 1. Januar 1971 gleich mehrere Gemeinden. Die Gemeinde Oggenhausen wurde in die Stadt Heidenheim an der Brenz, die Gemeinde Itzelberg in die Gemeinde Königsbronn und die Gemeinde Söhnstetten in die Gemeinde Steinheim am Albuch eingegliedert. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Alle verbliebenen Gemeinden des Landkreises Heidenheim wurden am 1. Januar 1973 in den neuen Landkreis Heidenheim übernommen, doch reduzierte sich auch in der Folgezeit die Zahl der Gemeinden weiter. Am 1. Juli 1974 wurde das zur Gemeinde Bräunisheim gehörende Sontbergen in die Gemeinde Gerstetten eingegliedert, dadurch mussten sowohl die Gemeinde- als auch die Kreis- und Regierungsbezirksgrenzen verschoben werden.

Die größte Gemeinde des Landkreises Heidenheim vor der Kreisreform war die Kreisstadt Heidenheim an der Brenz, die seit dem 1. April 1956 eine Große Kreisstadt ist. Die kleinste Gemeinde war Hausen ob Lontal.

Der Landkreis Heidenheim umfasste vor der Kreisreform eine Fläche von 624 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 127.108 Einwohner. Nach der Kreisreform wurde noch Herbrechtingen (1974) zur Stadt erhoben, unmittelbar nachdem Bolheim, die größte im Landkreis bestehende Gemeinde, die im Zuge der letzten Reform ihre Eigenständigkeit verlor, ins Stadtgebiet eingegliedert wurde.

In der Tabelle wird die Einwohnerentwicklung des Landkreises Heidenheim bis 1970 angegeben. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Weitere Informationen Datum, Einwohner ...
DatumEinwohner
17. Mai 193962.482
13. September 195091.847
DatumEinwohner
6. Juni 1961113.453
27. Mai 1970127.108
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In der Tabelle stehen die Gemeinden des Landkreises Heidenheim vor der Gemeinde- bzw. Kreisreform.[4]

Landkreis Heidenheim vor der Kreisreform (bis heute nahezu unverändert)

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HDH zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur

Einzelnachweise

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