St. Pankratius (Hankensbüttel)
Kirchengebäude in Hankensbüttel, einer Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen
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Die evangelisch-lutherische St.-Pankratius-Kirche ist ein Kirchenbau im Zentrum von Hankensbüttel in der Region des Klosters Isenhagen in Niedersachsen. Hankensbüttel ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen im Sprengel Lüneburg der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zweitkirche neben dem Kloster Isenhagen.

Gebäude

Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche als Sitz eines Pfarrbezirks fand im Jahre 1051 statt. Ein genaues Baudatum der Kirche ist unbekannt, allerdings dürfte sie bereits im ersten Jahrtausend erbaut worden sein. Auch der Turm stammt aus dieser Zeit. Im 15. Jahrhundert wurde das romanische Gewölbe durch ein gotisches ersetzt, welches allerdings die Seitenmauern auseinanderdrückte und somit den Bau von Strebepfeilern nötig machte. Die Deckengewölbe sind mit Malereien aus dem 15. und 18. Jahrhundert geschmückt. Ältestes Inventarstück ist ein aus einem Eichenholzstück geschnitztes Triumphkreuz, das wahrscheinlich um 1230 angefertigt wurde.[1]
Orgel
Die Kirche verfügt über eine Orgel, die sich aus vier Orgelkomponenten zusammensetzt, die zugeschaltet werden können. Konzertanspruch ist erfüllbar. Zwischen 1987 und 2000 nutzte der frühere Landeskirchenmusikdirektor Karl-Heinrich Büchsel dieses Instrument.
Glocken
Der Turm besitzt mit sieben Kirchenglocken das umfangreichste Glockengeläut der Region und eines der umfangreichsten Geläute einer regionalen Kirche in Niedersachsen.
Von den sieben Glocken sind vier historisch. Die älteste Glocke wurde bereits im 13. Jahrhundert gegossen. Anfang des 16. Jahrhunderts folgten drei weitere Glocken: 1513 die Glocke 5 sowie 1517 die Glocken 1 und 7. Letztere wurde aus den Resten der Glocke 1 gegossen. Im Zweiten Weltkrieg wurden zwei Glocken abgegeben, aber nur eine eingeschmolzen. Die andere (Glocke 5) kehrte mit abgeschlagener Krone zurück. 1966 wurde der Geläutetorso um zwei Glocken aus Heidelberg ergänzt. In diesem Zuge wurde Glocke 5 ausgeschliffen. 1987 folgte eine weitere Glocke, um die tonliche Lücke zu schließen.[2]
| Glocke | Name | Gussjahr | Gießer | Gussort | Durchmesser | Masse | Nominal (HT-1/16) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Reformationsglocke | 1517 | Harmen Koster | Hildesheim | 1380 mm | 2000 kg | dis1+4 |
| 2 | Pankratiusglocke | 1966 | Friedrich Wilhelm Schilling | Heidelberg | 1090 mm | 853 kg | fis1+6 |
| 3 | Vesperglocke | 970 mm | 510 kg | gis1+4 | |||
| 4 | Konfirmationsglocke | 1987 | Karlsruher Glockengießerei | Karlsruhe | 805 mm | 367 kg | h1+5 |
| 5 | Michaelisglocke | 1513 | unbezeichnet | – | 620 mm | 155 kg | dis2+4 |
| 6 | Pater-Noster-Glocke | um 1250 | unbezeichnet | – | 640 mm | 188 kg | eis2-1 |
| 7 | Taufglocke | 1517 | Harmen Koster | Hildesheim | 310 mm | 15 kg | e3+1 |
Kulturphänomene
Der deutsche Schriftsteller Arno Schmidt beschreibt den Kirchenbau in dem Text KAFF auch Mare Crisium. Der Komponist Otto Kaufmann bezieht sich auf die Musiktraditionen, 1975 Isenhagener Kammerorchester[3].
Kunstgeschichte
— muss ergänzt werden —
Kirchengemeinde
Zur Kirchengemeinde Hankensbüttel gehören die Ortschaften Alt Isenhagen, Bottendorf, Dedelstorf, Emmen, Hankensbüttel, Isenhagen, Langwedel, Lingwedel, Masel, Oerrel, Repke, Schweimke, Steimke, Weddersehl, Wentorf, Wettendorf und Wierstorf.