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St. Barbara (Handorf-Langenberg)

Kirchengebäude in Handorf-Langenberg, einem Ortsteil von Holdorf, im niedersächsischen Landkreis Vechta From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Barbara in Handorf-Langenberg, einem Ortsteil von Holdorf, im niedersächsischen Landkreis Vechta ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Johannes Baptist (Steinfeld).[1] Sie steht unter dem Patrozinium der hl. Barbara und gehört zum Dekanat Damme im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist ein Backsteinbau mit angewinkeltem Turm und bietet 600 Gläubigen Platz.

Geschichte

Die nordwestlich von Damme gelegene Bauerschaft Handorf gehörte traditionell zum Kirchspiel Holdorf. Die regelmäßige Eisenerzförderung startete nach dem Zweiten Weltkrieg in dieser Region und zog zahlreiche Arbeitskräfte an. In den Jahren 1953 bis 1958 entstand in mehreren Bauabschnitten die Bergarbeitersiedlung Langenberg im nördlichen Teil von Handorf.

Der für die Katholiken 1957 eingerichtete und von Missionsdominikanerinnen geleitete Kindergarten diente in den ersten Jahren als Notkirche für die regelmäßigen Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen. Nach den Plänen des Architekten Hermann Büld (Damme) wurde 1961/63 die Backsteinkirche in Handorf-Langenberg gebaut und am 23. Mai 1963 durch den Bischöflichen Offizial Heinrich Grafenhorst eingesegnet. Weihbischof Laurenz Böggering weihte am 4. Juli 1971 das Gotteshaus feierlich der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Die Gebäude der Kirchengemeinde sind das Pfarrhaus von 1964, das „Barbaraheim“ genannte Pfarrheim (mit Bücherei) von 1965 sowie der 1957 eröffnete und 1976 erweiterte Kindergarten. Der Seelsorgebezirk Handorf-Langenberg wurde 1963 zum Pfarrrektorat erhoben.[2]

Die Abpfarrung von St. Peter und Paul (Holdorf) erfolgte 1976. Aber nach über 30 Jahren als eigenständige Pfarrei gehörte St. Barbara ab 2010 wieder zur damaligen Hauptkirche in Holdorf.[3]

Durch Fusion entstand aus den Pfarreien Steinfeld und Mühlen am 21. November 2010 die neue Kirchengemeinde St. Johannes Baptist mit Sitz in Steinfeld, und am 17. Mai 2012 wurde Holdorf (einschließlich Handorf-Langenberg) eingegliedert. Am 1. Januar 2024 schlossen sich die katholischen Gemeinden St. Viktor (Damme), St. Catharina (Dinklage), St. Gertrud (Lohne) und St. Johannes Baptist (Steinfeld) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Damme“ mit Sitz in Damme.[4]

Glocken

Im Turm von St. Barbara hängen die folgenden drei Bronzeglocken:

Orgel

1969 baute der Organist Walter Richter die erste Orgel für St. Barbara aus mehreren Elementen der 1781 von Hinrich Just Müller für St. Peter und Paul (Holdorf) geschaffenen Orgel. Verwendet wurden dabei vor allem einige Register, die Windlade und der Spieltisch des alten Instruments. Nach mehreren Jahren musste als Ersatz eine elektronische Orgel eingesetzt werden. 1995 stellte Christian Lobback (Neuendeich) die 1965 von Alfred Führer (Wilhelmshaven) ursprünglich für St. Josef (Lohne) gebaute Orgel (II+P/22) in St. Barbara auf. Die Firma Martin Cladders (Badbergen) reparierte das Instrument 1999. Eine Reinigung, Nachintonation und Neustimmung erfolgte 2003 durch Alfred Führer (Wilhelmshaven).

Die 1995 aufgestellte Schleifladen-Orgel von 1965 hat 22 Register und besitzt ein Rückpositiv (C–g3), ein Hauptwerk (C–g3) sowie ein Pedal (C–f1). Die Spieltraktur und die Registertraktur sind mechanisch.[6]

Literatur

  • Willi Baumann, Peter Sieve (Hrsg.): Die katholische Kirche im Oldenburger Land: Ein Handbuch. Plaggenborg Verlag, Vechta 1995, ISBN 3-929358-99-9.
  • Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-064-68.
  • Wolfgang Runge: Kirchen im Oldenburger Land, Band III. Kirchenkreise Oldenburg 1 und 2. Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg 1988, ISBN 3-87358-29-88.

Einzelnachweise

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