Sophora flavescens
Art der Gattung Sophora
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Sophora flavescens (Synonym: Radiusia flavescens (Aiton) Endl.[1]) oder der Schnurbaum, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sophora in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler mit Verbreitung in Ostasien. Die Wurzeln werden häufig in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet.
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Sophora flavescens | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sophora flavescens | ||||||||||||
| Aiton[1] |

Beschreibung
Sophora flavescens ist eine krautige Pflanze oder ein Halbstrauch, der 1 bis 2 Meter hoch wird. Der Stängel ist gestreift und bei jungen Pflanzen weich behaart.
Die wechselständigen, gefiederten und gestielten Blätter sind normalerweise 20–25 cm lang, mit lanzettlichen Nebenblättern und 13–25 elliptischen bis lanzettlichen oder schmal eiförmigen bis -lanzettlichen, spitzen bis stumpfen, kurz gestielten, unterseits leicht behaarten Blättchen.
Die Schmetterlingsblüten stehen in endständigen, lockeren Trauben von 15–25 cm Länge mit zahlreichen, entfernten, hängenden Blüten. Sie besitzen schlanke Blütenstiele und lineare Tragblätter sowie weiße bis blassgelbe, manchmal purpurrote oder rote Kronblätter. Der Kelch ist becherförmig mit undeutlichen Zipfeln. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August, und die Fruchtbildung erfolgt von Juli bis Oktober.[2]
Es werden schlanke und wenigsamige, nicht öffnende und geschnäbelte Hülsenfrüchte gebildet.[3]
Verbreitungung
Sophora flavescens kommt hauptsächlich in Indien, Japan, Korea und Russland vor.[2] Sie ist in China, der Mongolei, Taiwan, Japan, Korea und dem russischen Fernen Osten heimisch.[1] Die Art wächst hauptsächlich an Berghängen, sandigen Graslandabhängen, in Strauchwäldern oder an Feldrändern, typischerweise in Höhenlagen unter 1500 Metern.[2]
Wachstum und Kultivierung
Die Art ist winterhart bis −18 °C, bis zur USDA-Klimazone 6. Die Pflanze ist bodenvag, benötigt aber gut durchlässigen, feuchten Boden. Im Schatten wächst sie nicht. Wie viele andere Arten aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) kann auch diese Art Luftstickstoff binden.
Chemie

Zu den aus S. flavescens isolierten chemischen Verbindungen gehören:
- Matrin und Oxymatrin, Chinolizidin‑Alkaloide, die in den Wurzeln vorkommen
- Kushenin,[S 1] ein Pterocarpan und Isoflavonoid[4]
- Sophoraflavanon G[S 2][5]
- 7,9,2',4'-Tetrahydroxy-8-isopentenyl-5-methoxychalcon[S 3][6]
- Sophoridin
- Kurarinone[S 4][7]
- Trifolirhizin,[S 5] ein Pterocarpan-Flavonoid, isoliert aus den Wurzeln
- 8-Prenylkaempferol,[S 6] ein Prenylflavonoid
- Oxysophocarpin und Sophocarpin, Alkaloide[8]
Toxizität
Gefährdung
Auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzuniun IUCN ist die Art als nicht gefährdet (least concern) eingestuft (Stand 2010).[10]
Literatur
- Sophora flavescens in der Flora of China, Vol. 10.
- World Health Organization, Regional Office for the Western Pacific (Hrsg.): Medicinal plants in the Republic of Korea : information on 150 commonly used medicinal plants. 1998, ISBN 92-9061-120-0, Sophora flavescens Ait, S. 269 (englisch).
- Jian Ya Ling, Guo Ying Zhang, Zhao Jie Cui, Chang Kai Zhang: Supercritical fluid extraction of quinolizidine alkaloids from Sophora flavescens Ait. and purification by high-speed counter-current chromatography. In: Journal of Chromatography A. Band 1145, Nr. 1–2, 23. März 2007, S. 123–127, doi:10.1016/j.chroma.2007.01.080 (englisch).
- Panthati Murali Krishna, Rao Knv, Sandhya S, David Banji: A review on phytochemical, ethnomedical and pharmacological studies on genus Sophora, Fabaceae. In: Revista Brasileira de Farmacognosia. Band 22, Nr. 5, 2012, S. 1145–1154, doi:10.1590/S0102-695X2012005000043 (englisch).