Sitzenberg
Ortschaft im Bezirk Tulln
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Sitzenberg ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Sitzenberg-Reidling im Bezirk Tulln in Niederösterreich mit 477 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine eigenständige Ortsgemeinde.[2]
| Sitzenberg (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Sitzenberg | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Tulln (TU), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Tulln | |
| Pol. Gemeinde | Sitzenberg-Reidling | |
| Koordinaten | 48° 19′ 13″ N, 15° 48′ 28″ O | |
| Höhe | 200 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 477 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 3,59 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06340 | |
| Katastralgemeindenummer | 20180 | |
Ortsansicht mit Schloss und Teich | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das Dorf liegt im Süden um das Schloss Sitzenberg und nördlich beiderseits des Sitzenberger Schlossteiches, aus dem der Bärndorfer Graben abfließt, und ist über die Landesstraße L2200 erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft, zu der auch die Lage Wimmergraben gehört, 226 Adressen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 44 Häusern genannt, das nach Reidling eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Sitzenberg besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Gutenbrunn ausgeübt.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Sitzenberg ein Baumeister, ein Fleischer, zwei Fuhrwerker, ein Gärtner, zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Glaser, ein Kaffeehaus, ein Kino, ein Mechaniker, ein Sägewerk, ein Sattler, zwei Schlosser, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, eine Sparkasse, ein Spengler, ein Tischler, ein Wasenmeiser, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gab es beim Ort ein Elektrizitätswerk der N.-Oe. Elektrizitätswirtschaft AG.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Gemeinden Hasendorf, Reidling und Sitzenberg.[2]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Wienerwald. 14 von 34 Bänden. 4. Band: Pettendorf (Oberizberg) bis Lilienfeld. Wallishausser, Wien 1836, S. 93 (Sitzenberg – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 333.
