Sittendorf (Gemeinde Wienerwald)

Ortschaft im Bezirk Mödling From Wikipedia, the free encyclopedia

Sittendorf ist ein Dorf und eine Katastralgemeinde in der Gemeinde Wienerwald im Bezirk Mödling in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 682 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 war Sittendorf eine eigenständige Gemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Sittendorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Sittendorf
Sittendorf (Gemeinde Wienerwald) (Österreich)
Sittendorf (Gemeinde Wienerwald) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mödling (MD), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Wienerwald
Koordinaten 48° 4′ 28″ N, 16° 9′ 41″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 682 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 6,29 km² (31. Dez. 2023)
Postleitzahl 2393f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05159
Katastralgemeindenummer 16122
Bild
Südostansicht von Sittendorf
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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682

Lage

Das Straßendorf nordöstlich von Heiligenkreuz liegt in der Talsenke des Mödlinger Wildbaches.

Verbauung

Es gibt einige Haken- und Dreiseithöfe, überwiegend neuere Einfamilienhäuser, und einige historische Villenbauten.

Öffentliche Einrichtungen

In Sittendorf befindet sich eine Volksschule.[3]

Geschichte

Der Ort wurde 1114 urkundlich als Rupertus de Sickendorf genannt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Sittendorf ein Bäcker, ein Elektrotechniker, ein Friseur, fünf Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, zwei Holzhändler, drei Milchhändler, eine Müllerin, ein Schmied, ein Schuster, ein Wagner und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[4]

Im Jahr 1888 wurde die Freiwillige Feuerwehr Sittendorf gegründet. 1896 erfolgte schließlich der Bau des Feuerlösch- und Requisitenhauses, den die Gemeinde Sittendorf finanzierte.[5]

In Zeiten des Nationalsozialismus in Österreich wurden in Sittendorf Bauarbeiter, und später Zwangsarbeiter, in einem eigens eingerichteten Lager zum Bau der Wiener Außenring Autobahn untergebracht.[6] Heute erinnert eine Gedenktafel an der Heiligenkreuzerstraße vor Füllenberg daran.

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Dornbach, Grub, Sittendorf und Sulz im Wienerwald.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Burg Wildegg
Pfarrkirche Sittendorf

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 108 (SittendorfInternet Archive).
  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Sittendorf, Gemeinde Wienerwald, Pfarrkirche hl. Johannes d. T. mit Grundrissdarstellung, Pfarrhof, Schloss Wildegg, Häuser, Kleindenkmäler: Pestkapelle im Ort, Tabernakelbildstock Hl. Maria im Walde. S. 2241–2244.
Commons: Sittendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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