Siegfried von Brünneck
deutscher Gutsbesitzer, Landrat und Politiker, MdR
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Siegfried von Brünneck (* 21. August 1871 in Rosenberg; † 27. Mai 1927 in Bellschwitz) war Gutsbesitzer, Landrat und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Leben


Sein Vater war der 1840 in Neapel geborene Roland von Brünneck, 1. Fideikommissherr zu Bellschwitz, Burggraf zu Marienburg, kgl. preuß. Kammerherr, Landrat, Mitglied[1] des Preußischen Herrenhauses via Berufung. Die Mutter war dessen erste Ehefrau Maria von Reitzwisch (* 1842; † 1891). Er hatte neun Geschwister, von denen einige früh verstarben. Die zweite Ehe verband den Vater mit Agathe von Bardeleben (* 1842). Siegfrieds Onkel Rinaldo von Brünneck wurde Oberst und Gutsherr zu Schloss Trebnitz bei Berlin, der Onkel Egmont von Brünneck war Volljurist, Landrat im Landkreis Hannover sowie Kommendator des Johanniterordens. Trebnitz wurde an ihn vererbt.
Brünneck besuchte das Gymnasium Marienwerder und das Collegium Fridericianum. Er studierte ab 1891 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und wurde im Corps Borussia Bonn aktiv,[2] gemeinsam u. a. mit Hans Graf von Breßler, Hans-Albrecht Graf von Harrach, Hans Heinrich XVI. Graf von Hochberg-Freiherr zu Fürstenstein, Frederic Hans von Rosenberg, August-Karl Graf von der Schulenburg und Willi Graf Wesdehlen. Als Inaktiver wechselte er an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und die heimatliche Albertus-Universität Königsberg.
Ab 1895 war er Referendar am Amtsgericht in Zoppot, am Landgericht Berlin, am Landgericht Danzig und am Landgericht Königsberg sowie Regierungsreferendar bei der Regierung in Merseburg. Er wurde am 1. Mai 1904 mit der Verwaltung des Landratsamts im Landkreis Rosenberg in Westpreußen beauftragt, als Nachfolger des Hans Albert von Auerswald, und am 6. Februar 1905 zum Landrat ernannt.[3]
Weiter war er kurz Gutsbesitzer in Bellschwitz,[4] der Besitz ging an die gräfliche Linie der Familie von Brünneck.
Von 1913 bis 1918 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Marienwerder 2 (Rosenberg (Westpr.), Löbau) und die Deutsche Reichspartei. Ab 1921 war er auch Mitglied des Ostpreußischen Provinziallandtags.[5]
Siegfried von Brünneck blieb unvermählt.
Literatur
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1900. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Januar 1900, S. 151 f.
- G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821-1928. Wailand AG-Selbstverlag, Aschaffenburg 1928, S. 228, Nr. 767. (Mit Portrait/Siehe Oben).
Weblinks
- Siegfried von Brünneck in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
- Biografie von Siegfried Bruenneck. In: Heinrich Best: Datenbank der Abgeordneten der Reichstage des Kaiserreichs 1867/71 bis 1918 (Biorab – Kaiserreich)