Small Wonders

Film von Allan Miller (1995) From Wikipedia, the free encyclopedia

Small Wonders ist ein amerikanischer Dokumentarfilm von Allan Miller aus dem Jahr 1995. Der Film wurde 1996 für einen Oscar nominiert und bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet.

TitelSmall Wonders
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1995
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Small Wonders
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 77 Minuten
Stab
Regie Allan Miller
Produktion Susan Kaplan, Allan Miller
Kamera Kramer Morgenthau
Schnitt Allan Miller
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Inhalt

Die Dokumentation zeigt Roberta Guaspari-Tzavaras, die seit 1990 das Musikprogramm an öffentlichen Schulen in New York City gekürzt, wurde, eine private Nichtregierungsorganisation betreibt, um an drei High Schools in East Harlem Geigenunterricht zu geben. Guaspari-Tzavaras wird als eine geschiedene Frau mit drei Kindern und strenge Lehrerin porträtiert. Es wird gezeigt, wie sie Unterrichtsmaterial für das Programm besorgt, mittels Lotterie darüber entscheidet, wer in ihre Klasse kommt und wie sie ihre Schüler unterrichtet. Zu sehen ist nicht nur der Unterricht, sondern auch Auftritte ihrer Schüler im Schulauditorium, bei einem Spiel der New York Knicks im Madison Square Garden und die Teilnahme an einem Bach-Violinenkonzert mit bekannten Künstlern wie Isaac Stern, Itzhak Perlman und Midori in der Carnegie Hall.

Wirkung

Die Dokumentation ist Grundlage für den Spielfilm Music of the Heart von Wes Craven,[1] für den Meryl Streep und Diane Warren bei der Oscarverleihung 2000 nominiert wurden. Streep wurde für den Spielfilm auch bei den Golden Globe Awards 2000 und Warren für einen Grammy Award nominiert.

Er wird in den Vereinigten Staaten im Unterricht eingesetzt, um weibliche Vorbilder und Verantwortungsbewusstsein im Unterricht zu zeigen.[2]

Rezeption

Lawrence van Gelder schrieb in der New York Times, dass nichts leichter sei, als zu schreiben, dass der Film die inspirierende Geschichte einer hingebungsvollen Geigenlehrerin von Schülern an drei Schulen in East Harlem sei. Aber diese bewegende Dokumentation sei mehr als das. Während sie Roberta Guaspari-Tzavaras würdige, biete sie eine mutige Soziologie und gebe eine Can-Do-Botschaft von pädagogischem Triumph in einer Betonlandschaft, die sonst von Pessimismus und Niederlage spuke. Es sei auch eine Zurückweisung jedes Politikers, der für irgendwelche Interessen ein Kunstprogramm für Kinder kürze. Nur die versteinertesten Herzen könnten unbewegt bleiben bei den Auftritten der Schüler in der Schulaula, dem Madison Square Garden und der Carnegie Hall. Small Wonders mache deutlich, dass die fordernde Roberta Guaspari-Tzavaras mehr lehre als das Geigenspiel. Sie vermittle als Vorbild und mit Lektionen Disziplin, den Wert harter Arbeit, und dass Einsatz und Bildung Schranken überwinden, Selbstbewusstsein fördern, Türen öffneten und ein Leben voll Gelegenheiten schüfen.[3]

Ähnlich urteilte Peter Stack im San Francisco Chronicle und beschrieb Roberta Guaspari-Tzavaras als eine Kraft, mit der man zu rechnen habe. Sie sei eine Frau, deren Charme gepaart sei mit einer grimmigen Entschlossenheit, Kinder von ihrem Hintern zu Johann Sebastian Bach zu führen. Allan Miller müsse nur die Kamera halten und sie machen lassen. Der Film zeige, wie sie sich als strikte Aufseherin durch die Kakophonie des ersten Zupfend von Saiten, von quietschenden Bögen und ersten Versuchen zusammenzuspielen kämpfe. Die Kinder würden zu den kleinen Wundern des Filmtitels. Nicht allzu weit im Unterricht würden kleine Jungen und Mädchen jeder Ethnie und jeden sozialen Hintergrunds komplexe Musik spielen. Eine Gruppe fortgeschrittener Teenager arbeite an Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen und trete schließlich mit Weltklasse-Violinisten auf. Man sehe in Small Wonders den Triumph des Lernprozesses bei der Arbeit. Man sei Zeuge des Glühens menschlichen Erfolgs nach jahrelanger Anstrengung.[4]

Austin Kennedy war anderer Ansicht. Die Dokumentation sei schlecht gemacht. Der Kameramann scheine nicht zu wissen, wo der Fokus sei. Der Filmschnitt sei extrem amateurhaft – die Übergänge setzten ein, wenn jemand noch spreche. Der Film sei so nachlässig gemacht worden, dass er nichtmal für eine Sendung auf PBS tauge. Es sei ein schockierender Skandal, dass er für einen Oscar nominiert worden sei, Hoop Dreams aber nicht.[5]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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