Sittendorf (Gemeinde Wienerwald)
Ortschaft im Bezirk Mödling
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Sittendorf ist ein Dorf und eine Katastralgemeinde in der Gemeinde Wienerwald im Bezirk Mödling in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 682 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 war Sittendorf eine eigenständige Gemeinde.[2]
| Sittendorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Sittendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mödling (MD), Niederösterreich | |
| Pol. Gemeinde | Wienerwald | |
| Koordinaten | 48° 4′ 28″ N, 16° 9′ 41″ O | |
| Einwohner der Ortschaft | 682 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 6,29 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 2393 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05159 | |
| Katastralgemeindenummer | 16122 | |
Südostansicht von Sittendorf | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Lage
Das Straßendorf nordöstlich von Heiligenkreuz liegt in der Talsenke des Mödlinger Wildbaches.
Verbauung
Es gibt einige Haken- und Dreiseithöfe, überwiegend neuere Einfamilienhäuser, und einige historische Villenbauten.
Öffentliche Einrichtungen
In Sittendorf befindet sich eine Volksschule.[3]
Geschichte
Der Ort wurde 1114 urkundlich als Rupertus de Sickendorf genannt.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Sittendorf ein Bäcker, ein Elektrotechniker, ein Friseur, fünf Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, zwei Holzhändler, drei Milchhändler, eine Müllerin, ein Schmied, ein Schuster, ein Wagner und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[4]
Im Jahr 1888 wurde die Freiwillige Feuerwehr Sittendorf gegründet. 1896 erfolgte schließlich der Bau des Feuerlösch- und Requisitenhauses, den die Gemeinde Sittendorf finanzierte.[5]
In Zeiten des Nationalsozialismus in Österreich wurden in Sittendorf Bauarbeiter, und später Zwangsarbeiter, in einem eigens eingerichteten Lager zum Bau der Wiener Außenring Autobahn untergebracht.[6] Heute erinnert eine Gedenktafel an der Heiligenkreuzerstraße vor Füllenberg daran.
Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Dornbach, Grub, Sittendorf und Sulz im Wienerwald.[2]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Burg Wildegg
- Katholische Pfarrkirche Sittendorf hl. Johannes der Täufer
- Pfarrhof Sittendorf
- Bildstock Hl. Maria im Walde
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 108 (Sittendorf – Internet Archive).
- Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Sittendorf, Gemeinde Wienerwald, Pfarrkirche hl. Johannes d. T. mit Grundrissdarstellung, Pfarrhof, Schloss Wildegg, Häuser, Kleindenkmäler: Pestkapelle im Ort, Tabernakelbildstock Hl. Maria im Walde. S. 2241–2244.
