Sonja Beißwenger
deutsche Theaterschauspielerin
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Sonja Beißwenger (* 6. Oktober 1980[1] in Heilbronn) ist eine deutsche Schauspielerin und Hörfunksprecherin.
Leben
Bereits während ihrer Schulzeit sammelte sie im Theater Heilbronn erste Bühnenerfahrungen. Außerdem spielte sie in verschiedenen Off-Theater-Produktionen. Nachdem sie zunächst ein Ethnologie-, Journalistik- und Philosophiestudium in Leipzig aufnahm, absolvierte sie von 2001 bis 2004 eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Ab der Spielzeit 2004/05 war sie bis 2008 festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Hannover, wo sie in der Spielzeit 2015/2016 wieder Gastspiele hatte. Nach der Geburt von Zwillingstöchtern war sie bis Sommer 2009 in Elternzeit.[2] Seit der Spielzeit 2009/2010 bis 2015 gehörte sie zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden.[3] Seit 2015 arbeitet sie freischaffend mit Engagements bei den Salzburger Festspielen, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspiel Frankfurt[4], bei den Nibelungenfestspielen Worms[5] und am Berliner Ensemble.[6]
Daneben unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Fachbereich Schauspiel und ist als Hörfunk-Sprecherin tätig.[7]
2013 wurde sie mit dem Erich-Ponto-Preis ausgezeichnet.[8]
Ihr Bruder ist der Germanist Michael Beißwenger.
Rollen bei den Salzburger Festspielen
- 2014: verschiedene Rollen in Horvaths Don Juan kommt aus dem Krieg; Regie: Andreas Kriegenburg
- 2015: Polly Peachum in der Experimentalfassung Eine Salzburger Dreigroschenoper; Regie: Julian Crouch und Sven-Eric Bechtolf
Rollen am Schauspielhaus Düsseldorf
- 2016: Sophie in Willkommen von Lutz Hübner; Regie: Sönke Wortmann
- 2017: Jenny in Brechts Die Dreigroschenoper; Regie: Andreas Kriegenburg
- 2018: Kitty in Konsens von Nina Raine; Regie: Lore Stefanek
- 2019: Margaretha in Shakespeares Heinrich VI. und Margaretha di Napoli in einer Neubearbeitung von Tom Lanoye; Regie: David Bösch
- 2019: Marla Singer in Fightclub nach dem Roman von Chuck Palhaniuk; Regie: Roger Vontobel
- 2021: Petra von Kant in Die bitteren Tränen der Petra von Kant von Rainer Werner Fassbinder, Regie: David Bösch
- 2021: Lady Torrance in Orpheus steigt herab von Tennessee Williams; Regie: David Bösch
- 2022: Franziska in Wedekinds Franziska – ein modernes Mysterium in 5 Akten; Regie: Sebastian Baumgarten
- 2023: Stauffacher in Schillers Wilhelm Tell; Regie: Roger Vontobel
- 2026: Anna Scherer, adlige Gesellschafterin, Zar Alexander I., General Benningsen, Tod in Krieg und Frieden, nach dem Roman von Lew Tolstoi, Fassung von Armin Petras; Regie: Tilmann Köhler.[9]
Rollen am Schauspielhaus Hannover
- 2003: Nellie Brunkhorst (Produktion: Nellie Goodbye; Regie: Henner Kallmeyer)
- 2004: Margot / Raoul / Engel (Produktion: Die Jungfrau von Orléans; Regie: Peter Kastenmüller)
- 2004: Fina / Kuhmagd Lidu (Produktion: Herr Puntila und sein Knecht Matti; Regie: Christoph Frick)
- 2004: Katharina Neuwirth (Produktion: Hotel Paraiso; Regie: Barbara Bürk, Uraufführung)
- 2004: Mieze (Produktion: Berlin Alexanderplatz; Regie: Jarg Pataki)
- 2005: Christine (Produktion: Zur schönen Aussicht; Regie: Peter Kastenmüller)
- 2005: Erzählerin / Barbara Pilgrim u. a. (Produktion: Schlachthof 5; Regie: Nicolas Stemann)
- 2005: Recha (Produktion: Nathan der Weise; Regie: Christoph Frick)
- 2005: Hedwig (Produktion: Die Wildente; Regie: Barbara Bürk)
- 2006: Johanna Dark (Produktion: Die heilige Johanna der Schlachthöfe; Regie: Meret Matter)
- 2006: Leyla (Produktion: Nachtblind; Regie: Caroline Farke)
- 2006: Desdemona (Produktion: Othello; Regie: Lars-Ole Walburg)
- 2006: Gräfin Orsina (Produktion: Emilia Galotti; Regie: Wilfried Minks)
- 2007: Wendla (Produktion: Frühlings Erwachen!; Regie: Nuran David Calis)
- 2007: Jason (Produktion: Pornographie; Regie: Sebastian Nübling)
- 2007: Mephisto (Produktion: Faust; Regie: Sebastian Baumgarten)
- 2015: Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd (Produktion: Die Physiker; Regie: Florian Fiedler)
Rollen am Staatsschauspiel Dresden
- 2009: Wendla (Frühlings Erwachen!)
- 2009: Evelyn (Adam und Evelyn)
- 2010: Margaret (Die Katze auf dem heißen Blechdach)
- 2010: Elisabeth von Valois, Gemahlin von Philipp dem Zweiten (Don Carlos)
- 2011: Karl, ein Idiot (Woyzeck)
- 2011: Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade
- 2012: Polly (Die Dreigroschenoper)
- 2013: Philidel, ein Luftgeist (King Arthur)
- 2013: Elektra (Die Fliegen)
- 2014: Rahel, Tochter Isaaks (Die Jüdin von Toledo)
- 2014: Lenina Crowne (Schöne neue Welt)
- 2014: Olivia, eine Gräfin (Was ihr wollt)
TV/Kino
- 2014: SOKO Leipzig, TV-Serie (ZDF), Regie: Herwig Fischer[10]
- 2014: Blindgänger, TV-Film (ZDF), Regie: Peter Kahane
- 2019: Auerhaus, Kino, Regie: Neele Leana Vollmar
- 2020: Mit Gott gegen Hitler – Bonhoeffer und der christliche Widerstand, TV-Film (ARD/NDR), Regie: Ingo Helm
- 2022: Europas erste Filmikone. Asta Nielsen (HR), Dokumentarfilm (ARTE/NDR), Regie: Sabine Jainski
Auszeichnungen / Nominierungen
- 2007: Preis der Gesellschaft der Freunde des hannoverschen Schauspielhauses für die beste Nachwuchsschauspielerin 2007
- 2013: Erich-Ponto-Preis