St. Georg (Elpersheim)
Kirchengebäude in Elpersheim, Weikersheim, Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg
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Die evangelische Pfarrkirche St. Georg ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz. Sie steht in Elpersheim, einem Stadtteil von Weikersheim im Main-Tauber-Kreis von Baden-Württemberg. Die Kirchengemeinde gehörte bis Ende 2024 zum bisherigen Kirchenbezirk Weikersheim und gehört seit 1. Januar 2025 zum Teilgebiet Weikersheim im neuen Kirchenbezirk Hohenlohe der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Geschichte
Die ältesten Teile der Elpersheimer Dorfkirche stammen aus der Zeit um 1300. Die ursprünglich spätromanische Tochterkirche von St. Georg Weikersheim stand seit damals bis zur Mitte der 1950er Jahre unter dem Kirchenpatronat des Hauses Hohenlohe.[1] Im 16. Jahrhundert wurde die Georgskirche gotisiert und dabei die Kirchenschiffmauern samt Dachwerk für den Einbau von Emporen erhöht und größere Fenster aus dem Mauerwerk ausgebrochen. 1714 wurde die Decke erneuert. Das 19. Jahrhundert erforderte dringend eine Bausanierung und die Ausweitung der Anzahl von Sitzplätzen. Nachdem ab 1867 die Baulast der Kirche von der fürstlichen Patronatsverwaltung auf die Gemeinde übergegangen war, konnte das Nötige angegangen werden: Architekt Hugo Beyttenmüller, Stuttgart, und Baurat Ganzenmüller leiteten 1881 den Teilumbau.[2] Der untere Teil des Turms samt Turmchor, Dachstuhl von 1588 und dem östlichen Teil des Schiffs wurden beibehalten, westlich das Schiff vergrößert und mit einem Westwerk, darin die Treppenhäuser, erweitert. Der Innenraum erhielt für nun 560 Plätze neue Emporen. Die Einrichtung wurde komplettiert, darunter ein neugotischer Altar und eine Holzkanzel mit Schalldeckel. Am 6. November 1881 fand die Neueinweihung statt.
Beschreibung
Die Saalkirche besteht aus einem Langhaus und einem Chorturm im Osten, der 1506 mit einem Geschoss aus schiefergedecktem Holzfachwerk aufgestockt wurde. Es beherbergt die Turmuhr und den Glockenstuhl und ist mit einem achtseitigen spitzen Helm bedeckt. Der dreiteilige Westbau besteht aus einem hohen Mittelteil, der von Strebepfeilern gestützt und von zwei niedrigen Anbauten flankiert wird. Ein neugotisches Seitenportal ist mit der Jahreszahl 1881 bezeichnet. Der alte Turmchor ist mit einem Kreuzrippengewölbe überspannt.
Ausstattung
Taufstein und Epitaph: Zu den Schmuckstücken der Kirche gehört der frühgotische Taufstein (um 1300). Er war wegen „Abschaffung unnützer Zeremonien und papistischer Rechte“ um 1595 entfernt und im Kirchhof vergraben, dort 1881 wiederentdeckt und 1956 wieder in die Kirche geholt worden. Neben dem Altar steht an der Wand ein Grabstein für einen an der Pest verstorbenen auswärtigen Pfarrer, der zur Aushilfe in den Ort gekommen war.
Glasgemälde: Die Farbverglasung des Chorfensters ist abstrakt gehalten und den Jahren um 1970 zuzuordnen.
Orgel: Die erste Orgel stammte aus dem Jahre 1716. Die Orgel von 1970 wurde von August Laukhuff nach Plänen von Helmut Bornefeld gebaut. Sie besitzt 14 Register auf zwei Manualen und Pedal.[3]
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg I, Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Deutscher Kunstverlag, München 1993, S. 189.
- Ulrich Bernecker, Regine Burdinski: Unsere Kirchen – Ein Führer zu den Gotteshäusern des evangelischen Kirchenbezirks Weikersheim. (Hrsg.) Evangelisches Dekanat Weikersheim 2003, Seite 35 f.
- Christoph Bittel: Unter dem Turmhahn. Kleine Elpersheimer Kirchengeschichte. 800 Jahre Elpersheim. (Hrsg.) Evangelische Kirchengemeinde Elpersheim; Elpersheim, Juli 2019.
Weblinks
- Verbundkirchengemeinde Schäftersheim-Elpersheim-Markelsheim-Nassau auf der Website des Kirchenbezirks Hohenlohe
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