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St. Marienkirchen bei Schärding

Gemeinde im Bezirk Schärding, Oberösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Marienkirchen bei Schärding (vlg. Samaskira genannt) ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2029 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
St. Marienkirchen bei Schärding
WappenÖsterreichkarte
Wappen von St. Marienkirchen bei Schärding
St. Marienkirchen bei Schärding (Österreich)
St. Marienkirchen bei Schärding (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 24,93 km²
Koordinaten: 48° 23′ N, 13° 27′ O
Höhe: 338 m ü. A.
Einwohner: 2.029 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 81 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4774
Vorwahl: 07711
Gemeindekennziffer: 4 14 19
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 8
4774 St. Marienkirchen bei Schärding
Website: www.st-marienkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Fischer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(19 Mitglieder)
10
5
3
1
10 5 3 1 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von St. Marienkirchen bei Schärding im Bezirk Schärding
Lage der Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSt. Aegidi (Oberösterreich)St. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreich
Lage der Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

St. Marienkirchen bei Schärding liegt auf 338 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,1 km, von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 24,9 km². 9,2 % der Fläche sind bewaldet, 74,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Das Gemeindegebiet wird im Nordwesten durch den Inn, im Südwesten durch die Antiesen begrenzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026[1]):

  • Andiesen (29) samt Gstötten
  • Bach (55) samt Manazedt
  • Bernedt (14)
  • Bodenhofen (41)
  • Dietraching (25)
  • Dietrichshofen (122) samt Gerau
  • Edenrad (1)
  • Großwiesenhart (88)
  • Grub (13)
  • Hackenbuch (290) samt Lindet und Wintersack
  • Hackledt (28)
  • Holzleithen (26)
  • Hub (9)
  • Kleinwiesenhart (54)
  • Lindenedt (25)
  • Niederham (134) samt Rehwinkl
  • Oberfucking (37)
  • St. Marienkirchen bei Schärding (912)
  • Singern (52)
  • Stocket (40)
  • Unterfucking (22)
  • Wernhartsgrub (12)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dietrichshofen, Hackenbuch, Fucking und St. Marienkirchen.

Nachbargemeinden

Hartkirchen, Stadtteil von Pocking Gemeinde Suben Gemeinde St. Florian am Inn
Hartkirchen, Stadtteil von Pocking Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gemeinde Taufkirchen an der Pram
Gemeinde Antiesenhofen Gemeinde Eggerding Gemeinde Eggerding

Geschichte

1961 im Gemeindegebiet geborgener römischer Ziegel mit dem Stempel NVM(erus) B(oiodurensium)

Die Hügelgräber im Lindetwald zeugen von der vorgeschichtlichen Besiedlung des Gebietes um St. Marienkirchen. Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bayrisch. Im Jahre 1140 wird er in einer Urkunde aus Kloster Passau-St. Nikola erstmals als sanctimarienchirchen erwähnt, 1160 in einer Urkunde aus Kloster Reichersberg auch als ecclesia sancte marie.[2]

Bis 1779 war St. Marienkirchen unter bayerischer Landeshoheit, ehe es in jenem Jahr nach dem Frieden von Teschen zusammen mit den östlich des Inn gelegenen Gebieten des kurfürstlichen Rentamtes Burghausen, die bis dahin „Innbaiern“ geheißen hatten, als „Innviertel“ zu Österreich kam. Der Untere Inn, der bis dahin in erster Linie ein Handelsweg innerhalb Bayerns gewesen war, wurde damit zum Grenzfluss zwischen dem Kurfürstentum Bayern und Österreich ob der Enns. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört St. Marienkirchen seit 1816 (Vertrag von München) endgültig zu Oberösterreich.

Diese Karte der Pfarre St. Marienkirchen aus dem Jahr 1845 zeigt den von zahlreichen Inseln und Nebenarmen geprägten Lauf des Inn zwischen Antiesenhofen und Suben.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man, den bis dahin von zahlreichen Inseln und Nebenarmen geprägten Lauf des Unteren Inn durch Eindämmungen und andere wasserbauliche Maßnahmen zu einem einzigen großen Flussbett zusammenzuführen. Diese Maßnahmen erfolgten von 1862 bis 1930. Zudem spielte der Fluss als Transportweg eine immer geringere Rolle, da die Schifffahrt durch die damals errichteten Eisenbahnstrecken der Rottal- und Kronprinz Rudolf-Bahn sowie den zunehmenden Ausbau des Straßennetzes verdrängt wurde.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

St. Marienkirchen bei Schärding: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.761
1880
  
1.805
1890
  
1.756
1900
  
1.738
1910
  
1.780
1923
  
1.729
1934
  
1.721
1939
  
1.615
1951
  
1.800
1961
  
1.683
1971
  
1.734
1981
  
1.829
1991
  
1.820
2001
  
1.836
2011
  
1.841
2021
  
1.969
2026
  
2.029
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.820 Einwohner, 2001 dann 1.836 Einwohner. Da die negative Wanderungsbilanz auch in der folgenden Dekade durch die positive Geburtenbilanz ausgeglichen werden konnte, stieg die Bevölkerungszahl auf 1.841 Personen im Jahr 2011.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturelles Leben

Seit 1906 hat St. Marienkirchen eine eigene Blasmusikkapelle. Die Musikkapelle St. Marienkirchen bei Schärding umrahmt festliche, oftmals kirchliche, Anlässe, führt Frühjahrs-, Herbst- und Adventkonzerte auf, und nimmt an Marsch- und Konzertwertungen teil. Ihr Repertoire umfasst traditionelle und moderne Blasmusik. Weitere Fixpunkte bilden das jährliche Maibaumfest, die Teilnahme am Christkindlmarkt und das traditionelle Neujahrsanblasen zwischen Stefanitag und Silvester. Die Musikkapelle betreibt intensive Kinder- und Jugendförderung und umfasst Mitglieder aller Altersklassen. Die Probenarbeit findet im Musikheim, welches sich im Gemeindezentrum befindet, statt.

Der Männergesangsverein „Sängerrunde St. Marienkirchen“ besteht seit 1947 und ist Mitglied im Chorverband Oberösterreich. Sein Repertoire umfasst in- und ausländische Volkslieder, Werke der klassischen Musik, Werke für geistliche Chöre und Messen. Die Sängerrunde tritt bei Konzerten und Adventsingen auf, umrahmt diverse Feiern innerhalb der Gemeinde, darunter Hochzeiten, Beerdigungen und Gottesdienste, und wirkt bei Vereinssingen und Sängerfesten im Innviertel und Bayern mit. Zum Abschluss der Faschingszeit lädt die Sängerrunde traditionell zu einem Maskenball.

Sternsinger gibt es in St. Marienkirchen seit 1956. Beim ersten Sternsingen 1956 sammelten die Ministranten Geld für die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft.[4] Ebenfalls 1956 begann die Tradition, Maiandachten nicht nur in der Pfarrkirche, sondern auch in Dorfkapellen der einzelnen Ortschaften der Pfarre zu halten.[5]

Der Kinder- und Jugendchor Creaktiv International[6] wurde 1994 durch den Berufssoldaten (OStv) und Kommunalpolitiker (SPÖ) Konsulent Ernst Ranftl mitgegründet und unterstützt Kinder in Not durch Benefizkonzerte. Musikalisch wurde der Chor ursprünglich von Klaus Zajonskowski geleitet. Über die Jahre formierten sich neue Gruppen und Ideen, vom Kinderchor, zur Gründungsgruppe Herzbluat, Nathi's Group, CreaGirls und den Zamm´Gwürfelten bis zur Next Generation unter der Leitung von Sabrina Furthner.

In St. Marienkirchen gibt es einen Turn- sowie mehrere Sportvereine, die aus Sektionen des ehemaligen „Turn- und Sportvereins St. Marienkirchen“ (TSV) hervorgegangen sind. Dazu zählen der Turnverein, TSV Fußball St. Marienkirchen/Sdg., sowie weitere Vereine für Plattenwerfen, Tennis, und Volleyball. Darüber hinaus gibt es einen Pferdesportverein, einen Reit- und Fahrverein, und einen Skiclub im ÖSV.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Marienkirchen bei Schärding

Wirtschaft und Infrastruktur

Landwirtschaft

Das Gebiet der Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding ist traditionell landwirtschaftlich ausgerichtet. Beim Ackerbau spielt heute der Anbau von Mais eine besondere Rolle, in der Viehzucht besonders die Schweinemast.

Ansässige Unternehmen

Im Gemeindegebiet ihren Sitz oder eine Niederlassung haben z. B. die Firmen Frauscher Sensortechnik und Frauscher Thermal Motors, die Metallverarbeitungsbetriebe Milltech und Primatech, der Sonnenschutz-Hersteller Tritscheler, der Industriekomponentenhersteller Hennlich, der Tourenski-Hersteller Hagan, und das Logistikunternehmen Dachser. Daneben gibt es mehrere Tischlereien.

Verkehr

Durch das Gemeindegebiet führt die Innkreis Autobahn, bei Bodenhofen und Gstötten befinden sich Autobahnrastplätze. Durch die „Anschlussstelle Suben“, welche sich zur Gänze im Gemeindegebiet von St. Marienkirchen befindet, schließt die Innkreis Autobahn unmittelbar an die B 149 an. Ebenfalls durch das Gemeindegebiet führen die L 512 (Reichersberger Straße) und die Salzkammergutbahn, wobei deren nächste Haltestellen Suben und Dietrichshofen sind. Nächstgelegener Sportflugplatz ist der Flugplatz Schärding-Suben.

Bildung

Im Gebäudekomplex des Schulzentrums St. Marienkirchen bei Schärding sind untergebracht:

  • Richard-Billinger-Volksschule (seit 1977 im Schulzentrum)
  • TN²MS St. Marienkirchen als Neue Mittelschule mit Polytechnischer Schule[7] (seit 1973 im Schulzentrum; wurde bis Ende des Schuljahres 2011/2012 als Hauptschule geführt, seit Beginn des Schuljahres 2012/2013 als NMS)
  • Gemeinde- und Pfarrbibliothek (seit 1996 im Schulzentrum, untergebracht im Gebäude der Volksschule)
  • Kindergarten (seit 2022 im Schulzentrum)

Die heutige Gemeinde- und Pfarrbibliothek ist aus der seit 1896 bestehenden Pfarrbibliothek hervorgegangen. Bischof Franz Maria Doppelbauer hatte im Diözesanblatt Nr. 12 des Jahres 1894 angeordnet, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre in jeder Pfarre der Diözese Linz eine „Volksbücherei“ einzurichten sei. In St. Marienkirchen kam Pfarrer Anton Zauner dieser Aufforderung 1896 nach, die Anzahl der für die Ausleihe verfügbaren Bücher betrug zunächst 170 Bände.[8]

Das 1972 bis 1977 nach Plänen von Gustav Aduatz gebaute Schulzentrum wurde in den Jahren 2009 bis 2014 einer Generalsanierung unterzogen, deren Kosten sich auf 4,5 Millionen Euro beliefen.[9] Die mehrjährige Bauzeit kam zustande, weil für die Baumaßnahmen immer nur die Zeit der Sommerferien zur Verfügung stand.

Feuerwehr

Das 2011 in Dietrichshofen erbaute Zeughaus der Freiwilligen Feuerwehr Hub ist die jüngste Feuerwache der Gemeinde.

Im Gemeindegebiet existieren drei Freiwillige Feuerwehren:

  • Freiwillige Feuerwehr St. Marienkirchen: Gegründet 1886. Heutiges Zeughaus erbaut 1955–1956. Eine eigene Fahne besitzt die FF St. Marienkirchen seit 1906.
  • Freiwillige Feuerwehr Hackenbuch: Gegründet 1906 als Löschzug Hackenbuch der FF St. Marienkirchen, eigenständige Feuerwehr seit 1936. Heutiges Zeughaus erbaut 2003–2005, altes Zeughaus eingeweiht 1956. Eine eigene Fahne besitzt die FF Hackenbuch seit 1952.
  • Freiwillige Feuerwehr Hub: Gegründet 1902. Heutiges Zeughaus in der Ortschaft Dietrichshofen wurde erbaut 2011, davor befand sich das Zeughaus (seit 1961 ein gemauerter Bau) in der Ortschaft Hub. Eine eigene Fahne besitzt die FF Hub seit 1953.

Politik

Gemeindeamt

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1850–1858: Jakob Anetzberger (1821–1879), Landwirt, vulgo Braunsberger in Andiesen
  • 1858–1861: Michael Pflanzl (1820–1909), Landwirt, vulgo Hochegger in St. Marienkirchen
  • 1861–1864: Johann Edtbauer (1817–1896), Landwirt, vulgo Weber in Holzleithen
  • 1864–1867: Josef Gruber
  • 1867–1870: Ferdinand Lippl (1833–1915), Landwirt, vulgo Jaglbauer in Holzleithen
  • 1870–1873: Josef Gruber
  • 1873–1882: Matthias Renoltner (1835–1914), Landwirt, vulgo Renoltner in Dietraching
  • 1882–1885: Matthias Gerhofer (1836–1895), Landwirt, vulgo Maier z'Oberham
  • 1885–1888: Josef Schneebauer, Landwirt, vulgo Rader in Holzleithen
  • 1888–1891: Johann Hobetzeder, Landwirt, vulgo Gruber in Grub
  • 1891–1894: Josef Hobetseder, Landwirt, vulgo Bernauer in Unterfucking
  • 1894–1897: Johann Schachinger sen. (1862–1937), Landwirt, vulgo Huber in Großwiesenhart
  • 1897–1900: Johann Wieshammer (1851–1926), Landwirt, vulgo Maier in der Edt
  • 1900–1903: Johann Schachinger sen. (1862–1937), Landwirt, vulgo Huber in Großwiesenhart
  • 1903–1906: Johann Labmayer, Landwirt, vulgo Labmayr in Niederham
  • 1906–1919: Matthias Wimmeder (1850–1935), Landwirt, vulgo Daller in Singern, 1909–1919 Abgeordneter zu Landtag und Landesversammlung
  • 1919 (Mai–Juni): Johann Schachinger sen. (1862–1937), Landwirt, vulgo Huber in Großwiesenhart
  • 1919–1920: Lambert Mayr (1876–1939), Landwirt, vulgo Hochegger in St. Marienkirchen
  • 1920–1924: Jakob Bachmair (1883–1965), Bäckermeister in St. Marienkirchen
  • 1924–1938: Ludwig Siegesleuthner (1879–1967), Landwirt, vulgo Dobler in Dietrichshofen
  • 1938 (kommissarisch): Johann Schachinger jun. (1898–1976), Landwirt, vulgo Huber in Großwiesenhart (als Ortsgruppenleiter Josef Pointinger)
  • 1938–1945: Franz Daller (1894–1974), NSDAP, Gastwirt (als Ortsgruppenleiter bis 1942 Josef Pointinger, bis 1945 Martin Buchinger)
  • 1945–1949: Lambert Hauer (1893–1968), ÖVP, Landwirt, vulgo Niederrader
  • 1949–1954: Josef Wagner (1892–1982), ÖVP, Landwirt, vulgo Bauer auf der Hub
  • 1954–1967: Franz Biereder (1894–1976), ÖVP, Wagnermeister in St. Marienkirchen
  • 1967–1991: Josef Pichler (1930–2014), ÖVP, Versicherungsangestellter in St. Marienkirchen
  • 1991–1997: Franz Bernauer (1936–2025), ÖVP, Raumausstatter in St. Marienkirchen
  • 1997–2001: Felix Hölzl-Seilinger, ÖVP
  • 2001–2025: Bernhard Fischer, ÖVP
  • seit 2026: Gerhard Schwarzgruber, ÖVP

Wappen

Blasonierung laut Kundmachung im LGBl. für OÖ. 43/1981: In Rot eine silberne Spitze, belegt mit einer grünen Fichte und begleitet rechts von einem silbernen, aufgerichteten, linksgewendeten Wolf, links von einem silbernen, aufgerichteten Bären, der eine silberne Hacke in den vorderen Tatzen hält.[13] Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß. Der Bär wurde dem Familienwappen der Hackledter entnommen, der Wolf dem Wappen der Bischöfe von Passau.[14] Der grüne Nadelbaum und die den Oberraderberg symbolisierende silberne Spitze nehmen Bezug auf die Gründungssage der örtlichen Pfarrkirche: „Als man auf dem Oberraderberg mit der Errichtung einer Kirche begann, fand man das Baumaterial am nächsten Morgen unterhalb des Berges bei einer großen Fichte, an der schon seit langer Zeit ein Marienbild befestigt war. Nachdem sich dieses Wunder mehrere Male wiederholt hatte, erbaute man die Kirche bei dieser Fichte, und rundherum entwickelte sich in der Folge der Ort St. Marienkirchen.“[15]

Gemeindepartnerschaften

Erinnerungstafel anlässlich 30 Jahren Gemeindepartnerschaft (St. Marienkirchen)

Es handelt sich dabei um eine partnerschaftliche Verbindung aller drei Gemeinden miteinander.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

  • Anton Zauner (1844–1914), Pfarrer in St. Marienkirchen 1873 bis 1914 (Ehrenbürger 1885)
  • Franz Cerny (1828–1896), Kaplan in St. Marienkirchen 1879 bis 1896 (Ehrenbürger 1888)
  • Franz Maria Doppelbauer (1845–1908), Bischof von Linz 1888 bis 1908 (Ehrenbürger 1895)
  • Alexander Wagner, k.k. Bezirkshauptmann von Schärding 1905 bis 1914 (Ernennungsjahr wahrscheinlich vor 1918)
  • Josef Katzlberger (1851–1924), Volksschuldirektor 1886 bis 1920, Gründer der Musikkapelle 1906 (Ehrenbürger 1922)
  • Johann Nepomuk Hauser (1866–1927), Landeshauptmann von Oberösterreich 1908 bis 1927 (Ernennungsjahr?)
  • Franz Schmidhuber (1875–1937), Volksschuldirektor 1920 bis 1935 (Ehrenbürger 1928)
  • Josef Starzinger (1874–1961), Pfarrer von St. Marienkirchen 1921 bis 1939, anschließend von 1939 bis 1948 Stadtpfarrer von Schärding und Dechant des Dekanats Schärding (Ehrenbürger 1932)
  • General Mark W. Clark (1896–1984), US-Hochkommissar für Österreich (Ehrenbürger 1946, Mitteilung)
  • Heinrich Gleißner (1893–1984), Landeshauptmann von Oberösterreich (Ehrenbürger 1949)
  • Richard Billinger (1890–1965), Dichter und Schriftsteller (Ehrenbürger 1960, Urkunde)
  • Franz Biereder (1894–1976), Altbürgermeister (Ehrenbürger 1967)
  • Josef Vösenhuber (1908–1980), Pfarrer von St. Marienkirchen 1939 bis 1980, zudem von 1967 bis 1980 Dechant des Dekanats Schärding (Ehrenbürger 1967, Urkunde)
  • Josef Schmid (1918–1998), Gemeindesekretär 1964 bis 1979 und Kapellmeister (Ehrenbürger 1985, Urkunde)
  • Fritz Gangl (1924–2013), Volksschuldirektor 1974 bis 1984 und Chorleiter (Ehrenbürger 1985, Urkunde)
  • Matthias Hingsamer (1921–2016), vulgo Kapeller in Kleinwiesenhart, Alt-Vizebürgermeister (Ehrenbürger 1986)
  • Josef Pichler (1930–2014), Altbürgermeister (Ehrenbürger 1992, Urkunde)
  • Johann Loidl (* 1941), Pfarrer von St. Marienkirchen 1980 bis 2014 (Ehrenbürger 2006, Urkunde)

Personen mit Beziehung zum Ort

Die nach Richard Billinger benannte Volksschule St. Marienkirchen (errichtet 1977 nach Plänen von Gustav Aduatz, Fassadengestaltung 2013 durch Robert Wallner)

Literatur

  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding. Endbericht (= Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. Band 556). 2009, S. 1–82 (zobodat.at [PDF]).
Commons: St. Marienkirchen bei Schärding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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