Stephan Bürgi

Schweizer Film- und Theaterschauspieler. From Wikipedia, the free encyclopedia

Stephan Bürgi (* 5. November 1966 in Aarau) ist ein Schweizer Schauspieler.[1]

Karriere

Stephan Bürgi (*geboren in der Schweiz) ist ein Schauspieler, Regisseur und Dozent, der sowohl auf deutschen als auch auf schweizerischen Bühnen und in Fernsehproduktionen tätig ist.[2]

Frühes Leben und Ausbildung

Aufgewachsen im Landgasthof „Rebstock“ in Frick,[3] begann Bürgi seine berufliche Laufbahn erst mit einer Ausbildung zum Radio- und Fernsehelektriker. Er arbeitete anschließend als Verkäufer für Unterhaltungselektronik und war Hotel Night Manager in Zürich. Während seiner Zeit in der Schweiz diente er auch als Feldweibel in der Schweizer Armee. Zudem war er Tourneetechniker. Noch zu DDR-Zeiten bewarb er sich an der Ostberliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und zog direkt nach dem Mauerfall nach Ostberlin.

Künstlerische Laufbahn

Bürgi begann seine künstlerische Karriere an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Zusätzlich absolvierte er eine Weiterbildung in Mailand, wo er sich auf Commedia dell’Arte spezialisierte. Sein Schauspieldebüt gab er am Hans-Otto-Theater in Potsdam in Shakespeares „Was ihr wollt“. Es folgten Festengagements am Theater Altenburg/Gera sowie Gastrollen an verschiedenen Theatern, darunter das Schauspiel Essen, das Kleist Theater Frankfurt/O. und das Hechtplatztheater Zürich.

Bühnenrollen

Zu seinen bekannten Bühnenrollen zählen die Titelfigur in Peter Shaffers „Amadeus“ an den Berliner Kammerspielen, Biff in Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ an der Komödie Dresden, Mortimer in „Arsen & Spitzenhäubchen“ in Winterthur sowie Arlecchino am Teatro Olympico Vincenza. Außerdem spielte er Möbius in „Die Physiker“ und Graf Capulet in „Romeo und Julia“. Am Theater Wechselbad Dresden verkörperte er Norman in „Ladies Night“ und den Faust in „Faust – Die Rockoper“. Zudem stand er am Kleinen Theater Berlin als Udo in seinem eigenen Schlagerprogramm „Udo & Jürgen – Ein Sehnsuchtsabend“ auf der Bühne.

Tourneetheater und Musical

Das Tourneepublikum kennt Bürgi durch Produktionen wie „Die Physiker“, „Das Fußballwunder von Bern“, „Bei Anruf Mord“, „Mann über Bord“ und „Der Name der Rose“.[4] Seit 2015 ist er auch im Musical-Bereich aktiv, unter anderem am Stage Theater Hamburg in „Das Wunder von Bern“ sowie in der Europapremiere von „Die fabelhafte Welt der Amélie“ in München. Er trat zudem im Musical „Sterntaler“ bei den Grimmfestspielen Hanau auf, das für den Musical-Preis 2024 nominiert wurde.[5]

Inszenierungen und pädagogische Arbeit

Neben seiner Schauspielerei inszeniert Bürgi auch Theaterstücke, darunter Schillers „Wilhelm Tell“ mit 150 Beteiligten sowie „Romeo muss leben“ und „Krankheit der Jugend“, die zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen wurden. Mit „Faust to go“ hat er eine moderne Schulfassung des Goethe-Klassikers für den Unterricht entwickelt. Als Dozent gibt er sein Wissen und seine Erfahrung an verschiedenen Schauspielschulen weiter.

Mitbegründer und Geschäftsführer

Bürgi war Mitbegründer und Geschäftsführer der ersten selbstverwalteten Schauspieleragentur „ten4you“.

Fernseh- und Filmauftritte

Stephan Bürgi wirkte bislang in über 75 Film- und Fernsehproduktionen sowie Werbefilmen mit.[6]

Filmografie (Auswahl)

(Quelle: [7])

Theater (Auswahl)

(Quelle: [8])

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI