Sill (Ritten)
Siedlung in Ritten, Südtirol, Italien
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Sill (italienisch Sill) ist eine Ortslage der Südtiroler Gemeinde Ritten.


Die in älteren Quellen auch als Süll bzw. Burgfrieden (von Wangen-Bellermont) bezeichnete Fraktion liegt am westlichen Hangfuß des Rittner Bergrückens, wo dieser in die Sarner Schlucht zur Talfer abfällt und dort von der Stadtgrenze von Bozen begrenzt wird. Die drei Burgen Runkelstein, Ried und Wangen-Bellermont bilden markante Eckpunkte der Gemarkung. Die Burgendichte weist auch auf die logistische Bedeutung der Örtlichkeit hin, durch die seit dem Mittelalter ein heute verfallener Fahrweg den Bozner Zentralort mit dem Sarntal verband, ehe die Wegführung mit der Errichtung der Sarner Straße ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf das rechte Talferufer in höhere Tallagen wechselte.
Das Etymon Sill ist vorrömischen bzw. vordeutschen Ursprungs, nimmt auf das Wortfeld Wasser Bezug und findet seine Parallele im Wipptaler Flussnamen Sill bzw. der damit verbundenen schluchtartigen Verengung vor Wilten in Innsbruck.[1]
Mehrere Einzelhöfe, wie Langegger, Grünbühl, Ebner, Nopp, Plattner und Hofstatt, befinden sich in steiler Hanglage über der Talsohle.[2]
In Mittelalter und Früher Neuzeit gehörte der Strich zum Landgericht Wangen, wie auch eine Grenzbeschreibung von 1542 ausweist.[3] Der Ortsname selbst ist bereits im Jahr 1368 als „ad Suelle in iudicio de Riede“ urkundlich genannt.[4]
Mit dem Tierheim Sill und dem Eislaufplatz Sill bestehen hier zwei öffentliche Einrichtungen.