Stadtteilschule Horn
Stadtteilschule in Hamburg-Horn
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Die Stadtteilschule Horn ist eine staatliche Stadtteilschule im Hamburger Stadtteil Horn, die 1969 als Gesamtschule gegründet wurde. 2010 erfolgte die Umwandlung zur Stadtteilschule.
| Stadtteilschule Horn | |
|---|---|
| Hauptgebäude Snitgerreihe (2020) | |
| Schulform | Stadtteilschule |
| Schulnummer | 5063 |
| Gründung | 1969 |
| Adresse | Snitgerreihe 2 |
| Ort | Hamburg |
| Land | Hamburg |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 53° 33′ 23″ N, 10° 4′ 21″ O |
| Träger | Freie und Hansestadt Hamburg |
| Schüler | ca. 1100[1] |
| Lehrkräfte | ca. 100[1] |
| Leitung | Sven Volpert[2] |
| Website | stshorn.hamburg.de |
Geschichte
Die Schule wurde 1969 als Gesamtschule Horn gegründet.[3] Damit gehörte die Schule zu den ersten fünf Gesamtschulen in Hamburg, die erste war 1968 gegründet worden.[4]
2009 wurde unweit der Schule am Snitgerstieg 3 ein „Stolperstein“ für den kommunistischen Widerstandskämpfer Kurt Vorpahl verlegt. Die Gesamtschule Horn übernahm dafür die Mit-Patenschaft.[5] Ein zweiter Stein liegt seit dem 12. November 2024 vor dem Untersuchungsgefängnis in Hamburg-Neustadt.
2010 wurde die Gesamtschule im Rahmen der Hamburger Schulreform in eine Stadtteilschule umgewandelt. Die Schulgebäude am Horner Weg 89, Snitgerreihe 2, Rhiemsweg 6 und Querkamp 68 wurden dabei weitergenutzt. Die bis 2010 der Gesamtschule angegliederten Grundschulen am Rhiemsweg 61 und am Horner Weg 89 wurden selbständig.[6]
Standort und Architektur
Die Stadtteilschule Horn hat seit 2020 zwei Standorte, die an einer Ecke der Grundstücke miteinander verbunden sind:
- Snitgerreihe 2, Hauptstandort. Das ein- bis dreigeschossige Flachdach-Gebäude hat vier kubische Gebäudeteile, die drehsymmetrisch um einen Kern angeordnet sind. Das Gebäude wurde 1976 eingeweiht und folgt in seiner Anlage den typischen „Schulmaschinen“ aus der ersten Hälfte der 1970er Jahre, die für Gesamtschulen mit mehr als 1.000 Schülern vorgesehen waren, aber ohne Serienbauten auskamen (Vergleiche Mümmelmannsberg und Steilshoop). Das Gebäude wurde 2011–2014 saniert und modernisiert. Auf mehr als 10.000 m² Nutzfläche sind neben Klassenräumen das Haus der Jugend Horn und nun auch Küche und Mensa für die Ganztagsbetreuung untergebracht.[7]
- Horner Weg 89, seit 2020 sind hier die Klassen 5 und 6 untergebracht. Der Standort wurde ursprünglich von 1960 bis 1961 für die Volksschule Horner Weg eingerichtet. Dafür baute man nach Plänen des Hamburger Hochbauamtes (Paul Seitz) zeittypische Schulserienbauten,[8] von denen nur noch der Kreuzbau und das Verwaltungshaus längs des Horner Wegs geblieben sind. 2015–2016 wurde eine 3-Feld-Sporthalle erbaut,[9] von 2018 bis 2020 folgte das “Willkommenshaus” an der nordöstlichen Ecke des Schulgrundstücks, an der Nahtstelle zum Standort Snitgerreihe.[10] Der dreigeschossige Bau mit seiner Holzfassade nimmt zwölf Klassenräume auf.[11]
Der dritte Standort Rhiemsweg 6 wurde aufgegeben. Die gymnasiale Oberstufe wird zusammen mit der Stadtteilschule Mümmelmannsberg betrieben.
- Standort Snitgerreihe, Hauptgebäude
- Standort Horner Weg, Kreuzbau
- Sgraffito von Herbert Spangenberg am Kreuzbau
- Standort Horner Weg, Willkommenshaus
Schulprofil
In den Klassen 5–10 gibt es jeweils sechs Parallelklassen (manche mit Profilschwerpunkten wie Musik, Spiele etc.), in der Oberstufe jeweils vier, außerdem sind an der Schule drei internationale Vorbereitungsklassen, also insgesamt 51 Klassen. In der der Oberstufe wird mit der Stadtteilschule Mümmelmannsberg kooperiert, um ein breiteres Spektrum an Oberstufenprofilen anzubieten.
Im Schuljahr 2024/25 wurde für die Stadtteilschule Horn ein Sozialindex von 2 ermittelt.[12] Stufe 1 steht dabei für Schulen mit einem besonders hohen Anteil an Schülern, die unter sozio-ökonomisch herausfordernden Bedingungen aufwachsen. Das andere Ende der Skale ist die Stufe 6 für Schulen mit einer vergleichsweise privilegierteren Schülerschaft.
Bekannte Ehemalige
- Holger Kreymeier (* 1971), Journalist
- Irene Appiah (* 1976), Politikerin
- Mehrzad Marashi (* 1980), Soul- und R&B-Sänger
- Piotr Trochowski (* 1984), Fußballspieler