Steinbach (Petersaurach)

Ortsteil der Gemeinde Petersaurach From Wikipedia, the free encyclopedia

Steinbach ([ˈʃtaɪ̯nˌbax] , fränkisch: Schdahmba[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Petersaurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Steinbach liegt in der Gemarkung Großhaslach.[4]

Schnelle Fakten Gemeinde Petersaurach ...
Steinbach
Gemeinde Petersaurach
Koordinaten: 49° 21′ N, 10° 43′ O
Höhe: 360 (359–381) m ü. NHN
Einwohner: 140 (31. Dez. 2022)[1]
Postleitzahl: 91580
Vorwahl: 09824
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Geografie

Das Dorf liegt im Steinbachtal. Dort fließt der Riedfeldgraben als rechter Zufluss in den Steinbach, der ein rechter Zufluss des Haselbachs ist. Südlich des Ortes mündet der Tiefentalgraben als rechter Zufluss in den Steinbach. Südlich schließt sich der Haslacher Wald an, 0,75 km östlich liegt die Flur Tiefental. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Staatsstraße 2246 nördlich von Bruckberg (1,3 km nordwestlich), nach Großhaslach (2,6 km südlich) und die Kreisstraße AN 17 kreuzend nach Höfstetten (2,7 km östlich).[5]

Geschichte

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Steinbach elf Mannschaften verzeichnet: Vier Anwesen unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach, ein Anwesen den Herren von Eyb zu Bruckberg, ein Anwesen dem Geheimen Secretarius Wider und fünf Anwesen ursprünglich den Herren von Danngrieß zu Vach, jetzt Pfinzing. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.[6]

In den Oberamtsbeschreibungen des Fürstentums Ansbach von Johann Georg Vetter aus dem Jahr 1732 wird der Ort folgendermaßen beschrieben: „Steinbach Ein Weyler, darinnen 4. Castenamt Anßpachische 1. zum Schloß Bruckberg gehöriger Unterthan und 6. Nürnberg Pfintzingsche Hintersaßen und 1. gemeines Hürtenhauß. Diese pfarren nach Großenhaßlach und geben den Zehenden denen Pfintzingern in Nürnberg. Die Gemeindsherrschaft gehört zum Schloß Bruckberg. Die hochfraischlich Hohe Obrigkeit aber, in das allhiesige Ober- und Castenamt Anßpach.“[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinbach 13 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Bruckberg. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Höflein, 2 Halbhöfe, 2 Güter, 1 Mühlgut; Vogtamt Bruckberg: 1 Gut) und der Nürnberger Eigenherr von Haller (1 Hof, 2 Halbhöfe, 3 Güter).[8] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[9] Es gab zu dieser Zeit elf Untertansfamilien, von denen fünf ansbachisch waren.[10][11]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großhaslach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Großhaslach zugeordnet.[12] Diese wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Petersaurach eingegliedert.[9][13]

Ehemaliges Baudenkmal

  • Haus Nr. 10 (ehemalige Brauerei): zweigeschossiger Bau, wohl noch des 17. Jahrhunderts mit zweigeschossigem Giebel, Fachwerkobergeschossen und Ladegaube; tonnengewölbter Keller mit gefasster Quelle[14]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002009002015002022
Einwohner 97106 *10310410210310116710111494 *119 *117 *140
Häuser[15] 1718192020222128
Quelle [16][17][18][19][20][21][22][23][24][25][26][1][1][1]
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inklusive Neumühle

Religion

Steinbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt,[24] seit 1992 ist die Pfarrei St. Franziskus (Neuendettelsau) zuständig.[27]

Bildergalerie

Literatur

Commons: Steinbach (Petersaurach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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