Steinabrunn

Ortschaft im Bezirk Korneuburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Steinabrunn (früher auch Untersteinabrunn) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großmugl im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich mit 106 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1969 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Steinabrunn (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Steinabrunn
Steinabrunn (Österreich)
Steinabrunn (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Korneuburg (KO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Korneuburg
Pol. Gemeinde Großmugl
Koordinaten 48° 30′ 45″ N, 16° 12′ 35″ Of1
Höhe 240 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 106 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 4,28 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04073
Katastralgemeindenummer 11140
Bild
Ortseinfahrt mit Blick auf das Schloss
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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106

Geografie

Das an der Landesstraße L27 gelegene Dorf befindet sich zwischen Füllersdorf und Großmugl. Im Osten fließt der Mühlbach am Ort vorbei, der ab Großmugl Mugler Bach genannt wird. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 67 Adressen.[3]

Geschichte

Bei Steinabrunn wurde eine Kreisgrabenanlage aus der mittleren Jungsteinzeit ergraben.

Im Dezember 1539 wurde die hier ansässige religiöse Gemeinschaft der Wiedertäufer gewaltsam aufgelöst, alle 96 männlichen Mitglieder verhaftet und nach Triest deportiert. Zentrum ihrer Tätigkeit soll der Bruderhof in Steinabrunn gewesen sein.[4]

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 41 Häusern genannt, das nach Großmugl eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Steinabrunn besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[5]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Steinabrunn ein Binder, ein Dachdecker, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Müller, ein Schmied, ein Schuster, ein Tischler und einige Landwirte ansässig.[6] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1970 die damaligen Ortsgemeinden Füllersdorf, Geitzendorf, Großmugl, Herzogbirbaum, Nursch, Ottendorf, Ringendorf, Roseldorf und Steinabrunn.[2]

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Steinabrunn, die erstmals 1298 erwähnte Anlage wurde im 17. Jahrhundert neu errichtet, der Nordflügel wurde aber 1829 abgetragen

Persönlichkeiten

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 221 (SteinabrunnInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 153.
Commons: Steinabrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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