Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen

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Der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen ist einer der 48 Kirchenkreise der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und gehört zum Sprengel Lüneburg.

Schnelle Fakten Organisation, Statistik ...
Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen
Christuskirche Wolfsburg
Christuskirche Wolfsburg
Organisation
Landeskirche Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
Statistik
Kirchengemeinden 28
Gemeindeglieder 50.000
Leitung
Superintendent Christian Berndt
Hauptpredigtkirche Christuskirche Wolfsburg
Büroanschrift An der Christuskirche 7
38440 Wolfsburg
Webpräsenz https://www.kirche-wolfsburg-wittingen.de/
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Geographische Lage

Der Kirchenkreis erstreckt sich in Niedersachsen vom südöstlichen Teil der Lüneburger Heide über einen Abschnitt des Allertals bis an den Dorm. Er umfasst den Norden, den Nordosten und die nordwestlich an Wolfsburg angrenzenden Teile des Landkreises Gifhorn, den Westen und Süden der kreisfreien Stadt Wolfsburg einschließlich der Kernstadt sowie einen kleinen Teil des Landkreises Helmstedt (Hasenwinkel).

Der Kirchenkreis grenzt im Südwesten und Westen an den Kirchenkreis Gifhorn, im Nordwesten an den Kirchenkreis Celle und im Norden an den Kirchenkreis Uelzen. Ansonsten ist er von Gebieten anderer Landeskirchen umgeben: Im Nordosten und Osten grenzt er an den Kirchenkreis Salzwedel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, im Südosten an die Propsteien Vorsfelde und Helmstedt und im Süden an die Propstei Königslutter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

Geschichte

Der Kirchenkreis entstand zum 1. Januar 2013 durch die Vereinigung der Kirchenkreise Wolfsburg und Wittingen. Der Kirchenkreis Wolfsburg hieß bis 1965 nach seinem Sitz Kirchenkreis Fallersleben und ging auf die 1570 aus der Inspektion Gifhorn ausgegliederte Inspektion Fallersleben zurück (1924 in Kirchenkreis umbenannt).[1] Der Kirchenkreis Wittingen entstand 1809[2] als Inspektion Wittingen durch Verlegung der Superintendentur von Hankensbüttel nach Wittingen. Die vorangegangene Inspektion Hankensbüttel war erst 1797 aus der Inspektion Gifhorn ausgegliedert und 1800 um südliche Teile der Propstei Uelzen, Vorgängerin des Kirchenkreises Uelzen, erweitert worden.[3]

Superintendenten des fusionierten Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen
  • Hanna Löhmannsröben 01.01.2013–31.08.2017
  • Christian Berndt seit dem 01.08.2018
Superintendentin und Superintendenten des ehemaligen Kirchenkreises Wolfsburg
  • Ernst Grote 01.10.1965–31.07.1970 in Wolfsburg (gestorben 24.01.1971)
  • Volkhard Schwietering 01.01.1971–30.06.1982
  • Hinrich Buß 16.01.1983–30.09.1993
  • Herbert Koch 01.01.1994–23.02.2002
  • Hans-Joachim Lenke 01.12.2002–14.08.2011
  • Hanna Löhmannsröben 01.04.2012–31.12.2012
Superintendenten des ehemaligen Kirchenkreises Fallersleben
  • Gottlieb Ludwig Ziegler (gestorben 1805 im Alter von 60 Jahren)
  • Carl Friedrich Günther Hempel 1806–? (gestorben am 23.10.1947 im Alter von 94 Jahren)
  • Hermann August Wilhelm Heinrich Stölting 1851–1957
  • Carl Adolf Wilhelm August Althaus 1859–1881 (begraben am 13.05.1881 im Alter von 73 Jahren)
  • Heinrich Friedrich Wilhelm Fischer 1882–1890 (begraben am 20.11.1890 im Alter von 54 Jahren)
  • Theodor Rudolf Seebohm 1890–1908 (danach Superintendent in Wittingen)
  • Johann Carl Theodor Knoke 1908–1913 (danach Superintendent in Pattensen)
  • Hermann Friedrich Wilhelm Richter 1914–1920 (gestorben am 12.03.1920 im Alter von 48 Jahren)
  • Karl Gerhard Wilhelm Stalmann 1921–1926 (danach Oberlandeskirchenrat in Hannover; gestorben 1953)
  • August Wilhelm Wedde 1927–1947 (gestorben am 16.10.1956 im Alter von 83 Jahren)
  • Karl Georg William Ernst Grote 01.06.1947–30.09.1965 (danach Superintendent in Wolfsburg)

Regionen, Gemeinden und Kirchen

Der Kirchenkreis umfasst 28 Kirchengemeinden.[4] Diese verteilen sich auf 6 Regionen.[5] Die Anzahl der Kirchenmitglieder liegt nach eigenen Angaben bei knapp 50.000.[6]

Region Nordwest

Die Region Nordwest[7] entspricht den Gebieten der Samtgemeinde Hankensbüttel und der Gemeinde Groß Oesingen aus der Samtgemeinde Wesendorf. Sie besteht aus vier Kirchengemeinden, die seit dem 27. November 2022 alle unter einem gemeinschaftlichen Pfarramt verbunden sind.[8]

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PfarramtKirchengemeindeGebietKirche oder KapelleBild
3 PfarrstellenHankensbüttelGemeinden Hankensbüttel, Obernholz und DedelstorfSt.-Pankratius-Kirche HankensbüttelKirche
Klosterkirche IsenhagenKirche
SprakensehlGemeinde SprakensehlSt.-Christophorus-Kirche SprakensehlKirche
Johanneskapelle BokelKapelle
SteinhorstGemeinde SteinhorstSt.-Georgs-Kirche SteinhorstKirche
Groß OesingenGemeinde Groß OesingenFriedenskirche Groß OesingenKirche
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Region Nordost

Die Region Nordost bzw. Nord[9] entspricht weitgehend den Gebieten der Stadt Wittingen und der Gemeinde Schönewörde aus der Samtgemeinde Wesendorf. Die Region besteht aus fünf Kirchengemeinden, von denen zwei zu einer Gesamtkirchengemeinde zusammengeschlossen sind.[10] Seit dem 1. Januar 2023 sind alle Kirchengemeinden der Region unter einem gemeinschaftlichen Pfarramt verbunden.[11]

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3 PfarrstellenDarrigsdorfWittinger Ortschaften Darrigsdorf und GlüsingenSt.-Gabriel-Kirche DarrigsdorfKirche
Zasenbeck-RadenbeckWittinger Ortschaften Zasenbeck, Radenbeck und PlastauSt.-Johannes-Kirche ZasenbeckKirche
St.-Jakobus-Kirche RadenbeckKirche
KnesebeckWittinger Ortschaften Knesebeck, Eutzen und Vorhop-Transvaal und Gemeinde SchönewördeSt.-Katharinen-Kirche KnesebeckKirche
St.-Georgs-Kirche EutzenKirche
Gesamtkirchengemeinde Wittingen-OhrdorfÜbrige Wittinger Ortschaften mit Ausnahme BoitzenhagensSt.-Stephanus-Kirche WittingenKirche
St.-Laurentius-Kirche OhrdorfKirche
Kapelle „Heilige Drei Könige“ SuderwittingenKapelle
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Region Mitte

Die Region Mitte[12][13] entspricht den Gebieten der Samtgemeinde Boldecker Land, des Fleckens Brome, der Gemeinden Ehra-Lessien und Tiddische aus der Samtgemeinde Brome sowie einer Wittinger Ortschaft. Sie besteht aus vier Kirchengemeinden, von denen zwei pfarramtlich verbunden sind.

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2 PfarrstellenBrome-TülauFlecken Brome und Gemeinde TülauSt.-Pancratius-Kirche AltendorfKirche
Liebfrauenkirche BromeKirche
St.-Johannis-Kirche TülauKirche
EhraGemeinde Ehra-Lessien und Wittinger Ortschaft BoitzenhagenSt.-Michaelis-Kirche EhraKirche
1 PfarrstelleJembkeGemeinden Jembke, Barwedel, Bokensdorf und TiddischeSt.-Georgs-Kirche JembkeKirche
1 PfarrstelleWeyhausenGemeinden Weyhausen, Osloß und TappenbeckAuferstehungskirche WeyhausenKirche
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Region Stadtmitte

Die Region Stadtmitte[14][15] umfasst den Großteil der Wolfsburger Kernstadt. Sie besteht aus drei Kirchengemeinden.

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2 PfarrstellenStadtWolfsburger Ortschaft Stadtmitte und Stadtteil RabenbergChristuskirche SchillerteichKirche
St.-Annen-Kirche HeßlingenKirche
1 PfarrstelleNordstadtWolfsburger Ortschaft NordstadtSt.-Marien-Kirche Alt-WolfsburgKirche
St.-Thomas-Haus TeichbreiteGemeindehaus
1 PfarrstelleLukasWolfsburger Ortschaft Mitte-West ohne Stadtteil RabenbergHeilig-Geist-Kirche KlieversbergKirche
Pauluskirche LaagbergKirche
Kreuzkirche HohensteinKirche
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Region Südwest

Die Region Südwest[16][17] entspricht dem Westen des Wolfsburger Stadtgebiets sowie einem Teil der Gemeinde Calberlah aus der Samtgemeinde Isenbüttel. Sie besteht aus fünf Kirchengemeinden. Vier davon sind je paarweise pfarramtlich verbunden.

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2 PfarrstellenFallerslebenWolfsburger Stadtteile Fallersleben und SandkampMichaeliskirche FallerslebenKirche
MörseWolfsburger Stadtteil MörseSt.-Petri-Kirche MörseKirche
1 PfarrstelleSülfeldWolfsburger Stadtteil SülfeldMarkuskirche SülfeldKirche
WettmershagenCalberlaher Ortsteile Wettmershagen, Allenbüttel, Brunsbüttel und JelpkeSt.-Johannes-der-Täufer-Kirche WettmershagenKirche
1 PfarrstelleEhmenWolfsburger Stadtteil EhmenSt.-Ludgeri-Kirche EhmenKirche
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Region Süd

Die Region Süd[18] umfasst den südwestlichen Teil der Wolfsburger Kernstadt sowie den gesamten historischen Hasenwinkel. Dazu gehört der Süden Wolfsburgs, die Nordostspitze von Königslutter am Elm und die Gemeinde Rennau aus der Samtgemeinde Grasleben. Die Region besteht aus sieben Kirchengemeinden und einer Kapellengemeinde,[19] von denen jeweils mindestens zwei unter insgesamt drei Pfarrämtern verbunden sind.

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2 PfarrstellenWesthagenWolfsburger Ortschaft WesthagenBonhoefferkirche WesthagenKirche
DetmerodeWolfsburger Ortschaft DetmerodeStephanuskirche DetmerodeKirche
1 PfarrstelleHeiligendorfWolfsburger Stadtteile Heiligendorf und BarnstorfSt.-Adrians-Kirche HeiligendorfKirche
HattorfWolfsburger Stadtteil HattorfSt.-Nicolai-Kirche HattorfKirche
1 PfarrstelleNeindorfWolfsburger Stadtteil NeindorfKirche NeindorfKirche
Hehlingen mit Kapellengemeinde AlmkeWolfsburger Stadtteile Hehlingen und AlmkeSt.-Pankratius-Kirche HehlingenKirche
Kapelle AlmkeKapelle
HasenwinkelGemeinde Rennau und Königslutteraner Stadtteile Beienrode, Bisdorf, Klein Steimke, Ochsendorf, Rhode und UhrySt.-Stephani-Kirche OchsendorfKirche
Kapelle Klein SteimkeKapelle
St.-Lutgeri-Kirche RhodeKirche
St.-Marien-Kirche RottorfKirche
Kapelle BeienrodeKirche
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Ehemalige Kirchen und Kapellen

Weitere Informationen Kirche oder Kapelle, Ort ...
Kirche oder KapelleOrtEhemalige KirchengemeindeEntwidmungsdatumBildNachnutzung
St.-Stephans-KircheRennauHasenwinkel13. April 2025KircheVerkauf an privat[20]
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Einrichtungen, Werke und Gemeinschaften

Kindertagesstätten

Der Kirchenkreis selbst betreibt 15 Kindertagesstätten und Familienzentren in Wolfsburg.[21] Weitere 5 Kindertagesstätten in Wittingen werden vom Kindertagesstättenverband Wittingen betrieben, zu dem sich die Katharinen-Kirchengemeinde Knesebeck und die Gesamtkirchengemeinde Wittingen-Ohrdorf zusammengeschlossen haben.[22] Mit Ausnahme der Kindertagesstätte Brackstedt sind alle diese Einrichtungen nach einer örtlichen Kirche benannt und es bestehen Beziehungen zur jeweiligen Kirchengemeinde.[23][24] Eine weitere evangelische Kindertagesstätte in Wolfsburg gehört zum eigenständigen Diakonischen Werk Wolfsburg gGmbH (s. u.).[25] Außerdem werden in Wolfsburg 4 weitere evangelische Kindertagesstätten in Trägerschaft des Ev.-luth. Propsteiverbandes Braunschweiger Land betrieben. Dieser gehört zur benachbarten Braunschweigischen Landeskirche.

Diakonie

Neben vielfältigen Seelsorgeangeboten widmet sich der Kirchenkreis auch der sozialen Arbeit. Entsprechend der historischen Zweiteilung gliedert sich das diakonische Werk des Kirchenkreises in die Bereiche Nord und Süd. In beiden Fällen besteht eine weitere Untergliederung in die Aufgabenbereiche Kirchenkreissozialarbeit und Flüchtlingssozialarbeit. Als freier Träger und Mitglied der Diakonie übernimmt das diakonische Werk des Kirchenkreises so auch Aufgaben in staatlichem bzw. kommunalem Auftrag.[26]

Weiterhin ist der Kirchenkreis mit 73 % an der Diakoniestation Wittingen gGmbH beteiligt. Die übrigen 27 % werden zu gleichen Teilen von den Kirchengemeinden Groß Oesingen, Hankensbüttel, Wittingen-Ohrdorf und Zasenbeck-Radenbeck gehalten.[27] Die Diakoniestation Wittingen bietet ambulante Pflege und Tagespflege mit Stützpunkten in Wittingen und Brome.[28]

Im Gebiet des Kirchenkreises hat die Diakonie Wolfsburg als eigenständiges kirchliches Werk ihren Sitz. Diese betreibt Einrichtungen über das Gebiet des Kirchenkreises hinaus. Vertreter des Kirchenkreises haben jedoch Sitz und Stimmrecht im Kuratorium der Stiftung Diakonisches Werk Wolfsburg (ehemals Pastor-Bammel-Stiftung), die als Holding des Unternehmens fungiert. Aktuell sitzt unter anderem Superintendent Christian Berndt im Kuratorium. Die fürs operative Geschäft zuständige Diakonisches Werk Wolfsburg gemeinnützige GmbH betreibt vor allem Einrichtungen und Dienste im Bereich der Altenpflege. Daneben hat sie Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien, Migranten und Menschen mit Behinderungen.

Weitere eigenständige diakonische Werke der Region mit Einrichtungen oder Diensten im Gebiet des Kirchenkreises sind beispielsweise die Dachstiftung Diakonie und die Evangelische Stiftung Neuerkerode.

Friedhöfe

Mehrere dem Kirchenkreis angehörige Kirchengemeinden betreiben Friedhöfe. In der Region Nordwest gibt es kirchliche Friedhöfe in Hankensbüttel (Kernort und Isenhagen),[29] Sprakensehl und Bokel[30] sowie Steinhorst.[31] In der Region Nordost gibt es kirchliche Friedhöfe in Wittingen (Kernstadt, Ohrdorf, Knesebeck, Eutzen, Zasenbeck, Radenbeck und Darrigsdorf). Weitere kirchliche Friedhöfe gibt es in Brome und Wolfsburg-Neindorf.

Klöster

In Hankensbüttel und damit im Gebiet des Kirchenkreises liegt das Kloster Isenhagen – ein evangelisches Damenstift, dessen Liegenschaften sich in Trägerschaft der Klosterkammer Hannover befinden. Das klösterliche Leben gestaltet der dort wohnende Konvent unter der Leitung der Äbtissin selbst. Grundlagen dafür sind eine Ordnung und eine Satzung. Primäre Aufgabe ist es „alleinstehende, evangelische Frauen im Kloster zu einer Lebensgemeinschaft auf christlicher Grundlage zu verbinden, in der sie kulturellen, kirchlichen und sozialen Zwecken dienen können“.[32]

Obwohl das Kloster rechtlich eigenständig ist, ist es in das örtliche Gemeindeleben integriert. So ist die zugehörige Klosterkirche in Trägerschaft der Kirchengemeinde Hankensbüttel und dort finden regelmäßig Veranstaltungen der Region Nordwest statt.

Landeskirchliche Gemeinschaften

Die innerhalb des Kirchenkreises agierenden landeskirchlichen Gemeinschaften in Hankensbüttel, Wittingen-Knesebeck, Tiddische und Wolfsburg-Fallersleben sowie die Stadtmission Wolfsburg gehören dem Ohofer Gemeinschaftsverband an. Die Gemeinschaften haben ein eigenständiges Gemeindeleben mit eigenen hauptamtlichen Predigern, die auf Antrag des Gemeinschaftsverbands vom zuständigen Regionalbischof des Sprengels Lüneburg zum Dienst der freien Wortverkündigung und der Darreichung des Abendmahls beauftragt sind. Ihre Teilnahme an Pfarrkonferenzen auf Kirchenkreisebene und Dienstbesprechungen auf Gemeindeebene ist ausdrücklich erwünscht.[33]

Struktur

Der Kirchenkreis wird wie andere Kirchenkreise durch einen Superintendenten geleitet. Derzeit ist dies Christian Berndt. Seine Hauptpredigtkirche ist die Christuskirche. Die weitere Leitung des Kirchenkreises übernehmen der Kirchenkreisvorstand und die gewählte Kirchenkreissynode.[34]

Im Rahmen des kirchlichen Strukturwandels entstehen neue Strukturen zwischen der Ebene des Kirchenkreises und der der (ursprünglichen) Kirchengemeinden. Ein Beispiel dafür ist die Bildung der Gesamtkirchengemeinde Wittingen-Ohrdorf. Die meisten Kirchengemeinden sind pfarramtlich mit anderen verbunden.

Das zuständige Kirchenamt teilt sich der Kirchenkreis mit dem Kirchenkreis Gifhorn. Es sitzt in Gifhorn.[35] Dort findet der Großteil der Verwaltung für die Einrichtungen, die Liegenschaften und das Personal des Kirchenkreises und seiner Kirchengemeinden statt.

Belege

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