Spion (Bautechnik)

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Als Spion wird ein kleines Fenster in der Außenwand eines Gebäudes bezeichnet, das den Blick auf einen Eingangsbereich, eine Straße oder einen Platz ermöglicht.[1][2][3] Der Spion befindet sich meist an einem Vorsprung wie einem Erker oder einer leicht vorstehenden Fassade rechtwinklig zur Fassadenrichtung. Die Laibungen sind deshalb oft schräg. Der Spion dient vornehmlich dazu, das öffentliche Geschehen auf der vorbeiführenden Straße, manchmal auch die eigene Haustür beobachten zu können.

Spione für die Sicht auf die Straße an alten Häusern in Kindberg (einer am rosa Haus im ersten Stock und einer am grünen Haus); durch einen sieht jemand auf die Straße

Die Zugangshöhe auf der Gebäudeinnenseite ist daher in Augenhöhe einer stehenden oder sitzenden Person, andernfalls wäre es eine Oberlichte. Ein Spion ist wesentlich kleiner als ein normales Fenster.[4]

Synonym werden auch die Wörter Guckfenster, Guckloch oder Fensterluke verwendet.

Bildbeispiele mit Erläuterungen

Spione in Türen

Auch in Haustüren, die in einen allgemein zugänglichen Flur oder auf die Straße führen, werden Spione eingebaut. Hier handelt es sich um „Gucklöcher“, mit Glas verschlossen, die bei einem Durchmesser von ca. 2 cm eine Kontrolle des Bereiches außerhalb der Tür gestatten, ohne selbst gesehen zu werden. Oft werden diese Spione mit einem Weitwinkelobjektiv versehen. So kann der Beobachter einen größeren Bereich übersehen. Die Türen von Hafträumen in Justizvollzugsanstalten sind regelmäßig mit Spionen versehen.

Auch in den Türen von Räumen mit gefährlichen Gütern (Chemikalien, brennbares etc.) finden sich oft Spione. So kann der Raum überprüft werden, ohne die Tür zu öffnen, ohne im Falle eines Unfalles den Übertritt von Feuer oder des Rauminhaltes nach außen zu ermöglichen.

Commons: Spion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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