Stabsveterinär
Dienstgrad im Veterinärbereich der Bundeswehr
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Der Stabsveterinär ist einer der Dienstgrade der Bundeswehr. Diese sind Sanitätsoffiziere mit einer Approbation als Tierarzt. Der Dienstgrad wird durch den Bundespräsidenten mit der Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten[4] auf Grundlage des Soldatengesetzes[7] verliehen.
| Stabsveterinär | |
|---|---|
Dienstgradabzeichen[1][A 1] | |
| Dienstgradgruppe | Hauptleute[2] |
| NATO-Rangcode | OF-2[3] |
| Dienstgrad Heer/Luftwaffe | Stabsveterinär |
| Dienstgrad Marine | –[4] |
| Abkürzung (in Listen) | StVet (SV)[5] |
| Besoldungsgruppe | A 13 nach BBesO[6] |
Dienststellungen
Stabsveterinäre werden in einer Sanitätseinrichtung der Bundeswehr (z. B. im Veterinärtrupp des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230, der Diensthundeklinik oder in einer der Überwachungsstellen für öffentlich-rechtliche Aufgaben) als „Kommandoveterinär“ in den Bereichen Tierschutz, Tierseuchenbekämpfung, Tierhaltung und zur tiermedizinischen Betreuung der bundeswehreigenen Diensthunde, Maultiere und Haflinger eingesetzt. Als „Institutsveterinär“ z. B. in der Sanitätsakademie und angegliederten Instituten wie dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr oder in einem der Zentralen Institute des Sanitätsdienstes erfolgt der Einsatz in den Fachgebieten Histologie, Lebensmitteltechnologie, Mikrobiologie u.w.
Ernennung
Für die Ernennung zum Stabsveterinär oder die Einstellung mit diesem Dienstgrad gelten dieselben gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen beispielsweise hinsichtlich Mindestdienstzeit, Laufbahnzugehörigkeit und Dienstverhältnis wie bei Stabsärzten. Statt einer Approbation als Arzt oder Zahnarzt ist die Approbation als Tierarzt Voraussetzung. Wie andere Sanitätsoffizieranwärter beenden angehende Veterinäre in der Regel im Dienstgrad Leutnant[A 2] ihr Tiermedizinstudium an einer zivilen Universität und werden mit der Approbation zum Stabsveterinär befördert.[A 3][8][9][10][A 4]
Dienstgradabzeichen

schlaufen für Feldanzug[A 5][1]
Das Dienstgradabzeichen für Stabsveterinäre entspricht im Wesentlichen dem für Stabsärzte. Zur Unterscheidung der Stabsveterinäre dient ein Laufbahnabzeichen in Form eines abgewandelten Äskulapstabes. Die Schlange windet sich im Laufbahnabzeichen für Tierärzte in doppelter Windung (um einen nicht dargestellten Stab).[4][1]
Geschichte
Der Dienstgrad wurde mit der sechsten Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten vom 5. Mai 1966 neu geschaffen.[11] Im Kaiserreich hatte se noch den Korps-Stabsveterinär als nächsten Dienstgrad gegeben.
In der Kaiserlichen Armee existierten Korpsstabsveterinäre, welche den unterschiedlichen Armeekorps zugewiesen waren. 1910 waren dies beispielsweise:[12]
Sonstiges
Hinsichtlich Befehlsbefugnis in truppendienstlicher und fachlicher Hinsicht im Sinne der Vorgesetztenverordnung[13] und Wehrdisziplinarordnung[14], hinsichtlich äquivalenter, nach- und übergeordneter Dienstgrade im Sinne der ZDv 14/5[2] und hinsichtlich der Besoldung[6] sind im Übrigen Stabsveterinäre dem Stabsarzt gleichgestellt. In der nach der Soldatenlaufbahnverordnung und ZDv 20/7 regelmäßig zu durchlaufenden Beförderungsreihenfolge ist der vorangehende Dienstgrad der Leutnant und der nachfolgende Dienstgrad der Oberstabsveterinär. Dienstgrade für Veterinäre führen ausschließlich Heeresuniformträger.[8][10]
| Niedrigerer Dienstgrad[15] | Höherer Dienstgrad[15] | |
| Oberleutnant Oberleutnant zur See |
Hauptmann Kapitänleutnant Stabsarzt Stabsapotheker Stabsveterinär |
Stabshauptmann Stabskapitänleutnant |
Dienstgradgruppe: Mannschaften – Unteroffiziere o.P. – Unteroffiziere m.P. – Leutnante – Hauptleute – Stabsoffiziere – Generale | ||
Anmerkungen
- Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Sanitätstruppe
- Sie sind also bereits Offiziere. Gleichzeitig bleiben sie bis zu ihrer Approbation und Ernennung zum Sanitätsoffizier Sanitätsoffizieranwärter.
- Der Dienstgrad Oberleutnant wird in der Regel „übersprungen“.
- ZDv 20/7 auf Grundlage § 44 der Soldatenlaufbahnverordnung (Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002, § 44 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). Online ( vom 7. April 2014 im Internet Archive))
- Die neben der Aufschiebeschlaufe abgebildete Flachlitze in Waffenfarbe gibt die Truppengattung an. Neben der hier auf den Schulterklappe aufgeschoben abgebildeten Aufschiebeschlaufe für die Feldbluse im fünffarbigen Flecktarnmuster gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichen, die im Artikel →„Dienstgradabzeichen der Bundeswehr“ ausführlicher dargestellt werden.