Sten Wickbom

schwedischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Sten Gustaf Wickbom (* 14. März 1931 in Stockholm; † 26. Dezember 2015[1] in Växjö, Kronobergs län, Schweden) war ein schwedischer Jurist und Politiker der Sveriges socialdemokratiska arbetareparti (SAP), der unter anderem zwischen 1983 und 1987 Justizminister sowie von 1988 bis 1995 Landrat (Landshövding) der Provinz Kronobergs län war.

Leben

Sten Gustaf Wickbom war ein Sohn von Oberst Börje Wickbom (1889–1973)[2] sowie der jüngere Bruder von Oberst Jan Wickbom (1924–2022). Er absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften, das er mit dem Juristexamen beendete, und war danach am Svea hovrätt, dem Berufungsgericht (Hovrätt) von Stockholm tätig. Nach einer Tätigkeit im Ministerium für Kommunikation, Zivilwesen und Wohnen wurde er 1964 Mitarbeiter des Innenministeriums. Als Nachfolger von Lars Öjborn wurde er 1974 Generaldirektor des Landesvermessungsamtes (Lantmäteriet) und bekleidete dieses Amt zehn Jahre lang bis 1984, woraufhin Jim Widmark ihn ablöste.

Wickbom, der Mitglied der Schwedischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei SAP (Sveriges socialdemokratiska arbetareparti) war, war zuvor am 10. November 1983 als Nachfolger von Ove Rainer[3] als Justizminister (Justitieminister) in die Regierung Palme II berufen und bekleidete dieses Ministeramt vom 13. März 1986 bis zum 19. Oktober 1987 auch in der Regierung Carlsson I.[4][5][6] Während seiner Amtszeit als Justizminister leitete er die Untersuchung des tödlichen Attentats auf Ministerpräsident Olof Palme[7] am 28. Februar 1986. Ein Jahr später trat Wickbom kurz nach der Flucht von Stig Bergling, einem ehemaligen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes (Säkerhetspolisen), der wegen Spionage für die Sowjetunion verurteilt worden war, zurück. Es kursierten Gerüchte, Wickbom sei nach Berglings Flucht zum Rücktritt gezwungen worden, was Wickbom jedoch dementierte. Neue Justizministerin wurde daraufhin Anna-Greta Leijon[8]

Am 1. Juli 1988 übernahm Sten Wickbom von Britt Mogård[9] das Amt als Landrat (Landshövding) der Provinz Kronobergs län und verblieb in diesem Amt bis zum 31. Juli 1995, woraufhin Wiggo Komstedt[10] am 1. August 1995 ihn ablöste.[11] Er engagierte sich zudem zwischen 1989 und 1996 als Vorsitzender der Nationalen Konzerte (Rikskonserter), eine Staatsstiftung, die von 1968 bis 2010 Konzerte und Konzerttourneen in Schweden und im Ausland organisierte.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI