Solanidin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Solanidin ist ein Steroidalkaloid.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Solanidin
Allgemeines
Name Solanidin
Andere Namen

(3β)-Solanid-5-en-3-ol (IUPAC)

Summenformel C27H43NO
Kurzbeschreibung

weißer, kristalliner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 80-78-4
EG-Nummer 201-309-5
ECHA-InfoCard 100.001.191
PubChem 65727
ChemSpider 59150
Wikidata Q3489153
Eigenschaften
Molare Masse 397,65 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

210–218 °C[1]

Siedepunkt

503 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302361d413
P: 202264270273301+312308+313[1]
Toxikologische Daten

590 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Kartoffeln enthalten die Glycoside Solanin und Chaconin, die beide als Aglycon Solanidin haben.

Solanidin ist Bestandteil der beiden Glycoalkaloide Solanin (mit der Zuckerkomponente Solatriose) und Chaconin (mit der Zuckerkomponente Chacotriose), die in der Kartoffel vorkommen.[2][3]

Synthese

Solanidin kann ausgehend von acetyliertem Diosgenin in acht Stufen gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Solanidin ist giftig. In einer Studie an Mäusen hat es zu einer Vergrößerung der Leber geführt sowie bei schwangeren Tieren zu Fehlgeburten.[2] Die teratogene Wirkung ist aber deutlich geringer als bei den Glycosiden Solanin und Chaconin.[5]

In einer Studie in silico zeigte Solanidin antivirale Eigenschaften gegen SARS-CoV-2.[6]

Verwendung

Solanidin eignet sich als Biomarker, um Genvarianten von Cytochrom P450 2D6 zu erkennen, welche eine wichtige Rolle bei der Metabolisierung von Medikamenten spielen.[7]

Einzelnachweise

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